Fachkräfte finden Sie bei knappen Berufen 2026 vor allem, indem Sie die erreichen, die zufrieden angestellt sind und nicht aktiv suchen: mit einer Anzeige auf Instagram und Facebook, die Gehalt und Entwicklung nennt, und einer schnellen Vorprüfung per WhatsApp. Die Lage hat sich leicht entspannt, bleibt aber angespannt: Nach dem KOFA waren 2025 rechnerisch 369.516 offene Stellen nicht besetzbar, 24,1 % weniger als 2024, davon über 225.000 für Fachkräfte mit abgeschlossener Ausbildung. Stand: Oktober 2026.
Wie groß ist die Fachkräftelücke 2026?
Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) beziffert die Fachkräftelücke 2025 auf 369.516 rechnerisch nicht besetzbare offene Stellen (KOFA Kompakt 03/2026, März 2026). Über 225.000 davon betreffen Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung, bei Experten ging die Lücke um 31,9 % auf 68.883 zurück. Auf allen Anforderungsniveaus ist sie kleiner geworden, der Jahresrückblick des KOFA steht unter dem Titel „Schwacher Arbeitsmarkt 2025“.

Die Bundesagentur für Arbeit zählt in der Fachkräfteengpassanalyse 2025 157 Engpassberufe (2024: 163, 2023: 183). Die meisten liegen auf dem Niveau „Fachkraft“, also bei Berufen mit abgeschlossener Ausbildung. Engpässe gibt es vor allem in Pflege- und medizinischen Berufen sowie in Bau und Handwerk, dazu bei Köchen, Berufskraftfahrern und Erziehern. Aus der Liste gefallen sind unter anderem Metallbearbeitung und Softwareentwicklung. Im Handwerk blieben 2025 knapp 100.000 Stellen rechnerisch unbesetzt, 59 von 115 Handwerksberufen haben einen Engpass (KOFA).
Fachkraft, Spezialist, Experte: was die Zahlen meinen
Die Bundesagentur unterscheidet vier Anforderungsniveaus. Das hilft bei der Frage, wer Ihre Zielgruppe überhaupt ist:
| Niveau | Typischer Abschluss | Beispiel | Der beste Weg |
|---|---|---|---|
| Helfer | keine formale Ausbildung nötig | Lagerhelfer, Reinigungskraft | Anzeige im Feed, schnelle Antwort |
| Fachkraft | abgeschlossene Berufsausbildung | Elektriker, Pflegefachkraft, Koch | Anzeige mit Gehalt, Vorprüfung, Empfehlungen |
| Spezialist | Meister, Techniker, Bachelor | Bauleiter, Techniker | Direktansprache plus Anzeige |
| Experte | Hochschulabschluss (Master) | Ingenieur, Ärztin | Active Sourcing, Netzwerke |
Dieser Beitrag behandelt vor allem die Mitte: Fachkräfte mit Berufsausbildung und Spezialisten in praktischen Berufen. Für Direktansprache bei Experten lesen Sie unseren Überblick zu People Search.
Wo sind Fachkräfte in knappen Berufen erreichbar?
Ein Elektriker oder eine Pflegefachkraft, die gerade angestellt ist, öffnet keine Jobbörse. Sie schaut abends aufs Handy, in Instagram und Facebook. Das heißt für Ihre Suche:
- Der Markt ist verteilt, nicht leer: Nach der Bundesagentur entfällt knapp die Hälfte der gemeldeten Stellen auf Engpassberufe, aber nur etwa ein Viertel der arbeitslosen Fachkräfte sucht dort (Pressemitteilung zur Engpassanalyse 2024). Wechselbereite Angestellte erreichen Sie nur über Reichweite, nicht über eine Jobbörse.
- Gehalt schlägt Employer Branding: Fachkräfte vergleichen, bevor sie schreiben. Eine Spanne in der Anzeige spart Absagen.
- Ausbildung und Quereinstieg: Wo es keine Fachkräfte am Markt gibt, bilden Sie aus oder qualifizieren Quereinsteiger. KOFA empfiehlt Betrieben, digitale Kanäle zu nutzen und Gruppen wie Berufswechsler anzusprechen.
- Empfehlung bleibt stark: Mitarbeiter kennen Kollegen aus der Branche. Mehr dazu im Beitrag Mitarbeiter finden: 12 Wege.
Die Werbekategorie „Beschäftigung“ von Meta schränkt das Targeting ein: Alter, Geschlecht und Postleitzahl sind nicht wählbar, der Ort nur als Radius (ab etwa 25 Kilometern). Prüfen Sie den aktuellen Stand im Ads Manager. Für Handwerksberufe finden Sie Beispiele im Beitrag Mitarbeiter im Handwerk finden.
Beispielanzeige für eine knappe Fachkraft
Das ist ein erfundenes Muster, damit Sie den Aufbau sehen. Gehalt, Standort und Leistungen ersetzen Sie durch Ihre echten Werte:
Elektroniker für Betriebstechnik (m/w/d), Raum Nürnberg
3.800 bis 4.300 € brutto je nach Erfahrung, unbefristet, 4-Tage-Woche möglich, Weiterbildung zum Meister wird bezahlt. Antworten Sie per WhatsApp auf fünf kurze Fragen, wir rufen noch am selben Tag zurück.
Das Muster nennt eine Gehaltsspanne, eine konkrete Entwicklung und einen kleinen Bewerbungsweg. Bei knappen Berufen gewinnt, wer zuerst antwortet und offen über Geld spricht.
Vorqualifizierung: fünf Fragen vor dem ersten Gespräch
Bei Fachkräften entscheidet der Nachweis, ob jemand wirklich passt, und Ihre Fachabteilung hat wenig Zeit. Ein KI-Talent-Agent fragt die Muss-Kriterien rund um die Uhr per WhatsApp, Telefon oder Web ab, damit Ihr Team nur mit Bewerbern spricht, die passen:

- Abschluss: welche Ausbildung oder Weiterbildung, welcher Nachweis?
- Erfahrung: wie viele Jahre im Beruf, in welchem Bereich?
- Wechselgrund: was wäre für Sie ein Grund zu wechseln?
- Gehalt: Gehaltsvorstellung und gewünschtes Pensum.
- Start: ab wann, mit welcher Kündigungsfrist?
Die Frage nach dem Wechselgrund ist die wertvollste: Sie zeigt, ob Sie etwas bieten können, das der aktuelle Arbeitgeber nicht bietet. Mehr zum Prinzip im Beitrag Screening gewerblicher Bewerber.
Budget-Beispiel: was kostet es, Fachkräfte zu gewinnen?
Social Recruiting rechnet Reichweite ab, nicht die Einstellung. Die Rechnung zeigt Größenordnungen, sie ist weder Prognose noch Bewerbergarantie.
| Modell | Rechnung | Kosten |
|---|---|---|
| Werbebudget plus 10 % (Sprad), 1 Stelle | 1.000 € Budget über 3 Monate | 1.100 € gesamt |
| Werbebudget plus 10 %, 3 Stellen | 3.000 € Budget, verteilbar | 3.300 € gesamt |
| Social-Agentur mit Pauschale | laut Anbieter 5.000 € je Position | 5.000 € je Stelle |
| Provisionsmodell | 14 bis 22 % des Jahresgehalts, Annahme 45.000 € | 6.300 bis 9.900 € je Einstellung |
Bei knappen Berufen planen Sie eher mehr Laufzeit als mehr Tagesbudget, denn die Zielgruppe ist klein. Sprad empfiehlt drei Monate. Zur Orientierung: Der Boostpoint Benchmark 2026 nennt für die USA einen Median von 13,88 $ je Bewerbung (891 Kampagnen), das sind rund 70 Bewerbungen je 1.000 $. Für gesuchte Fachberufe in Deutschland kann der Wert abweichen. Preise von Agenturen und Provisionsmodellen stammen von den Anbietern, Stand Oktober 2026.
Typische Fehler bei der Fachkräftesuche
- Gehalt verschweigen: Fachkräfte schreiben nicht, wenn sie nicht wissen, ob sich der Wechsel lohnt.
- Zu langer Prozess: Wer drei Wochen für eine Antwort braucht, verliert zum Wettbewerber.
- Nur auf Aktivsuchende hoffen: Die Gesuchten sind meist in Anstellung.
- Kontakt verlieren: Wer heute nicht wechselt, tut es vielleicht im nächsten Jahr. Ein eigener Pool hält den Kontakt.
Vier Regionen, vier Ansätze
- München und Umland: hohe Lebenshaltungskosten, Zuschlag oder Wohnungsangebot sind ein Argument.
- Rhein-Ruhr: viele Betriebe, kurze Wege, Wechsel ohne Umzug möglich.
- Nürnberg und Franken: starker Mittelstand und Technik, Weiterbildung wirkt.
- Ostdeutsche Länder: oft weniger Wettbewerber, aber auch kleinere Pools. Reichweite über Radius planen.
Die Regionen sind Beispiele, keine Messwerte. Nennen Sie in der Anzeige Standort und Entwicklung, nicht nur die Stadt.
Fachkräfte gewinnen mit Sprad
Sprad Social Recruiting schaltet Stellenanzeigen auf Instagram und Facebook, genau dort, wo Pflegekräfte, Handwerker, Fahrer und andere gewerbliche Fachkräfte jeden Tag sind. Ein KI-Talent-Agent qualifiziert jede Bewerbung per WhatsApp, Telefon oder Web vor. Alle Bewerber landen im eigenen Talent Pool des Arbeitgebers, also bleiben die Kontakte bei Ihnen statt bei einer Plattform. Abgerechnet wird das Werbebudget plus 10 %, ab 1.000 € Budget, das sich auf mehrere Stellen verteilen lässt, empfohlen sind drei Monate.
Mehr zum Produkt auf der Seite Sprad Social Recruiting. Den Aufbau des Pools erklärt Talent Base, Pflegeberufe behandelt die Seite Healthcare.
Häufige Fragen
Wie finde ich Fachkräfte?
Mit Anzeigen auf Instagram und Facebook, die Gehalt und Entwicklung nennen, einer schnellen Vorprüfung per WhatsApp, Mitarbeiterempfehlungen und, wo es keine Fachkräfte am Markt gibt, mit Ausbildung und Quereinstieg.
Wie groß ist der Fachkräftemangel in Deutschland?
Laut KOFA waren 2025 rechnerisch 369.516 offene Stellen nicht besetzbar (minus 24,1 % zu 2024), über 225.000 davon für Fachkräfte mit Ausbildung. Die Bundesagentur zählt 157 Engpassberufe.
In welchen Berufen fehlen Fachkräfte am stärksten?
Nach der Bundesagentur in Pflege und Medizin, Bau und Handwerk sowie bei Köchen, Berufskraftfahrern und Erziehern. Im Handwerk haben 59 von 115 Berufen einen Engpass (KOFA).
Was kostet es, Fachkräfte zu finden?
Bei Werbebudget plus 10 % kostet ein Budget von 1.000 € insgesamt 1.100 €. Agenturen nennen laut Anbieter 5.000 € je Position, Provisionsmodelle 14 bis 22 % des Jahresgehalts.
Was tun, wenn keine Fachkräfte am Markt sind?
Bilden Sie selbst aus, qualifizieren Sie Quereinsteiger und halten Sie Kontakt zu Bewerbern, die jetzt nicht passen. Ein eigener Talent Pool spart bei der nächsten Stelle die Reichweite.
Darf ich Bewerber per WhatsApp kontaktieren?
Ja, wenn der Bewerber dem Kontaktweg zugestimmt hat, etwa durch den Klick auf „Jetzt bewerben“ mit Hinweis. Details im Beitrag zur Kontaktaufnahme per WhatsApp. Das ist keine Rechtsberatung.

