Career Framework Umfragefragen: Wie Mitarbeitende und Führungskräfte Karrierepfade wirklich erleben

By Jürgen Ulbrich

Diese career framework survey questions zeigen Ihnen, ob Ihr Karriererahmen (Laufbahnmodell) im Alltag wirklich funktioniert: Verstehen Mitarbeitende die Level, vertrauen sie den Entscheidungen, und taucht das Framework in echten Karrieregesprächen auf? Sie bekommen frühe Warnsignale (Unklarheit, Fairness-Sorgen, blockierte Mobilität) und eine einfache Logik, wie Sie Scores in konkrete Maßnahmen mit Owner und Frist übersetzen.

Career framework survey questions: Fragenkatalog

2.1 Geschlossene Fragen (5-Punkt-Likert-Skala)

Skala: 1 = Stimme überhaupt nicht zu, 2 = Stimme eher nicht zu, 3 = Weder noch, 4 = Stimme eher zu, 5 = Stimme voll zu.

Mitarbeitende (E1–E48)

Bekanntheit & Verständnis (E1–E6)

  • E1 [Mitarbeitende] Ich weiß, dass unser Karriererahmen (Laufbahnmodell) existiert.
  • E2 [Mitarbeitende] Ich weiß, wo ich die Inhalte zum Karriererahmen finde.
  • E3 [Mitarbeitende] Ich verstehe, wofür der Karriererahmen bei Entscheidungen genutzt wird.
  • E4 [Mitarbeitende] Ich verstehe, wie meine Rolle im Karriererahmen eingeordnet ist.
  • E5 [Mitarbeitende] Ich kann die Level in meiner Job-Familie einer Kollegin/einem Kollegen erklären.
  • E6 [Mitarbeitende] Ich weiß, wen ich ansprechen kann, wenn der Karriererahmen unklar ist.

Klarheit von Leveln & Rollen (E7–E12)

  • E7 [Mitarbeitende] Die Erwartungen an mein Level sind in beobachtbaren Begriffen beschrieben.
  • E8 [Mitarbeitende] Die Beförderungskriterien in meiner Job-Familie sind spezifisch und messbar.
  • E9 [Mitarbeitende] Der Unterschied zwischen zwei benachbarten Leveln ist leicht zu verstehen.
  • E10 [Mitarbeitende] Beispiele für „gute Leistung“ je Level helfen mir bei der Selbsteinschätzung.
  • E11 [Mitarbeitende] Ich verstehe, was „Scope“ und „Impact“ in unseren Level-Definitionen bedeuten.
  • E12 [Mitarbeitende] Ich weiß, welche Nachweise (Evidence) für einen Level-Wechsel erwartet werden.

Fairness & Zugang (E13–E18)

  • E13 [Mitarbeitende] Level-Zuordnungen wirken konsistent über Teams hinweg, die ähnliche Arbeit machen.
  • E14 [Mitarbeitende] Beförderungen wirken fair über Standorte und Arbeitsmodelle (Remote/Office) hinweg.
  • E15 [Mitarbeitende] Beförderungen wirken fair über Demografie und persönliche Hintergründe hinweg.
  • E16 [Mitarbeitende] Ich verstehe, wie Kalibrierung bei Beförderungen oder Neueinstufungen funktioniert.
  • E17 [Mitarbeitende] Ich vertraue darauf, dass Entscheidungen auf Nachweisen basieren, nicht auf Sichtbarkeit oder Politik.
  • E18 [Mitarbeitende] Ich weiß, wie ich Bedenken zur Fairness bei Einstufung oder Beförderung ansprechen kann.

Verknüpfung mit Skills & Entwicklung (E19–E24)

  • E19 [Mitarbeitende] Ich erkenne, welche Skills für mein nächstes Level am wichtigsten sind.
  • E20 [Mitarbeitende] Ich kann meinen Entwicklungsplan mit den Level-Erwartungen verknüpfen.
  • E21 [Mitarbeitende] Lernangebote passen zu den Skills, die im Karriererahmen beschrieben sind.
  • E22 [Mitarbeitende] Feedback bezieht sich auf den Karriererahmen, nicht nur auf persönliche Einschätzung.
  • E23 [Mitarbeitende] Ich weiß, wie ich Nachweise für eine Beförderung aufbaue.
  • E24 [Mitarbeitende] Ich kann Fortschritt bei Skills verfolgen, die für meinen Karrierepfad relevant sind.

Interne Mobilität & Chancen (E25–E30)

  • E25 [Mitarbeitende] Der Karriererahmen hilft mir, realistische Optionen für laterale Moves zu finden.
  • E26 [Mitarbeitende] Ich sehe, welche internen Rollen für meine Skills „naheliegend“ sind.
  • E27 [Mitarbeitende] Ich verstehe, wie Level-Gleichwertigkeit zwischen Funktionen gehandhabt wird.
  • E28 [Mitarbeitende] Ich fühle mich ermutigt, mich intern auf Rollen oder Projekte zu bewerben.
  • E29 [Mitarbeitende] Interne Stellenausschreibungen beschreiben Level und Erwartungen konsistent.
  • E30 [Mitarbeitende] Ich kenne Schritte und Zeitplan für einen internen Wechsel.

Unterstützung durch Führungskräfte in Gesprächen (E31–E36)

  • E31 [Mitarbeitende] Meine Führungskraft nutzt den Karriererahmen in 1:1-Gesprächen.
  • E32 [Mitarbeitende] Meine Führungskraft übersetzt Level-Erwartungen in konkrete Ziele.
  • E33 [Mitarbeitende] Meine Führungskraft nennt klare Beispiele, was ich für den nächsten Schritt verbessern soll.
  • E34 [Mitarbeitende] Meine Führungskraft unterstützt interne Wechsel, auch wenn ich dadurch das Team verlasse.
  • E35 [Mitarbeitende] Meine Führungskraft nimmt sich regelmäßig Zeit für Entwicklungsplanung.
  • E36 [Mitarbeitende] Meine Führungskraft nutzt den Karriererahmen konsistent im Team.

Psychologische Sicherheit & Vertrauen (E37–E42)

  • E37 [Mitarbeitende] Ich fühle mich sicher, Fragen zu meinem Level oder zur Rollen-Zuordnung zu stellen.
  • E38 [Mitarbeitende] Ich kann Interesse an einem lateralen Move äußern, ohne Karriere-Nachteile zu befürchten.
  • E39 [Mitarbeitende] Ich habe keine Angst, durch den Karriererahmen negativ „gelabelt“ zu werden.
  • E40 [Mitarbeitende] Ich vertraue darauf, dass der Karriererahmen für Wachstum genutzt wird, nicht für Bestrafung.
  • E41 [Mitarbeitende] Ich vertraue darauf, dass Level-Gespräche vertraulich und respektvoll behandelt werden.
  • E42 [Mitarbeitende] Ich glaube, dass Feedback willkommen ist, wenn der Karriererahmen in der Praxis scheitert.

Gesamtwirkung & Transparenz (E43–E48)

  • E43 [Mitarbeitende] Der Karriererahmen schafft mehr Transparenz über Karrierepfade bei uns.
  • E44 [Mitarbeitende] Der Karriererahmen verbessert die Qualität von Karrieregesprächen.
  • E45 [Mitarbeitende] Der Karriererahmen hilft mir, realistische Karriereentscheidungen zu treffen.
  • E46 [Mitarbeitende] Der Karriererahmen steigert meine Motivation, relevante Skills aufzubauen.
  • E47 [Mitarbeitende] Der Karriererahmen macht Beförderungen für mich planbarer.
  • E48 [Mitarbeitende] Insgesamt erhöht der Karriererahmen meine Absicht, im Unternehmen zu bleiben.

Führungskräfte (M1–M42)

Klarheit & Training (M1–M6)

  • M1 [Führungskraft] Ich verstehe die Level-Definitionen in den Job-Familien, die ich führe.
  • M2 [Führungskraft] Ich habe praxisnahes Training erhalten, wie ich den Karriererahmen anwende.
  • M3 [Führungskraft] Ich weiß, wie ich Rollen in schwierigen/uneindeutigen Fällen Leveln zuordne.
  • M4 [Führungskraft] Ich kann Beförderungskriterien klar und konsistent erklären.
  • M5 [Führungskraft] Ich weiß, welche Dokumentation für Beförderungsentscheidungen nötig ist.
  • M6 [Führungskraft] Ich weiß, wo ich die aktuellsten Guidelines zum Karriererahmen finde.

Nutzung in Reviews & 1:1s (M7–M12)

  • M7 [Führungskraft] Ich nutze den Karriererahmen in regelmäßigen 1:1-Entwicklungsgesprächen.
  • M8 [Führungskraft] Ich beziehe mich bei Performance-Feedback auf Level-Erwartungen.
  • M9 [Führungskraft] Ich nutze den Karriererahmen, um messbare Entwicklungsziele zu setzen.
  • M10 [Führungskraft] Die Entwicklungspläne meines Teams sind mit dem Karriererahmen verknüpft.
  • M11 [Führungskraft] Der Karriererahmen reduziert Uneinigkeit über Erwartungen.
  • M12 [Führungskraft] Ich kann coachen, „wie gute Leistung“ im nächsten Level aussieht.

Kalibrierung & Beförderungsentscheidungen (M13–M18)

  • M13 [Führungskraft] Kalibrierungsrunden nutzen konsistente Kriterien, die zum Karriererahmen passen.
  • M14 [Führungskraft] Ich bin sicher genug, inkonsistente Einstufungen aktiv zu challengen.
  • M15 [Führungskraft] Beförderungsentscheidungen werden durch Nachweise gestützt, nicht durch persönliche Vorlieben.
  • M16 [Führungskraft] Ich verstehe, wie laterale Moves im Vergleich zu Beförderungen bewertet werden.
  • M17 [Führungskraft] Ich kann eine „noch nicht“-Entscheidung bei Beförderungen klar erklären.
  • M18 [Führungskraft] Der Karriererahmen reduziert Eskalationen und Streit rund um Beförderungen.

Skills & IDPs (M19–M24)

  • M19 [Führungskraft] Der Karriererahmen ist mit einem brauchbaren Skill-Modell für meine Funktion verknüpft.
  • M20 [Führungskraft] Ich kann die Top-3 Skill-Gaps identifizieren, die Progression blockieren.
  • M21 [Führungskraft] Lernangebote sind klar Skills und Level-Erwartungen zugeordnet.
  • M22 [Führungskraft] Ich kann Entwicklungsfortschritt anhand beobachtbarer Nachweise verfolgen.
  • M23 [Führungskraft] IDPs fokussieren auf Skills und Outcomes, nicht nur auf Trainings-Teilnahme.
  • M24 [Führungskraft] Skill-Daten helfen mir, Projekte und Stretch Assignments fair zu besetzen.

Fairness & Bias (M25–M30)

  • M25 [Führungskraft] Der Karriererahmen reduziert Bias im Vergleich zu rein subjektiver Bewertung.
  • M26 [Führungskraft] Ich achte in Beförderungsdiskussionen auf „Visibility Bias“.
  • M27 [Führungskraft] Ich bewerte Impact im Verhältnis zu Opportunity und Kontext.
  • M28 [Führungskraft] Ich fühle mich sicher, Fairness-Bedenken in Kalibrierungen anzusprechen.
  • M29 [Führungskraft] Der Prozess funktioniert gleich gut für Remote- und Vor-Ort-Mitarbeitende.
  • M30 [Führungskraft] Ich kann erklären, wie wir Bevorzugung bei Einstufungen verhindern.

HR-Support & Tooling (M31–M36)

  • M31 [Führungskraft] HR-Guidance zu Einstufung und Beförderung ist zeitnah und praxisnah.
  • M32 [Führungskraft] Templates für Beförderungsfälle sind klar und einfach nutzbar.
  • M33 [Führungskraft] Tools verankern den Karriererahmen in Reviews und Entwicklungsplanung.
  • M34 [Führungskraft] Ich kann Level-Definitionen abrufen, ohne viele Systeme zu wechseln.
  • M35 [Führungskraft] HR hilft, teamübergreifende Level-Inkonsistenzen schnell zu klären.
  • M36 [Führungskraft] Ich kenne den Eskalationspfad bei Konflikten zu Einstufungsentscheidungen.

Gesamtwirkung & Verbesserungen (M37–M42)

  • M37 [Führungskraft] Der Karriererahmen verbessert Karrieregespräche in meinem Team.
  • M38 [Führungskraft] Der Karriererahmen hilft, Talente zu halten, weil Wachstum klarer wird.
  • M39 [Führungskraft] Der Karriererahmen erleichtert interne Mobilität, weil Gleichwertigkeit klarer ist.
  • M40 [Führungskraft] Der Karriererahmen reduziert Zeit, die wir über unklare Erwartungen diskutieren.
  • M41 [Führungskraft] Der Karriererahmen ist in echten Situationen nutzbar, nicht nur „auf Papier“.
  • M42 [Führungskraft] Ich habe eine klare Liste an Verbesserungen, die die Nutzung spürbar erhöhen würden.

2.2 Gesamt-/NPS-ähnliche Ratings (0–10 Skala)

  • ER1 [Mitarbeitende] Wie klar sind Level und Beförderungskriterien in Ihrer Job-Familie? (0–10)
  • ER2 [Mitarbeitende] Wie fair wirken Einstufungs- und Beförderungsentscheidungen insgesamt? (0–10)
  • ER3 [Mitarbeitende] Wie stark erhöht der Karriererahmen Ihre Motivation, sich hier weiterzuentwickeln? (0–10)
  • MR1 [Führungskraft] Wie sicher fühlen Sie sich, den Karriererahmen auf echte Fälle anzuwenden? (0–10)
  • MR2 [Führungskraft] Wie fair wirken Kalibrierungs- und Beförderungsentscheidungen insgesamt? (0–10)
  • MR3 [Führungskraft] Wie hilfreich ist der Karriererahmen für Entscheidungen zur internen Mobilität? (0–10)

2.3 Offene Fragen (Freitext)

  • O1 [Shared] Beschreiben Sie eine Situation, in der der Karriererahmen Ihnen bei einer Entscheidung geholfen hat.
  • O2 [Shared] Beschreiben Sie eine Situation, in der der Karriererahmen Verwirrung oder Reibung erzeugt hat.
  • OE1 [Mitarbeitende] Was ist heute der klarste Teil des Karriererahmens für Ihre Rolle?
  • OE2 [Mitarbeitende] Welche Level-Erwartung ist am verwirrendsten – und warum?
  • OE3 [Mitarbeitende] Was würde Beförderungen für Sie fairer und planbarer machen?
  • OE4 [Mitarbeitende] Was würde Ihnen helfen, den Karriererahmen in Ihrer Entwicklungsplanung zu nutzen?
  • OE5 [Mitarbeitende] Was macht interne Wechsel in Ihrem Bereich riskant?
  • OE6 [Mitarbeitende] Was sollte Ihre Führungskraft im Umgang mit dem Karriererahmen starten/stoppen/fortsetzen?
  • OM1 [Führungskraft] Wo tun Sie sich am schwersten, Level-Definitionen auf reale Fälle anzuwenden?
  • OM2 [Führungskraft] Welcher Teil der Kalibrierung erzeugt die meiste Uneinigkeit – und warum?
  • OM3 [Führungskraft] Welche HR-Unterstützung (Training, Templates, Tooling) würde am meisten helfen?
  • OM4 [Führungskraft] Wenn Sie 1 Regel bei Beförderungen ändern könnten: Welche wäre das?

Decision & action table (aus Ergebnissen werden nächste Schritte)

Frage(n) oder Bereich Score / Schwellenwert Empfohlene Aktion Verantwortlich (Owner) Ziel / Frist
Bekanntheit & Verständnis (E1–E6) Ø <3,4 oder ≥20% Antworten „1–2“ 1-Seiter „So nutzen wir den Karriererahmen“ veröffentlichen + FAQ im Intranet ergänzen. HR (Owner Karriererahmen) Entwurf in 14 Tagen, live in 30 Tagen
Klarheit der Level (E7–E12, ER1) Ø <3,2 oder ER1 <6/10 Level-Texte in beobachtbare Verhaltensanker umschreiben + 3 Beispiele je Level ergänzen. Fachbereichsleitung + HR Workshop in 21 Tagen, Update in 60 Tagen
Fairness & Zugang (E13–E18, ER2, M25–M30) Ø <3,3 oder Gruppenlücken ≥0,5 Punkte Kalibrierungs-Audit durchführen + Evidence-Checkliste standardisieren + Einspruchspfad definieren. HRBP + Bereichsleitung Audit in 30 Tagen, Regeln nächster Zyklus
Manager-Support (E31–E36, M7–M12) E31 oder M7 Ø <3,0 Führungskräfte-Training mit Gesprächsleitfäden + 1:1-Agenda-Prompts je Level einführen. L&D + People Manager Training in 45 Tagen, Check in 90 Tagen
Skills & Entwicklung (E19–E24, M19–M24) Ø <3,2 Top-Skills je Level mappen + Lerninhalte zuordnen + IDP-Template um Skill-/Evidence-Felder ergänzen. L&D Lead Mapping in 60 Tagen, Alignment in 90 Tagen
Interne Mobilität (E25–E30, M16, M39, MR3) Ø <3,1 oder MR3 <6/10 Interne Job-Level standardisieren + „Equivalence Rules“ funktionsübergreifend veröffentlichen. Talent Mobility Lead Regeln in 45 Tagen, Jobposts in 75 Tagen
Psychologische Sicherheit & Vertrauen (E37–E42) Ø <3,0 oder ≥15% „1“ bei E38 Stigma-/Label-Sprache stoppen + Vertraulichkeit klarstellen + Listening Sessions je Bereich durchführen. HR + Standort-/Org-Leadership Reaktion ≤7 Tage, Sessions in 30 Tagen

Key takeaways

  • Messen Sie Nutzbarkeit: Klarheit, Fairness, Mobilität, Manager-Routinen.
  • Nutzen Sie Schwellenwerte, um Entscheidungen ohne Diskussionen zu triggern.
  • Segmentieren Sie, um Ungleichheit nach Standort, Level, Remote/Office zu sehen.
  • Fixen Sie Sprache, Evidence-Standards, Kalibrierung vor neuen Leveln.
  • Schließen Sie den Feedback-Loop in ≤30 Tagen, sonst kippt Vertrauen.

Definition & scope

Diese Umfrage misst, wie Mitarbeitende und Führungskräfte den Karriererahmen im Alltag erleben: Auffindbarkeit, Level-Klarheit, Fairness, Skill-Verknüpfung, interne Mobilität und psychologische Sicherheit. Sie passt für Organisationen, die einen Rahmen eingeführt haben (oder einführen) und Adoption-Signale brauchen, um Texte, Kalibrierungsregeln, Manager-Enablement und Tooling zu steuern. Als Kontext hilft Ihr Career-Framework-Leitfaden.

Scoring & thresholds

Nutzen Sie die 1–5-Skala für die meisten Aussagen und behandeln Sie Ergebnisse als Handlungs-Signale, nicht als Ranking. Achten Sie immer auf zwei Werte: den Durchschnitt und den Anteil niedriger Antworten („1–2“). Ein Ø von 3,4 kann „alles ok“ bedeuten – oder Polarisierung („hälftig verwirrt“).

  • Niedrig (kritisch): Ø <3,0 oder ≥25% Antworten „1“ bei einem Key-Item.
  • Mittel (Handlungsbedarf): Ø 3,0–3,9 oder ≥20% Antworten „1–2“.
  • Hoch (stark): Ø ≥4,0 und Low-Share ≤10% („1–2“).

Lesereihenfolge (funktioniert in der Praxis gut): Fixen Sie zuerst Klarheit (E7–E12, ER1), dann Fairness (E13–E18, ER2), dann Manager-Nutzung (E31–E36, M7–M12), dann Mobilität (E25–E30, MR3). Verknüpfen Sie Skill-Themen mit Ihrer Arbeit zu Skill Management, damit „Skill-Sprache“ nicht nur Deko bleibt.

  1. Klarheit prüfen: Wenn E7–E12 niedrig, Text vor Prozess fixen.
  2. Fairness prüfen: Wenn E13–E18 niedrig, Evidence & Kalibrierung nachschärfen.
  3. Manager-Nutzung prüfen: Wenn E31–E36 niedrig, Routinen und Prompts einbauen.
  4. Mobilität prüfen: Wenn E25–E30 niedrig, Äquivalenzregeln und Jobposts standardisieren.
  5. Offene Antworten zuletzt lesen: als „Warum“, nicht als Ersatz für Zahlen.
  • People Analytics baut ein Dimensions-Dashboard (Ø + Low-Share) in 10 Tagen nach Survey-Ende.
  • HRBP prüft Top-3 Treiber für niedriges Vertrauen (E37–E42) in 14 Tagen.
  • Fachbereichsleitung priorisiert Klarheits-Fixes (E7–E12) in 14 Tagen.
  • Mobility Lead priorisiert Friction in internen Wechseln (E25–E30) in 21 Tagen.

Follow-up & responsibilities

Schnelles Follow-up schützt Vertrauen in die Mitarbeiterbefragung. Legen Sie vor dem Launch fest, wer welche Signale bearbeitet und wie schnell Sie reagieren. Nutzen Sie immer dieselbe Kadenz: HR triagiert, Leadership entscheidet, Führungskräfte setzen um, HR trackt.

Signal Owner Reaktionszeit Standard-Maßnahme
Sehr niedriges Vertrauen/Sicherheit (E37–E42 Ø <3,0) HRBP + Bereichsleitung Erste Reaktion ≤7 Tage Listening Sessions + Klarstellung Vertraulichkeit
Fairness-Lücken (Gruppenunterschiede ≥0,5) People Analytics + HRBP Plan ≤14 Tage Kalibrierungs-Audit + Evidence-Checkliste
Niedrige Manager-Nutzung (E31–E36 oder M7–M12 Ø <3,0) L&D + People Manager Enablement-Plan ≤21 Tage Training + Gesprächsleitfäden + 1:1-Prompts
Niedrige Mobilitäts-Klarheit (E25–E30 Ø <3,1) Talent Mobility Lead Plan ≤21 Tage Job-Level standardisieren + Prozess & Timeline veröffentlichen
  • HR definiert Zielgruppenregeln (Mitarbeitende vs. Führungskräfte) und Timeline in 7 Tagen.
  • Comms-Owner erstellt Einladungstext (≤150 Wörter) + Vertraulichkeitsnotiz in 7 Tagen.
  • HR führt die Umfrage 10–14 Tage durch und sendet maximal 2 Reminder.
  • HR + Leadership reviewen Ergebnisse innerhalb von 10 Tagen nach Ende.
  • Owner veröffentlichen Maßnahmen + Fristen innerhalb von 30 Tagen nach Ende.

Wenn Sie den Prozess wiederholbar halten wollen: Bauen Sie Folgeaufgaben direkt in Ihre bestehende People-Cadence ein (Reviews, Talent Runden, 1:1s). Ein Talent-System wie Sprad Growth kann Survey-Versand, Reminder und Follow-ups automatisieren, ohne Ihren Fragenkatalog zu verändern.

  • HR erstellt eine „Level Evidence Checklist“ und rollt sie in 30 Tagen aus.
  • Führungskräfte ergänzen pro Rolle 3 Level-Beispiele in 60 Tagen.
  • L&D aktualisiert IDP-Felder (Skills, Evidence, Ziel-Level) in 45 Tagen.
  • Bereichsleitungen führen eine Kalibrierungs-Retro 21 Tage nach dem Zyklus durch.
  • People Manager nehmen 1 Karriererahmen-Frage in jedes monatliche 1:1 auf (Start in 14 Tagen).

Fairness & bias checks

Stoppen Sie nicht beim Unternehmensschnitt. Schneiden Sie Ergebnisse nach Gruppen, die in Ihrem Setup real relevant sind: Standort, Bereich, Level, Tenure-Band, Remote vs. Office, Beschäftigungsart (wo sinnvoll). Melden Sie nur Gruppen oberhalb Ihrer Anonymitätsgrenze und fokussieren Sie auf echte Lücken (z. B. ≥0,5 Punkte bei 1–5 Items oder ≥1,0 bei 0–10 Ratings).

  • People Analytics markiert Hotspots (Gruppenlücken ≥0,5) in 14 Tagen nach Ende.
  • HRBP prüft, ob Lücken Prozess- oder Kommunikationsunterschiede sind, in 21 Tagen.
  • Bereichsleitungen beschließen Korrekturmaßnahmen mit Frist in 30 Tagen nach Ende.

Typische Muster (und die direkte Reaktion):

  • Muster: Ein Standort bewertet Fairness (E13–E18) ≥0,7 schlechter. Reaktion: Lokale Kalibrierung + Manager-Training in 30 Tagen auditieren.
  • Muster: Remote-Mitarbeitende bewerten Vorhersehbarkeit von Beförderungen (E47) schlechter. Reaktion: Evidence-basierte Promotion-Packs verpflichtend machen, nächster Zyklus.
  • Muster: Juniors finden Level-Klarheit (E7–E12) niedrig, Seniors hoch. Reaktion: Definitionen lesbarer schreiben + Onboarding-Modul in 45 Tagen.

DACH / DSGVO & Betriebsrat-Hinweise (praktisch, nicht juristisch)

In DACH ist das eine Mitarbeiterbefragung zu Vertrauen, Fairness und Karriereimpact. Planen Sie Anonymität, Aggregation und Datenlöschung sauber – und holen Sie den Betriebsrat früh rein. Vermeiden Sie jedes Design, das wie ein verstecktes Performance-Rating wirkt. Für den Rechtsrahmen nutzen viele Teams den Originaltext der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) als gemeinsame Referenz für Transparenz und Zweckbindung.

  • HR definiert eine Anonymitätsgrenze vor Launch (z. B. Reporting nur für n ≥8).
  • HR bestätigt schriftlich: Reporting nur aggregiert, nie pro Person (Fix in 7 Tagen).
  • HR legt Aufbewahrung fest (z. B. Rohtexte nach 180 Tagen löschen) vor Launch.
  • HR und Betriebsrat stimmen Zweck und Schnitte (Standort/Bereich) ≤30 Tage vor Launch ab.
  • HR stellt sicher: keine direkte Verknüpfung mit individuellen Ratings/Comp-Entscheiden.
Risiko So sieht es aus Einfache Mitigation Owner
Re-Identifikation Kleine Teams, seltene Rollen, sehr spezifische Kommentare Auf größere Einheiten aggregieren; Freitext unter n <8 unterdrücken People Analytics
Function Creep Survey-Antworten werden für individuelle Performance-Maßnahmen genutzt Survey strikt von Performance-Akten trennen; Zugriff und Zweck dokumentieren HR + Legal
Trust Collapse Survey läuft, danach passiert nichts Maßnahmen in 30 Tagen veröffentlichen; Fortschritt bei 90 Tagen zeigen Exec Sponsor

Examples / use cases

A) Niedrige Klarheit, hohe Motivation
Sie sehen E7–E12 bei Ø 2,9, während ER3 bei 7/10 bleibt. Mitarbeitende wollen wachsen, verstehen aber die Leiter nicht. Entscheidung: Sprache und Beispiele fixen, bevor Sie neue Prozesse bauen. Umsetzung: Fach-SMEs machen einen 2-Stunden-Workshop, HR publiziert die überarbeitete Ladder in 60 Tagen, Führungskräfte nutzen sie in 1:1s ab Woche 2.

B) Fairness-Sorgen in einer Division
Der Unternehmensschnitt wirkt ok, aber eine Division liegt 0,6 Punkte niedriger bei E13–E18 und ER2. Entscheidung: Das ist ein Evidence- und Kalibrierungsproblem, kein „Engagement-Problem“. Umsetzung: HRBP führt eine Kalibrierungs-Retro durch, setzt eine gemeinsame Evidence-Checkliste auf und standardisiert das Promotion-Case-Template für den nächsten Zyklus.

C) Mobilität existiert, fühlt sich aber riskant an
E25–E30 liegt bei Ø 3,0 und E38 bei Ø 2,8. Kommentare sprechen von „illoyal wirken“. Entscheidung: Messaging und Incentives für Führungskräfte ändern, nicht nur Jobposts. Umsetzung: Leadership kommuniziert klar, dass interne Moves unterstützt sind, Manager werden auf Talent-Entwicklung gemessen, HR veröffentlicht einen schlanken internen Move-Prozess mit Timelines in 45 Tagen.

Implementation & updates: Blueprints für career framework survey questions

Sie brauchen nicht jedes Item in jeder Runde. Nutzen Sie den Fragenkatalog als Bibliothek und wählen Sie einen Blueprint, der zum Moment passt. Wenn Sie Mobilität separat messen, gleichen Sie ein paar Items mit Ihrer Internal-Mobility-Umfrage ab, damit Sie sehen, ob Klarheit auch zu echten Moves führt.

Blueprint Wer Empfohlene Items Timing Wofür Sie entscheiden
(a) Baseline vor/nach Launch (22–26 Items) Mitarbeitende + Führungskräfte E1–E6, E7–E12, E13–E18, E31–E36, ER1–ER2; M1–M6, M7–M12, M13–M18, MR1–MR2; O1–O2 T-14 Tage vor Launch, dann +90 Tage Content-Fixes, Trainingsbedarf, Kalibrierungs-Gaps
(b) Annual Health Check (18–22 Items) Mitarbeitende E1–E6, E7–E12, E13–E18, E19–E24, E25–E30, ER1–ER3; OE1–OE4 1× pro Jahr, gleicher Monat Adoption-Trend, Fairness-Trend, Mobilitätsbarrieren, L&D-Alignment
(c) Kurzer Pulse nach Update/Neueinstufung (10–12 Items) Mitarbeitende + Führungskräfte E2–E5, E7–E9, E16–E17, ER1–ER2; M3–M5, M13–M15, MR1; O2 2–6 Wochen nach Change Ob die Änderung angekommen ist; was weiter verwirrt
(d) Funktions-spezifische Ladder-Revision (12–15 Items) Nur Ziel-Funktion E7–E12 + E19–E24 + ER1; M1–M6 + M19–M22 + MR1; OE2, OM1 Während Draft-Review + nach Rollout Sprach-Fixes und Skill-Erwartungen je Level
  1. Pilot (6–8 Wochen): 1–2 Bereiche testen Blueprint (c) oder (a); wording feinziehen.
  2. Rollout (nächste 1–2 Zyklen): auf weitere Bereiche ausweiten, gleiche Schwellenwerte.
  3. Manager-Training (2–4 Wochen): Nutzung der Ergebnisse in 1:1s und Reviews üben.
  4. Jährlicher Review: Items, Schwellenwerte und Dimensionen 1× pro Jahr stabil aktualisieren.
Metric Zielwert Warum es zählt
Teilnahmequote ≥70% jährlich; ≥55% Pulse Niedrige Teilnahme verschleiert Fairness-Lücken und Hotspots
Umsetzungsquote Maßnahmen ≥80% bis zur zugesagten Frist Schützt Vertrauen in den Survey-Prozess
Klarheits-Trend (E7–E12, ER1) +0,3 Punkte oder +1/10 in 12 Monaten Zeigt, ob der Rahmen im Alltag nutzbarer wird
Fairness-Gap-Trend Lücken auf <0,3 Punkte senken Signal für konsistentere Entscheidungen zwischen Gruppen
Mobilitäts-Enabling (E25–E30, MR3) Ø ≥3,6 in 12 Monaten Verknüpft Framework mit realen internen Chancen

Conclusion

Karriererahmen scheitern oft leise: Alle nicken in Slides, aber im Alltag bleibt es vage. Diese Umfrage macht die Lücke sichtbar, bevor sie zu Frust, Abwanderung oder Beförderungsstreit wird: Ist es ein Klarheitsproblem, ein Fairnessproblem, fehlende Manager-Routine, blockierte Mobilität oder fehlende psychologische Sicherheit?

Wenn Sie schnell reagieren, gewinnen Sie drei Dinge: Sie erkennen Probleme früher, Sie verbessern die Qualität von Karrieregesprächen, und Sie priorisieren Framework-Fixes auf Basis von Evidenz statt Bauchgefühl. Wählen Sie als nächsten Schritt einen Blueprint (Baseline, Annual, Pulse), laden Sie die ausgewählten Items in Ihr Survey-Tool und benennen Sie Owner für die Top-3 Maßnahmen vor dem Launch. Veröffentlichen Sie Ergebnisse und Entscheidungen innerhalb von 30 Tagen – sonst verlieren Sie genau das Vertrauen, das Sie messen wollten.

FAQ

Wie oft sollte ich diese career framework survey questions durchführen?

Planen Sie 1× pro Jahr einen Health Check für Mitarbeitende (18–22 Items), um Klarheit und Fairness als Trend zu sehen. Ergänzen Sie kurze Pulses (10–12 Items) 2–6 Wochen nach größeren Änderungen wie Neueinstufung oder einer neuen Ladder-Version. Wenn Sie 2 Beförderungszyklen pro Jahr haben, lohnt sich ein kleiner Post-Cycle-Pulse, solange Erinnerungen frisch sind.

Was tun, wenn Scores sehr niedrig sind (z. B. Ø <3,0)?

Diskutieren Sie nicht wochenlang über den Score. Identifizieren Sie zuerst die Dimension: Klarheit, Fairness, Manager-Support, Mobilität oder Vertrauen. Entscheiden Sie dann 1–2 Korrekturmaßnahmen pro „roter“ Dimension und veröffentlichen Sie Owner und Frist innerhalb von 30 Tagen. Wenn psychologische Sicherheit betroffen ist (E37–E42), reagieren Sie innerhalb von ≤7 Tagen mit Listening Sessions und klaren Vertraulichkeitsregeln.

Wie gehe ich mit kritischen Freitext-Kommentaren um, ohne zu überreagieren?

Clustern Sie Kommentare in Themen und prüfen Sie dann, ob das Thema zu niedrigen Items passt. Nutzen Sie Freitext als Erklärung, nicht als alleinige Entscheidungsbasis. Entfernen Sie identifizierende Details, bevor Sie Zitate teilen. Wenn Sie konkrete Vorwürfe unfairer Behandlung sehen, routen Sie das in einen separaten HRBP-Prozess. Halten Sie den Survey-Loop auf System-Fixes fokussiert.

Wie binde ich Führungskräfte ein, ohne dass es wie „HR-Policing“ wirkt?

Geben Sie Führungskräften eine klare, begrenzte Rolle: Ergebnisse im Team erklären, kleine Verbesserungen auswählen und den Karriererahmen in 1:1s nutzen. Liefern Sie Gesprächsleitfäden und Templates, damit nicht jede Führungskraft eigene Definitionen erfindet. Machen Sie es einfach, das Richtige zu tun: Prompts in 1:1- und Review-Workflows und ein simples Adoption-Signal wie „Level-Erwartungen diesen Monat besprochen“.

Wie aktualisiere ich den Fragenkatalog über die Zeit?

Reviewen Sie das Set 1× pro Jahr, nachdem Sie die wichtigsten Follow-ups geliefert haben. Entfernen Sie Items mit dauerhaft sehr hohen Scores (z. B. ≥4,3), damit die Umfrage kurz bleibt. Ergänzen Sie Items dort, wo sich Ihr Framework verändert (neues Skill-Modell, neuer Mobilitätsprozess). Halten Sie Ihre Dimensionen stabil, damit Trends vergleichbar bleiben und nicht jede Änderung die Zeitreihe zerstört.

Jürgen Ulbrich

CEO & Co-Founder of Sprad

Jürgen Ulbrich has more than a decade of experience in developing and leading high-performing teams and companies. As an expert in employee referral programs as well as feedback and performance processes, Jürgen has helped over 100 organizations optimize their talent acquisition and development strategies.

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Mitarbeiterengagement-Umfrage zur Identifizierung der Motivation und Zufriedenheit
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Mitarbeiterengagement & Mitarbeiterbindung
Mitarbeiterengagement-Umfrage zur Identifizierung der Motivation und Zufriedenheit

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