KI-CV-Screening binden Sie über die Schnittstelle Ihres ATS an, ersetzen müssen Sie dafür nichts: Das ATS bleibt Ihr führendes System, die Vorauswahl liest die Bewerbungen und liefert eine sortierte Shortlist mit Begründung. Sprad ist bereits an Ashby, d.vinci und Personio angebunden; jedes weitere System mit API, etwa Greenhouse, Workday, SAP SuccessFactors, Lever oder SmartRecruiters, lässt sich über seine Schnittstelle anbinden, der Umfang wird je System geklärt. Wichtiger als die Technik ist eine Regel: Niemand wird automatisch abgelehnt, jede Absage wartet auf Freigabe durch jemanden aus Ihrem Team (Stand 5. November 2026).
Wie sich KI-Vorauswahl an ein ATS anbindet
Es gibt drei übliche Wege. Erstens die direkte Anbindung über die API des ATS: Das Screening liest neue Bewerbungen und Lebensläufe, bewertet sie gegen die Anforderungen der Stelle und gibt das Ergebnis zurück. Zweitens Export und Import (CSV oder ATS-Export), geeignet für einen ersten Test, aber manuell. Drittens eine Middleware, die viele Systeme auf einmal bedient: schneller Start, aber ein weiterer Auftragsverarbeiter in Ihrem Datenfluss.
Egal welcher Weg: Vor dem ersten bewerteten Lebenslauf muss klar sein, welche Daten das ATS verlassen und welche nicht, wer was lesen und schreiben darf, wo Recruiter die Ergebnisse sehen und wie Daten wieder gelöscht werden. Der Abschnitt „Fragen an Ihr ATS-Team“ macht daraus eine Checkliste.
Was Ihr ATS selbst anbietet und wo Sprad steht
Die Tabelle trennt zwei Dinge, die gern vermischt werden: Was das System selbst an Schnittstelle bietet (laut Entwicklerdokumentation des Herstellers, Stand 5. November 2026) und ob Sprad schon angebunden ist. „Nicht dokumentiert“ heißt: Wir haben nichts Belastbares gefunden, nicht, dass es die Funktion nicht gibt.
| System | Schnittstelle des Systems | Stand bei Sprad | Typischer Weg |
|---|---|---|---|
| Ashby | REST-artige API, API-Schlüssel mit Rechten je Modul; Webhooks | Angebunden | API |
| d.vinci | Aktuelle öffentliche Doku nicht gefunden; ältere Unterlagen beschreiben REST-Schnittstellen für Stellen, Bewerbungen und Anhänge | Angebunden | API, Umfang mit dem Kunden abgestimmt |
| Personio | REST-API v1/v2; Recruiting-Daten in v2 lesbar; Webhooks derzeit nur für Personen | Angebunden | API |
| Greenhouse | Harvest-API (REST); Webhooks; Harvest v1/v2 sollte laut Hersteller am 31. August 2026 abgeschaltet werden, Nachfolger ist v3 | Über die API anbindbar | API, Webhook |
| Lever | Data API (REST); Webhooks für Phasenwechsel und neue Bewerbungen; OAuth-Apps nur über das Partnerprogramm | Über die API anbindbar | API, Webhook |
| SmartRecruiters | Customer API; Webhook-Subscription-API; API-Schlüssel oder OAuth 2.0 | Über die API anbindbar | API, Webhook |
| Workday Recruiting | SOAP-Webservices; OAuth 2.0 über API-Client; Webhooks nicht dokumentiert | Anbindbar, als Projekt | API mit Mandanten-Admin |
| SAP SuccessFactors | OData-API für Kandidaten und Bewerbungen; rollenbasierte Berechtigungen | Anbindbar, als Projekt | API |
| softgarden | Keine allgemeine Kunden-API für Bewerberdaten dokumentiert; nur Frontend-, Apply- und Assessment-API | Im Gespräch klären | Export/Import oder Partnerweg |
| Teamtailor | REST (JSON:API); Webhooks für Kandidaten und Bewerbungen | Über die API anbindbar | API, Webhook |
Weitere Systeme, die auf der Sprad-Website als Anbindungsziele genannt werden, darunter iCIMS, JOIN, rexx, onlyfy und concludis, lassen sich über die Schnittstelle des Systems anbinden; den Umfang je System klären wir im Gespräch. Wir behaupten nicht, dass eine bestimmte Funktion in einem nicht oben als angebunden genannten System nativ läuft. Dazu bietet Sprad eine offene API und Webhooks, einen MCP-Connector für Claude und ChatGPT sowie kostenlose Berichte und Exporte.
Was ins ATS zurückkommen muss, ist ein eigenes Thema: Bewertung, Begründung, Status und wer entschieden hat. Das Minimum beschreiben wir in Was Screening-Ergebnisse im ATS festhalten müssen.
Sprad im ATS: was das Screening leistet
Das KI-CV-Screening von Sprad bewertet jede Bewerbung gegen die Anforderungen der Stelle und gibt Recruitern eine sortierte Liste mit kurzer Begründung je Kandidat. Kandidaten wählen ihren Interview-Termin selbst im Portal. CV-Screening, Chat-Interviews und Kandidatenportal kosten zusammen 0,49 € pro Bewerbung (Stand 29. Oktober 2026). Voice-Interviews für jede fünfte Bewerbung kosten 0,20 € je Bewerbung zusätzlich, Video für jede zehnte 0,60 €. Kandidaten behalten die Hoheit über ihre Daten.
Die Anbindung gehört zur Einrichtung, es entsteht keine zweite Plattform. Die ATS-Anbindung kostet 100 Credits pro Verbindung als Lizenz-Zusatz; in den größeren Plänen (Atlas Base Pro und Max) sind Integrationen und Datenumzug enthalten, bei Atlas Recruiter ab drei Lizenzen baut Sprad die Anbindung. Details stehen auf der Preisseite.
Ein Rechenbeispiel mit unseren Annahmen: 2.500 Bewerbungen im Jahr. Bei 0,49 € sind das 1.225 €. Bekommt jeder fünfte Kandidat zusätzlich ein Voice-Interview, liegt der Schnitt bei 0,69 € je Bewerbung, also 1.725 € im Jahr. Dazu kommen einmalig 100 Credits für die Verbindung, falls Ihr Plan sie nicht enthält. Ihr Volumen, der Anteil an Voice-Interviews und Ihr Plan verändern die Zahlen.
Absagen-Mails aus dem ATS mit KI: wer entscheidet?
Niemand wird automatisch abgelehnt. Die KI kann eine Rangfolge und einen Entwurf vorbereiten, aber jede Absage wartet auf die Freigabe durch jemanden aus Ihrem Team, bevor etwas rausgeht. Das ist eine bewusste Entscheidung und der sicherste Weg, deutsche und europäische Vorgaben einzuhalten.
- Art. 22 DSGVO: Betroffene haben das Recht, nicht einer ausschließlich automatisierten Entscheidung unterworfen zu werden, die ihnen gegenüber erhebliche Wirkung entfaltet; eine Absage kann so eine Entscheidung sein. Eine echte menschliche Prüfung, kein Durchwinken, hält die Entscheidung bei Menschen. Ob ein konkreter Ablauf darunter fällt, prüfen Sie bitte selbst rechtlich. Verordnung (EU) 2016/679.
- AGG: Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet Benachteiligungen bei der Auswahl (§ 1 AGG). Eine nicht erklärbare Absage ist ein Risiko; eine kurze, dokumentierte Begründung je Entscheidung hilft.
- Betriebsrat: Wo es einen gibt, hat er Mitbestimmungsrechte bei technischen Einrichtungen, die Verhalten oder Leistung überwachen können (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG), bei der Planung von Arbeitsverfahren mit solchen Systemen (§ 90 BetrVG) und bei Auswahlrichtlinien (§ 95 BetrVG). Binden Sie ihn vor dem Pilot ein, nicht danach.
In unseren Gesprächen ist der Datenschutz meist ein Prüfpunkt und kein Blocker, sobald Hosting, Speicherdauer, Löschung und Einwilligung konkret beantwortet sind. Die Checkliste unten ist für dieses Gespräch gebaut.
Fragen an Ihr ATS-Team und an jeden Anbieter
- Datenfluss: Welche Felder verlassen das ATS (Lebenslauf, Antworten, Kontaktdaten)? Lässt sich das auf das beschränken, was die Stelle braucht?
- Rechte: Welcher API-Schlüssel oder Nutzer wird verwendet, nur lesend oder auch schreibend? Lässt er sich auf ausgewählte Stellen begrenzen?
- Löschkonzept: Was passiert mit Kandidatendaten im Screening, wenn im ATS eine Bewerbung gelöscht wird oder die Speicherfrist endet?
- Verantwortlicher und Auftragsverarbeiter: Wer ist Verantwortlicher, liegt ein Vertrag nach Art. 28 DSGVO vor? Gibt es Unterauftragsverarbeiter?
- Informationspflichten: Werden Bewerber über den KI-Einsatz informiert (Art. 13/14 DSGVO)?
- Folgenabschätzung: Ist für Ihren Aufbau eine Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO nötig?
- Betriebsrat: Braucht es eine Vereinbarung, und wer bindet das Gremium ein?
- Menschliche Prüfung: Wer gibt Absagen frei, und wird der Grund festgehalten?
- API-Grenzen und Änderungen: Gibt es Aufruflimits, und was passiert, wenn das ATS eine API-Version abschaltet?
EU-KI-Verordnung: was gilt wann
KI-Systeme zur Auswahl und Bewertung von Bewerbern sind nach Anhang III der KI-Verordnung (VO (EU) 2024/1689) Hochrisiko-Systeme. Laut Verordnung (EU) 2026/1744 (Digital Omnibus) gelten die Hochrisiko-Pflichten ab dem 2. Dezember 2027. Die Transparenzregeln nach Art. 50 gelten ab 2. August 2026, die Verbote nach Art. 5 seit dem 2. Februar 2025 (Stand 5. November 2026). Wer menschliche Freigabe und Dokumentation jetzt einbaut, spart sich späteren Umbau.
CV-Parsing oder CV-Screening?
Parsing liest Felder aus einem Lebenslauf: Name, Arbeitgeber, Zeiträume, Kenntnisse. Screening bewertet den Inhalt eines Lebenslaufs gegen die Anforderungen einer Stelle und begründet das Ergebnis. Die meisten ATS parsen bereits; die Lücke ist meist das Matching. Den Unterschied erklären wir ausführlich in Unterschied zwischen CV-Parsing und CV-Screening, Werkzeuge vergleichen wir in CV-Screening-Software.
FAQ
Muss ich mein ATS ersetzen, um KI-Vorauswahl zu nutzen?
Nein. Das ATS bleibt Ihr führendes System. Die Vorauswahl verbindet sich über dessen Schnittstelle und liefert Ergebnisse, die Recruiter im gewohnten Ablauf sehen.
An welche ATS kann Sprad anbinden?
Ashby, d.vinci und Personio sind bereits angebunden. Jedes weitere System mit API lässt sich anbinden, zum Beispiel Greenhouse, Workday, SAP SuccessFactors, Lever oder SmartRecruiters; den Umfang je System klären wir im Gespräch.
Lehnt die KI Kandidaten selbstständig ab?
Nein. Jede Absage wartet auf die Freigabe durch jemanden aus Ihrem Team.
Was kostet die Anbindung?
100 Credits pro Verbindung als Lizenz-Zusatz; enthalten in Atlas Base Pro und Max sowie bei Atlas Recruiter ab drei Lizenzen (Stand 29. Oktober 2026).
Brauchen wir den Betriebsrat?
Wenn es einen gibt, binden Sie ihn früh ein. Mitbestimmung nach §§ 87, 90 und 95 BetrVG kann bei Screening-Systemen greifen.
Ist KI-Vorauswahl nach DSGVO erlaubt?
Ja, mit Rechtsgrundlage, Informationspflichten, Auftragsverarbeitungsvertrag und, wo nötig, Folgenabschätzung. Die menschliche Entscheidung über jede Absage adressiert Art. 22. Das ist keine Rechtsberatung; klären Sie Ihren Aufbau mit Ihrem Datenschutzbeauftragten.
Was gehört ins ATS zurückgeschrieben?
Mindestens Bewertung, kurze Begründung, Status und wer eine Entscheidung freigegeben hat. Siehe unseren Leitfaden.
Unsere Einschätzung
Viele Teams haben ein ATS, das sie mögen, und einen Stapel Lebensläufe, den sie nicht rechtzeitig lesen können. Sprad Screening setzt auf diesem System auf, statt es zu ersetzen: Es bewertet jede Bewerbung gegen die Stelle, lässt Kandidaten ihren Interview-Termin selbst wählen und lässt jede Absage in menschlicher Hand. Das Screening beginnt bei 0,49 € pro Bewerbung, mit einem Gratis-Konto über 100 Credits pro Monat zum Testen an einer echten Stelle. Starten Sie mit einer eigenen offenen Stelle, prüfen Sie die Preise und holen Sie Ihr ATS-Team und den Betriebsrat ins erste Gespräch.

