Betreuungskräfte finden Sie am schnellsten, wenn Sie nicht auf Suchende warten, sondern dort auftreten, wo die Zielgruppe ohnehin täglich ist: mit einer Anzeige im Instagram- oder Facebook-Feed, einer Bewerbung per WhatsApp ohne Lebenslauf und einer kurzen Vorqualifizierung, bevor Ihr Team Zeit investiert. Dieser Ratgeber richtet sich an Arbeitgeber, also an Pflegeheime, ambulante Dienste und Betreuungsangebote, nicht an Familien, die eine private Betreuung suchen. Er zeigt die Lage in Zahlen, den Aufbau einer Anzeige, fünf Fragen für die Vorqualifizierung, ein Budget-Beispiel und Ansatzpunkte nach Region.
Die Lage: viele Stellen, kleiner Bewerberkreis
Betreuungskräfte nach § 43b und § 53b SGB XI sind keine Pflegefachkräfte. Sie begleiten pflegebedürftige Menschen im Alltag, hören zu, gehen spazieren und gestalten den Tag. Der Gesetzgeber hat dafür bundesweit mehr als 50.000 zusätzliche Stellen in Pflegeheimen vorgesehen (Bundesgesundheitsministerium). Der Einstieg ist für Quereinsteiger offen, vorausgesetzt wird eine Qualifizierung nach § 53b SGB XI, die Sie auch berufsbegleitend ermöglichen können.
Für Ihre Suche zählt, wo die Menschen heute sind. Nach der Blickpunkt-Auswertung der Bundesagentur für Arbeit (BA) zur Pflege sucht mehr als die Hälfte der arbeitslosen Pflegekräfte eine Helfertätigkeit, während 96 % der gemeldeten Pflegestellen Fachkräfte oder Assistenz verlangen. Betreuungsstellen liegen genau in dieser Lücke: Sie sind für viele erreichbar, die nie in eine Stellenbörse schauen, weil sie sich gar nicht als Pflegekraft sehen.

Wo Ihre Zielgruppe ist
Viele Betreuungskräfte arbeiten in Teilzeit, kommen aus anderen Berufen (Handel, Gastro, Familienphase) oder suchen einen sinnvollen Nebenjob. Drei Wege funktionieren besser als die klassische Stellenanzeige:
- Feed-Anzeigen auf Instagram und Facebook. Sie erreichen Menschen, die nicht aktiv suchen, aber auf ein Angebot mit passenden Zeiten reagieren. Meta führt Stellenanzeigen als eigene Werbekategorie „Beschäftigung“ mit eingeschränkten Zielgruppenoptionen. Prüfen Sie vor dem Start die aktuellen Regeln im Meta-Hilfecenter und planen Sie nicht mit Targeting nach Alter, Geschlecht oder Postleitzahl.
- WhatsApp statt Formular. Eine Antwort in zwei Minuten schlägt ein Portal mit 20 Pflichtfeldern. Mehr dazu in Frontline-Recruiting per Telefon und WhatsApp und zur rechtlichen Seite in Kandidaten per WhatsApp kontaktieren.
- Empfehlungen Ihres Teams. Sie bleiben die vertrauenswürdigste Quelle. Eine Anzeige verstärkt sie, wenn der Empfehlungslink in derselben Nachricht im Teamchat steht.
Die Anzeige: ein Beispiel für eine Betreuungskraft
Eine gute Anzeige beantwortet in drei Sekunden: Was, wo, wann, wie viel. Verzichten Sie auf Floskeln wie „erfüllende Tätigkeit“ und werden Sie konkret. Als Vorlage für ein Pflegeheim:
Betreuungskraft (m/w/d) nach § 53b SGB XI, 20 Stunden, Wohnbereich Süd
Feste Vormittage, kein Wochenende, keine Nachtschicht. Qualifizierung wird bei uns bezahlt, Quereinstieg ausdrücklich willkommen. Vergütung ab [Betrag] € pro Stunde. Kleines Team, feste Ansprechperson. Bewerben Sie sich in 60 Sekunden per WhatsApp, ohne Lebenslauf.
Das Muster: eine Zeile zur Rolle, eine zu den Zeiten, eine zum Geld, eine zum Team, eine zur Bewerbung. Ein echtes Foto Ihres Teams schlägt Stockbilder. Wer Quereinsteiger sucht, sollte „ohne Vorkenntnisse“ nicht verstecken, sondern in die erste Zeile setzen. Der Qualifizierungskurs wird zum Argument, wenn Sie ihn bezahlen.
Fünf Vorqualifizierungs-Fragen, bevor ein Mensch Zeit investiert
Die meisten Bewerber passen, einige eindeutig nicht. Fünf kurze Fragen sortieren sie ohne Telefonat. Ein KI-Talent-Agent kann sie per WhatsApp, Telefon oder Web zu jeder Uhrzeit stellen, sodass auch die Bewerbung um 22 Uhr eine Antwort um 22 Uhr bekommt.

Legen Sie die Mindestantworten vorher fest, etwa „keine Wochenenden möglich“ als Ausschluss oder „Qualifizierung nötig“ als Hinweis. So zeigt schon die erste Antwort, wer heute an die Einrichtungsleitung geht und wer für später im Pool bleibt. Führungszeugnis und Nachweise folgen nach diesem Schritt, nicht davor.
Sprad Social Recruiting für Betreuungskräfte
Sprad Social Recruiting schaltet Stellenanzeigen auf Instagram und Facebook, genau dort, wo Betreuungs- und Pflegekräfte jeden Tag sind. Der KI-Talent-Agent qualifiziert jede Bewerbung per WhatsApp, Telefon oder Web vor. Alle Bewerber landen im eigenen Talent Pool. Bei Betreuungskräften ist das der Kern: Wer erst in zwei Monaten anfangen kann, bleibt in Ihrem Pool, statt auf einer Plattform zu verschwinden. Weitere Anwendungsfälle finden Sie auf der Healthcare-Seite.
Budget-Beispiel
Sprad rechnet das Werbebudget plus 10 % ab, ab 1.000 € Budget, auf mehrere Stellen verteilbar, empfohlen sind drei Monate. Die Zahlen sind reine Arithmetik, kein Bewerberversprechen:
| Beispiel | Werbebudget (3 Monate) | 10 % Aufschlag | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Kleiner Pflegedienst, 1 Betreuungsstelle | 1.000 € | 100 € | 1.100 € |
| Pflegeheim, 3 Stellen (Vormittag, Nachmittag, Wochenende) | 3.000 € | 300 € | 3.300 € |
| Träger mit 3 Häusern, 5 Stellen | 6.000 € | 600 € | 6.600 € |
Wie viele Bewerbungen dabei entstehen, hängt von Region, Anzeige und Rolle ab. Zur Orientierung aus den USA: Der Boostpoint-Benchmark 2026 nennt für Betreuungs-Kampagnen auf Facebook und Instagram einen Median von 3,76 $ je Bewerbung, mit 31 % Abschlussquote. Das gilt für den US-Markt und ist keine Prognose für Deutschland. Rechnen Sie mit Ihrer eigenen Zahl: Budget geteilt durch Kosten je qualifizierter Bewerbung ergibt die erwartbaren Gespräche. Der Budget-Planer auf der Produktseite liefert einen Richtwert, nie eine Garantie.
Regionen: was Sie anpassen sollten
Betreuung ist lokal, und der Arbeitsweg entscheidet. Schalten Sie Anzeigen im Umkreis der Einrichtung und passen Sie die Botschaft an:
- Berlin: viele Träger konkurrieren um dieselben Menschen, feste Zeiten sind der klarste Vorteil.
- Hamburg: Vormittagsstellen sprechen Menschen in der Familienphase an, die Kinderbetreuung mitdenken.
- München: hohe Mieten, deshalb sind Nebenjobs mit kurzem Arbeitsweg besonders gefragt.
- Wien: in Österreich heißt die Rolle meist Pflegeassistenz oder Heimhilfe, passen Sie den Begriff in der Anzeige an.
- Zürich: hohe Löhne im Umfeld, nennen Sie die Vergütung offen und früh.
Das sind Ansatzpunkte, keine Messwerte. Ihre Kampagne zeigt, welche Botschaft trägt.
Typische Fehler
- Einen Lebenslauf verlangen, den die Stelle nicht braucht.
- Das Gehalt aus der Anzeige weglassen.
- Erst nach zwei Tagen antworten. Wer am Dienstag schreibt, hat oft am Donnerstag woanders zugesagt.
- Eine Kampagne nach einer Woche bewerten. Drei Monate sind empfohlen, weil die Besetzung selten auf einmal gelingt.
FAQ
Wie finde ich schnell Betreuungskräfte?
Schalten Sie eine Feed-Anzeige auf Instagram und Facebook, die Zeiten, Vergütung und Qualifizierung nennt, nehmen Sie Bewerbungen per WhatsApp ohne Lebenslauf an und antworten Sie am selben Tag.
Brauchen Betreuungskräfte eine Ausbildung?
Nach § 53b SGB XI ist eine Qualifizierung nötig, keine dreijährige Ausbildung. Quereinsteiger sind möglich. Wenn Sie die Qualifizierung bezahlen oder ermöglichen, vergrößert das Ihren Bewerberkreis deutlich.
Was kostet Social Recruiting für Betreuungskräfte?
Mit Sprad zahlen Sie Werbebudget plus 10 %, ab 1.000 €, verteilbar auf mehrere Stellen. Zu klassischen Jobbörsen siehe StepStone Kosten und Preise.
Wie qualifiziere ich Bewerber vor, ohne zu telefonieren?
Mit fünf kurzen Fragen per WhatsApp oder Web: Zeiten, Anfahrt, Erfahrung und Qualifizierung, Einsatzsituationen, Start. Legen Sie Mindestantworten vor der Kampagne fest.
Darf ich Bewerber per WhatsApp anschreiben?
Wer sich nach Ihrer Anzeige selbst meldet, hat den Kontakt hergestellt. Für die aktive Ansprache gelten engere Regeln, die der verlinkte Beitrag erklärt. Das ist keine Rechtsberatung.
Sprad Social Recruiting in Kürze
Sprad Social Recruiting schaltet Stellenanzeigen auf Instagram und Facebook, genau dort, wo Pflegekräfte, Handwerker, Fahrer und andere gewerbliche Fachkräfte jeden Tag sind. Ein KI-Talent-Agent qualifiziert jede Bewerbung per WhatsApp, Telefon oder Web vor. Alle Bewerber landen im eigenen Talent Pool des Arbeitgebers, also bleiben die Kontakte beim Kunden statt bei einer Plattform. Abgerechnet wird das Werbebudget plus 10 %, ab 1.000 € Budget, das sich auf mehrere Stellen verteilen lässt. So funktioniert Sprad Social Recruiting.

