Eine InMail im LinkedIn Recruiter erreicht Personen außerhalb Ihres Netzwerks ohne vorherige Verbindung. Bei Recruiter Lite nennt das LinkedIn-Hilfe-Center 30 InMail-Credits pro Monat bei maximal 120 im Bestand; bei Recruiter Corporate ist das Kontingent Vertragssache und nicht veröffentlicht. Ein Credit wird zurückgegeben, wenn die Person innerhalb von 90 Tagen annimmt, ablehnt oder antwortet; nur unbeantwortete InMails kosten Sie das volle Credit.
Wie viele InMails hat man mit LinkedIn Recruiter?
Das Kontingent hängt am einzelnen Sitzplatz, nicht am Team: Es lässt sich nicht mit Kollegen teilen und wandert bei einem Lizenzwechsel nicht mit. Laut LinkedIn-Hilfe-Center (geprüft im Oktober 2026) bekommt Recruiter Lite 30 Credits pro Monat, ungenutzte Credits sammeln sich bis 120 an. Zum Vergleich nennt dieselbe Seite Premium Career mit 5 pro Monat (Maximum 15), Premium Business mit 15 (Maximum 45) und Sales Navigator Core mit 50 (Maximum 150).
| Plan | InMail-Credits pro Monat | Maximaler Bestand | Quelle und Vorbehalt |
|---|---|---|---|
| Recruiter Lite | 30 | 120 | LinkedIn-Hilfe-Center, Okt. 2026 |
| Recruiter Corporate | Vertraglich festgelegt | Vertraglich festgelegt | Von LinkedIn nicht genannt; Drittanbieter-Ratgeber nennen oft rund 150 pro Monat, unbestätigt |
| Premium Business | 15 | 45 | LinkedIn-Hilfe-Center, Okt. 2026 |
| Sales Navigator Core | 50 | 150 | LinkedIn-Hilfe-Center, Okt. 2026 |
Recruiter Lite kostet nach öffentlicher Preisrecherche eines Drittanbieters, geprüft im August 2026, rund 1.680 US-Dollar pro Sitzplatz und Jahr; LinkedIn veröffentlicht diesen Preis nicht. Recruiter Corporate hat keinen Listenpreis, bei Verlängerungen wurden etwa 835 bis 1.080 US-Dollar pro Lizenz und Monat berichtet. Eine Gegenüberstellung beider Stufen finden Sie im Vergleich von Recruiter Lite und Recruiter Corporate.
So funktioniert die Gutschrift-Regel
Laut LinkedIn-Hilfe-Center wird jede InMail zurückgegeben, die innerhalb von 90 Tagen nach dem Senden angenommen, abgelehnt oder direkt beantwortet wird. Eine ausstehende Nachricht zählt weder als angenommen noch als abgelehnt, Schnellantworten gelten als Antwort. Eine InMail, die irgendeine Reaktion auslöst, auch eine höfliche Absage, ist damit kostenlos; eine, die 90 Tage schweigt, verbraucht ein volles Credit.
Zwei Folgen für die Praxis: Erstens ist eine zweite InMail an dieselbe Person erst möglich, wenn die erste beantwortet wurde; die Nachfassung muss also über einen anderen Kanal laufen. Zweitens kommt die Gutschrift mit bis zu 90 Tagen Verzögerung, der tatsächliche Bestand ist in den ersten Monaten deshalb schwerer zu lesen.
Was kostet eine InMail wirklich? Ein Rechenbeispiel
Entscheidend sind die Kosten je Antwort, nicht je Nachricht. Die Rechnung nutzt den Lite-Sitzplatzpreis (rund 1.680 US-Dollar im Jahr, also 140 im Monat) und die 30 Monatscredits. Die Antwortquoten sind Annahmen, keine Messwerte. Weil jede Antwort ihr Credit zurückbringt, entsprechen die netto verbrauchten Credits den gesendeten InMails mal (1 minus Antwortquote). Setzen Sie genau 30 Credits netto pro Monat ein, können Sie 30 geteilt durch (1 minus Antwortquote) InMails senden.
Bei 20 Prozent Antwortquote sind das 37,5 InMails und 7,5 Antworten im Monat; eine Antwort kostet dann 140 geteilt durch 7,5, also rund 18,70 US-Dollar. Bei 10 Prozent senden Sie etwa 33 InMails, erhalten 3,3 Antworten, und jede kostet rund 42 US-Dollar; bei 30 Prozent sind es etwa 43 InMails, 12,9 Antworten und rund 10,90 US-Dollar je Antwort.

Verdreifacht sich die Antwortquote, sinken die Kosten je Antwort um fast 75 Prozent. Das schafft keine Verhandlung über mehr Guthaben. Nachrichtenqualität und Zielauswahl sind deshalb der eigentliche Hebel. Wie sich Sitzplatz- und Credit-Kosten in ein größeres ROI-Bild einfügen, beschreibt der Beitrag Preise, Sitzplätze und Credits bei KI-Sourcing-Tools.
Schritt für Schritt: mehr Antworten mit denselben Credits
- Bestand prüfen. Sehen Sie im Recruiter-Konto nach, wie viele Credits Sie haben und wo Ihr Maximum liegt; die Gutschriften erscheinen dort.
- InMails nur für starke Treffer. Ein schwacher Treffer kostet ein volles Credit und antwortet selten. Sortieren Sie Ihre Liste und schreiben Sie die Spitze an.
- Mit dem Grund für diese Person beginnen. Ein konkreter Satz zu ihrer Arbeit, dann die Rolle, dann ein einfacher nächster Schritt.
- Kurz halten. Wenige Zeilen, die sich am Handy lesen lassen, schlagen eine komplette Stellenbeschreibung.
- Nachfassen außerhalb von InMail. Da eine zweite InMail gesperrt ist, bis die erste beantwortet wurde, nutzen Sie dafür Kontaktanfrage oder E-Mail, wo zulässig.
- Monatlich auswerten. Zählen Sie gesendet, beantwortet und netto verbrauchte Credits und rechnen Sie die Kosten je Antwort neu.
Typische Fehler, die Credits verbrennen
- Dieselben knappen Profile anschreiben, die diesen Monat schon mehrere Kolleginnen und Kollegen angeschrieben haben.
- Eine Vorlage für alle Rollen, sodass die Nachricht trotz InMail wie Massenansprache wirkt.
- Den Bestand am Maximum von 120 stehen lassen: Credits oberhalb der Grenze werden nicht mehr gutgeschrieben.
- Gesendete Nachrichten statt Antworten an die Fachabteilung berichten.
Warum das Kontingent bei Engpassrollen zuerst knapp wird
Bei Engpassrollen ist der Pool passender Profile klein, mehrere Recruiter schreiben dieselben Personen an, die Antwortquote fällt und es braucht mehr InMails je Einstellung. Teams, die an diese Grenze stoßen, lösen das selten mit mehr Guthaben im selben Kanal, sondern mit zusätzlichen Kanälen. Welche Quellen jenseits von LinkedIn infrage kommen, beschreibt der Beitrag Sourcing über mehrere Quellen statt nur ein Netzwerk. Im deutschsprachigen Raum gehört XING dazu.
Hier setzt Sprad an: Es verbindet LinkedIn (Kontaktanfrage, Nachricht, InMail) und E-Mail in einem automatisierten Ablauf mit KI-Vorlagen und Follow-ups und hält die gesamte Kommunikation je Talent in einem Postfach. Das System warnt, wenn jemand schon kontaktiert wurde, auch für eine andere Rolle oder durch Kolleginnen und Kollegen, und vermeidet so Doppelansprache. Ihr eigenes InMail-Kontingent lässt sich direkt aus Sprad oder in Sequenzen nutzen; Sprad ergänzt Ihren Recruiter-Sitzplatz also, statt die Credits zu ersetzen.
Eine Faustregel für jedes Sourcing-Tool: Kommen Ergebnisse sofort, ist es fast immer eine (semantische) Keyword-Suche. Atlas lässt die KI jedes Profil einzeln gegen Ihre Anforderungen prüfen, deshalb dauert die tiefe Suche ein paar Minuten, die Quick Search liefert erste Ergebnisse in rund 3 Sekunden. Im Bereich Recruiting des öffentlichen PeopleSearchBench liegt Atlas mit 73,5 von 100 auf Platz 1. PeopleSearchBench (Recruiting), veröffentlicht von Lessie, Oktober 2026. Werte der anderen Systeme wie im Benchmark veröffentlicht; Atlas mit dem offenen Testverfahren des Benchmarks gemessen. (Methodik und Details). Eine Suche deckt LinkedIn, XING, GitHub und Ihren eigenen Talent-Pool ab. Ehrlich zu den Grenzen: Sprad hat keinen SMS-Kanal und keinen KI-Notetaker für Gespräche, und die tiefe Suche dauert länger als eine Keyword-Suche. Der Start ist kostenlos mit 100 Credits im Monat; siehe Personensuche und Preise.
Ein Hinweis zur E-Mail: Artikel 14 der DSGVO verpflichtet Sie, Personen zu informieren, deren Daten Sie nicht bei ihnen erhoben haben, grundsätzlich innerhalb eines Monats. Unerbetene E-Mail-Werbung ist in Deutschland außerdem durch § 7 UWG eingeschränkt; klären Sie die Rechtsgrundlage für den ersten E-Mail-Kontakt deshalb mit Ihrer Datenschutzbeauftragten oder Ihrem Datenschutzbeauftragten.
Was gegen die Regeln verstößt und ein Konto gefährdet
Laut LinkedIn-Hilfe-Center sind Drittanbieter-Programme nicht erlaubt, die Daten abgreifen, die Website verändern oder Aktivitäten automatisieren; genannt werden Bots, Crawler, Browser-Plug-ins und Browser-Erweiterungen. Wer solche Werkzeuge nutzt, riskiert die Einschränkung oder Sperrung des Kontos, und die Werkzeuge können ohne Vorankündigung ausfallen. Wirkt Ihr Kontingent knapp, ist die Lösung keine inoffizielle Erweiterung, sondern eine höhere Antwortquote, zusätzliche reguläre Kanäle und, wo nötig, ein Gespräch mit Ihrem LinkedIn-Account-Team.
Häufige Fragen zum LinkedIn InMail Kontingent
Wie viele InMails pro Monat enthält LinkedIn Recruiter?
Recruiter Lite enthält laut LinkedIn-Hilfe-Center 30 Credits pro Monat. Bei Recruiter Corporate ist das Kontingent vertraglich festgelegt, LinkedIn nennt dafür keine Zahl.
Verfällt ungenutztes InMail-Guthaben?
Nicht sofort: Es sammelt sich bis zu einem Maximum an, bei Recruiter Lite laut Hilfe-Center 120. Kündigen Sie ein Premium-Abo, verfällt dessen Guthaben und wird beim Upgrade nicht übertragen.
Was kostet eine InMail?
Innerhalb eines Sitzplatzes gibt es keinen Preis je Nachricht. Teilt man einen Sitzplatzpreis von rund 1.680 US-Dollar im Jahr durch 360 Credits, sind es etwa 4,70 US-Dollar je genutztem Credit. Aussagekräftiger sind die Kosten je Antwort: rund 18,70 US-Dollar bei angenommenen 20 Prozent Antwortquote.
Bekomme ich das Credit zurück, wenn jemand ablehnt?
Ja. LinkedIn schreibt InMails gut, die innerhalb von 90 Tagen angenommen, abgelehnt oder direkt beantwortet werden.
Kann ich mein InMail-Guthaben mit Kollegen teilen?
Nein. Das Guthaben ist an den einzelnen Sitzplatz gebunden, es gibt keinen gemeinsamen Team-Pool.
Zählt eine automatische Abwesenheitsnotiz als Antwort?
Das Hilfe-Center sagt dazu nichts. Fragen Sie beim LinkedIn-Support oder Ihrem Account-Team nach, bevor Sie darauf planen.
Gibt es ein tägliches InMail-Limit?
Der Hilfe-Artikel zu den Credits nennt kein Tageslimit. Ihre praktische Grenze ist der Credit-Bestand, dazu kommt LinkedIns Erkennung ungewöhnlicher automatisierter Aktivität.
Lohnt sich mehr Guthaben oder eine bessere Ansprache?
Die bessere Ansprache. Mehr Guthaben gibt es nur über den Vertrag und ändert nichts an der Antwortquote; das Rechenbeispiel zeigt, dass eine verdreifachte Antwortquote die Kosten je Antwort um etwa drei Viertel senkt.

