Was ist kroot?
kroot ist ein Social-Recruiting-Tool für Unternehmen, die Stellen über soziale Netzwerke bewerben möchten, ohne eigene Social-Media-Konten zu betreiben. Die kroot GmbH sitzt in Augsburg, wurde 2021 gegründet und ist laut Startup-Verzeichnissen ein Unternehmen mit einem bis zehn Mitarbeitenden. Laut Website des Anbieters, Stand Oktober 2026, legt der Kunde die Stelle im Tool an; kroot erzeugt daraus KI-gestützte Anzeigen und eine mobile Bewerberseite, schaltet die Kampagne und stellt Dashboard und Bewerbertrichter bereit. Die Preisseite nennt ab 595 € netto je Stellenanzeige, einschließlich Anzeigenbudget.
Das Modell ist eine Mischung aus Self-Service-Software und Dienstleistung: Die Bedienung liegt beim Arbeitgeber, Targeting, Veröffentlichung und Anzeigenfreigabe auf den Plattformen übernimmt laut Anbieter kroot.
kroot auf einen Blick
Die wichtigsten Eckdaten an einer Stelle. Alle Angaben stammen von der Website des Anbieters (Stand Oktober 2026) oder sind mit ihrer Quelle gekennzeichnet.
| Thema | Angabe | Quelle |
|---|---|---|
| Unternehmen | kroot GmbH, Augsburg | Website des Anbieters |
| Gegründet | 2021 | Startup-Verzeichnisse |
| Teamgröße | 1 bis 10 Mitarbeitende | Startup-Verzeichnisse |
| Modell | Self-Service-Software, Schaltung und Anzeigenfreigabe übernimmt kroot | Website des Anbieters |
| Einstiegspreis | ab 595 € netto je Stellenanzeige, Anzeigenbudget inklusive | Preisseite, Oktober 2026 |
| Vertrag | für das Einstiegspaket keine Vertragsbindung genannt | Preisseite, Oktober 2026 |
| Bewerberübergabe | mehr als 50 Bewerbermanagementsysteme, darunter Personio, Workday, SAP SuccessFactors, Onlyfy | Website des Anbieters |
| Datenhaltung | Deutschland, laut Anbieter DSGVO-konform | Website des Anbieters |
| Genannte Kunden | mehr als 800 Unternehmen (Angabe des Anbieters, nicht unabhängig geprüft) | Website des Anbieters |
Für wen ist kroot gedacht?
Laut Website des Anbieters, Stand Oktober 2026, richtet sich kroot an Unternehmen und Organisationen mit offenen Stellen, die Social-Media-Anzeigen mit wenig Aufwand schalten wollen, besonders an HR-Teams, die dafür nicht auf die Marketingabteilung angewiesen sein möchten. Die Seite nennt mehr als 800 Unternehmen als Kunden; als Referenzstimmen werden unter anderem Smyths Toys Deutschland, GEDA, MEGA office & home und das Autohaus Meures angeführt. Diese Zitate wählt der Anbieter selbst aus. Ältere Bewertungsprofile nennen die Branchen Gesundheit, Handel und Finanzen.
Weniger passend ist kroot für Teams, die Zielgruppen, Budgetverteilung und Creatives bis ins Detail selbst steuern wollen. Ebenso ist es kein Werkzeug für Privatpersonen; der Anbieter beschreibt sich ausdrücklich als reines B2B-Produkt.
Kernfunktionen
- Anzeigenerstellung per KI: Aus den Stellendaten schlägt die KI eine animierte Anzeige vor, die der Nutzer bearbeitet und freigibt. Vorlagen lassen sich anpassen oder an das Corporate Design anpassen.
- Kein eigenes Social-Media-Konto nötig: Weder Facebook-, Instagram- noch LinkedIn-Konto sind laut Anbieter erforderlich.
- Smartes Targeting und Budgetumschichtung: Die KI leitet die Zielgruppe aus Jobtitel, Ort und Beschäftigungsart ab und verschiebt laut Website das Budget auf die Kanäle mit den meisten Bewerbungen.
- Kanäle: Genannt werden Facebook, Instagram, Threads, TikTok, LinkedIn, Xing, Reddit, Spotify, Google und YouTube. Auf der Preisseite ist das Paket ab 595 € auf Facebook und Instagram bezogen; welche weiteren Kanäle in welchem Paket enthalten sind, nennt die Website nicht.
- Mobile Landingpage und Bewerbertrichter: Je Stelle gibt es eine eigene Seite. Eigene Fragen filtern Bewerber vor, nicht passende erhalten automatisch eine Absage.
- Bewerberverwaltung und ATS-Anbindung: Bewerber lassen sich im Dashboard mit Status und Notizen verwalten. Laut Anbieter werden Daten an mehr als 50 Bewerbermanagementsysteme übergeben, genannt werden Personio, Workday, SAP SuccessFactors und Onlyfy.
- Kommentar-Moderation: Die KI erkennt und entfernt negative oder beleidigende Kommentare unter den Anzeigen.
- Rollen im Team: Mehrere Nutzer mit unterschiedlichen Rechten, etwa für Entwürfe, Abrechnung oder Bewerberkontakt.
- Datenhaltung: Laut Anbieter Speicherung und Verarbeitung in Deutschland, DSGVO-konform; auf der Website stehen AVV und AGB als Dokumente bereit.
Preise
Laut Preisseite des Anbieters, Stand Oktober 2026, beginnen die Preise bei 595 € netto je Stellenanzeige. Darin enthalten sind laut Website das Anzeigenbudget und die Schaltung auf Facebook und Instagram; es gibt keine Vertragsbindung. Die Seite verweist für eine individuelle Beratung auf einen Demo-Termin. Weitere Preisstufen nennt sie nicht.
Frühere Preisangaben unterschieden sich: Auf dem OMR-Profil (Stand Dezember 2022) waren drei Pakete aufgeführt, nämlich S für 389 € mit einer Reichweite von bis zu 10.000 potenziellen Bewerbern, M für 489 € bis 20.000 und L für 689 € bis 30.000. Diese Werte gelten nach der aktuellen Preisseite nicht mehr und sind hier nur als Verlauf genannt.
| Modell | Preis | Quelle |
|---|---|---|
| Stellenanzeige (Einstieg) | ab 595 € netto, inklusive Anzeigenbudget, ohne Vertragsbindung | Website des Anbieters, Stand Oktober 2026 |
| Individuelle Kampagnen und Vorlagen | auf Anfrage | Website des Anbieters, Stand Oktober 2026 |
| Altes Paket S / M / L | 389 € / 489 € / 689 € je Anzeige | OMR-Profil, Stand Dezember 2022 (überholt) |
Unklar bleibt, welche Reichweite oder Laufzeit im Einstiegspreis enthalten ist und wie hoch der Anteil des Anzeigenbudgets daran ist. Das sollten Interessenten vor Vertragsschluss erfragen.
Bewertungen
Auf OMR Reviews hat kroot 3,5 von 5 Sternen bei acht Bewertungen. Gelobt werden die einfache Handhabung und die benutzerfreundliche Oberfläche sowie der schnelle Start ohne Fachwissen. Kritisiert werden die begrenzten Möglichkeiten bei Targeting und Zielgruppenfilter, schwankende Ergebnisse (ein Nutzer berichtet von null Bewerbern trotz Zahlung) und uneinheitlicher Support nach dem Kauf. Auf G2 liegen nach den Suchergebnissen keine Bewertungen vor. Auf der eigenen Website veröffentlicht kroot dagegen ausschließlich positive Kundenzitate, die der Anbieter ausgewählt hat. Bei acht OMR-Bewertungen ist die Aussagekraft begrenzt.
Bewertungsübersicht
| Quelle | Bewertung | Anzahl der Bewertungen | Was sie aussagt |
|---|---|---|---|
| OMR Reviews | 3,5 von 5 | 8 | Lob für einfache Handhabung und schnellen Start; Kritik an begrenztem Targeting, schwankenden Ergebnissen und Support nach dem Kauf |
| G2 | keine Bewertung | keine in den Suchergebnissen gefunden | Kein unabhängiger Vergleich möglich |
| Website des Anbieters | nur positive Zitate | vom Anbieter ausgewählt | Werbematerial, keine Bewertung |
Die Tabelle zeigt, warum die Datenlage dünn ist: ein unabhängiges Portal mit acht Bewertungen, keine zweite Quelle zum Gegenprüfen.
Stärken
- Sehr einfacher Einstieg: Anzeige, Landingpage und Bewerbertrichter in einem Werkzeug.
- Einstiegspreis veröffentlicht, mit Anzeigenbudget und ohne Vertragsbindung.
- Vorqualifizierung mit eigenen Fragen und automatischen Absagen.
- ATS-Übergabe an mehr als 50 Systeme laut Anbieter.
- Datenverarbeitung in Deutschland laut Anbieter.
Grenzen
- Auf der Preisseite ist nur das Facebook- und Instagram-Paket beschrieben; die Preise für weitere Kanäle sind nicht veröffentlicht.
- Auf OMR bemängeln Nutzer eingeschränktes Targeting und schwankende Ergebnisse.
- Wenige unabhängige Bewertungen (acht auf OMR, keine auf G2).
- Die KI steuert Zielgruppe und Budget weitgehend automatisch; Feineinstellungen sind laut Bewerterkommentaren begrenzt.
- Ein eigener, dauerhaft nutzbarer Talent-Pool des Arbeitgebers wird auf der Website nicht als Kernprodukt beschrieben.
- Kleines Team, daher ist bei starkem Wachstum die Betreuungsqualität ein Punkt für Nachfragen.
So läuft eine Kampagne mit kroot in der Praxis
Laut Website des Anbieters ist der Ablauf kurz. Zuerst legt der Kunde die Stelle im Tool an. Danach schlägt die KI aus den Stellendaten eine animierte Anzeige vor, die der Nutzer bearbeitet und freigibt; Vorlagen lassen sich anpassen oder an das Corporate Design angleichen. Anschließend schaltet kroot die Kampagne und richtet eine eigene mobile Seite für die Stelle ein. Bewerber beantworten die von Ihnen festgelegten Fragen, nicht passende Bewerber erhalten automatisch eine Absage. Am Ende werden die Daten an das angebundene Bewerbermanagementsystem übergeben oder im Dashboard mit Status und Notizen verwaltet.
Für den Arbeitgeber verlagert sich die Arbeit damit auf zwei Punkte: gute Vorqualifizierungsfragen formulieren und auf eingehende Bewerbungen schnell reagieren. Zudem verschiebt die KI laut Anbieter das Budget auf die Kanäle mit den meisten Bewerbungen; wie viel Einfluss der Kunde auf diese Verteilung hat, wird nicht beschrieben, und Bewerter auf OMR erwähnen begrenzte Feineinstellungen. Teams mit mehreren Nutzern können Rollen vergeben, etwa für Entwürfe, Abrechnung oder Bewerberkontakt, sodass HR und Marketing sich keinen gemeinsamen Zugang teilen müssen.
Da sich das Einstiegspaket nur auf Facebook und Instagram bezieht, sollte, wer die weiteren genannten Kanäle wie TikTok, LinkedIn oder Xing nutzen möchte, im Demo-Termin nachfragen, welches Paket und welcher Preis dafür gilt.
Worauf Käufer bei kroot achten sollten
- Budget und Gebühr trennen: Fragen Sie, welcher Anteil der 595 € tatsächlich als Anzeigenbudget geschaltet wird.
- Reichweite und Laufzeit: Klären Sie, wie lange die Kampagne läuft und welche Reichweite oder Bewerberzahl realistisch ist.
- Eigentum an den Bewerberdaten: Prüfen Sie, ob Sie Bewerber bei einem Wechsel exportieren können, auch wenn sie im Dashboard des Anbieters liegen.
- Meta-Werbekategorie „Beschäftigung“: Für Stellenanzeigen gelten Targeting-Einschränkungen; der Anbieter sollte erklären, wie er damit umgeht.
- DSGVO: Lassen Sie sich den Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Speicherort und Löschfristen bestätigen.
- Support: Fragen Sie nach Reaktionszeiten nach dem Kauf, da Bewerter hier schwankende Erfahrungen schildern.
Bewerber aus Social-Media-Anzeigen sind oft nicht aktiv auf Jobsuche. Eine kurze Bewerbung auf dem Smartphone und eine schnelle Rückmeldung entscheiden häufig mehr als das Anzeigenmotiv. Für kroot heißt das: Achten Sie auf die Qualität der Vorqualifizierungsfragen und darauf, wie schnell Ihr Team auf Bewerbungen reagiert.
Alternativen
Zu den Anbietern mit vergleichbarem Ansatz zählen HeyJobs, TalentBait, Wonderkind, Social Natives, Seiza, jobtastic, Boostpoint und coveto. Wer Bewerbungen zusätzlich in einem eigenen Talent-Pool sammeln möchte, findet Lösungen, bei denen die Kontakte im Konto des Arbeitgebers verbleiben.
Einordnung und Fachbegriffe
kroot gehört zur Werkzeugklasse der Social-Distribution: Stellen werden aus einem System heraus auf mehrere Social-Media-Kanäle ausgespielt, ohne dass der Arbeitgeber eigene Unternehmens-Accounts bespielen muss. Je nach Verzeichnis fällt ein solches Werkzeug unter Kategorien wie Recruitment Platforms oder Recruitment Marketing. Kern sind die Anzeigenerstellung per KI (im Marktjargon auch AI-gestützte Anzeigeerstellung oder AI-gestützte Anzeigen genannt) und die direkte Veröffentlichung. Die Bewerberstrecke mit Fragen wird auch als Frage-Funnel oder Bewerber-Funnel bezeichnet. Die Anbindung an Bewerbermanagementsysteme heißt in der Branche ATS-Integration; laut Anbieter sind mehr als 50 ATS-Systeme angeschlossen.
Drei Punkte lassen sich aus den veröffentlichten Angaben nicht beurteilen und gehören in den Demo-Termin: die Time-to-Publish, also die Zeit von der Stellenfreigabe bis zur laufenden Kampagne; die Frage, ob Zielgruppen-Analysen oder Zielgruppen-Reports verfügbar sind; und die Social-Reichweite, die sich für eine konkrete Stelle realistisch erwarten lässt. Wer zusätzlich Employer Branding betreiben möchte, sollte ebenfalls nachfragen, ob und wie sich die Kampagnen dafür nutzen lassen. Die Website beschreibt diese Punkte nicht.
Häufige Fragen zu kroot
Was kostet kroot?
Laut Preisseite des Anbieters, Stand Oktober 2026, ab 595 € netto je Stellenanzeige, inklusive Anzeigenbudget und ohne Vertragsbindung. Weitere Varianten gibt es auf Anfrage. Ältere Pakete zu 389 €, 489 € und 689 € sind überholt.
Auf welchen Kanälen schaltet kroot Anzeigen?
Laut Website des Anbieters unter anderem auf Facebook, Instagram, Threads, TikTok, LinkedIn, Xing, Reddit, Spotify, Google und YouTube. Das Einstiegspaket bezieht sich auf Facebook und Instagram.
Wo sitzt kroot?
Die kroot GmbH hat ihren Sitz in Augsburg und wurde 2021 gegründet. Laut Anbieter werden Daten in Deutschland gespeichert und verarbeitet.
Wie wird kroot bewertet?
Auf OMR Reviews mit 3,5 von 5 Sternen bei acht Bewertungen. Lob gilt der einfachen Bedienung, Kritik dem begrenzten Targeting, schwankenden Ergebnissen und dem Support nach dem Kauf.
