Perbility veröffentlicht für Helix, die eigene HR-Suite, keinen einzigen öffentlichen Preis – weder einen Einstiegspreis noch eine Zahl pro Nutzer. Jede Kalkulation läuft über ein individuelles Angebot, abhängig von Modulkombination und Mitarbeiterzahl der Kundenorganisation (Stand September 2026, laut Perbilitys eigener Produktseite). Für eine Personalberatung kommt ein zweiter Punkt dazu: Helix ist gar nicht für Agentur-Arbeit gebaut, sondern für Unternehmen, die ihre eigenen 200 bis 10.000+ Mitarbeitenden verwalten – „echte Kosten pro Recruiter" gibt es hier schlicht nicht als Kennzahl.
Perbilitys Preismodell: zwei Wege, beide „auf Anfrage"
Auf der eigenen Website nennt Perbility zwei mögliche Abrechnungslogiken für Helix, ohne für eine davon eine Zahl zu zeigen.
| Paket | Preis | Modell |
|---|---|---|
| Modulares Modell | Auf Anfrage | Individuelles Angebot je Modulkombination, abhängig von Unternehmensgröße und Funktionsumfang |
| Lizenzmodell | Auf Anfrage | Pro Benutzer oder pro Funktionsmodul lizenziert |
Beide Wege enden am selben Punkt: Sie sprechen mit dem Vertrieb (0951 408 331 00) oder buchen eine Demo, bevor Sie eine Zahl sehen. Eine öffentliche Preisliste, ein Self-Service-Checkout oder eine frei startbare Testphase nennt Perbility auf der eigenen Seite nirgends – auch das zweite Perbility-Produkt für hohe Bewerbungsvolumen, Concludis, zeigt keinen einzigen Preis und endet ebenfalls bei „Demo buchen".
Was den Preis in der Praxis treibt
Weil keine Zahl öffentlich steht, lohnt sich der Blick auf die Faktoren, die ein Angebot in der Praxis nach oben oder unten bewegen – gesammelt aus Perbilitys eigener Produktbeschreibung und unabhängigen Bewertungen.
- Modulkombination. Helix verkauft Personalwirtschaft (eFile, Zeiterfassung, Vertragsmanagement), Bewerbermanagement, Personalentwicklung, Leistungsmanagement und Analytics einzeln buchbar – je mehr Module im Angebot, desto höher die Rechnung.
- Mitarbeiterzahl der Organisation. Perbility positioniert Helix für Unternehmen mit 200 bis 10.000 Mitarbeitenden, laut unabhängiger Anbieter-Übersicht mit insgesamt mehr als 2.700 Kunden und über 600.000 aktiven Nutzern. Die Lizenzstaffel richtet sich also nach der Größe der eigenen Belegschaft, nicht nach der Zahl der Recruiter in einem Team.
- Branche und Compliance. Ein auffällig großer Teil der öffentlichen Bewertungen kommt aus dem Bankensektor (Sparkassen, Volksbanken) mit 51 bis 1.000 Mitarbeitenden – dort zählen ISO-27001-Zertifizierung und deutsches Hosting zum Angebot dazu, was den Preis eher nach oben als nach unten bewegt.
- Setup und Konfiguration. Mehrere OMR-Bewertungen nennen unabhängig voneinander „relativ hohe Kosten ohne Rabattstaffeln" und eine Konfiguration, die „erhebliche Zeit" braucht, bevor das System läuft – Aufwand, der im Angebot meist nicht getrennt ausgewiesen wird.
- Kein Selbstbedienungs-Zugang. Der Weg zum Preis beginnt mit einem Demo-Termin oder einem Rückruf, nicht mit einer Anmeldung – eine öffentlich genannte Testphase gibt es nicht.
Warum das für eine Personalberatung ohnehin die falsche Preisfrage ist
Helix ist für den Employee Lifecycle der eigenen Belegschaft gebaut: digitale Personalakte, Onboarding, Zeiterfassung, Personalentwicklung, Leistungsbeurteilung. Für Zeitarbeitsfirmen fehlen laut Feature-Dokumentation die AÜG-Konformität, die Einsatzplanung beziehungsweise Disposition und die Tarifberechnung nach iGZ/BAP komplett – Perbilitys eigene Modulliste führt keines dieser drei Themen. Selbst das zweite Perbility-Produkt für hohes Bewerbungsvolumen, Concludis, zielt laut eigener Beschreibung auf internationale Konzern-Recruiting-Teams mit eigenen Standorten in 48 Ländern – nicht auf Personaldienstleister mit wechselnden Mandanten. Wer als Agentur „Perbility Preis pro Recruiter" sucht, vergleicht in der Praxis zwei unterschiedliche Software-Kategorien: eine interne HR-Suite und ein Agentur-ATS.
Was Personalberatungen stattdessen wirklich zahlen
Sprad: fester Sitzplatz, dann nur nach Nutzung
Sprad berechnet 59 € pro Recruiter und Monat für das ATS und den Talent-Pool, der der Agentur gehört, danach zahlen Sie Suche, Bewertung und Interview per Credit – nur, wenn sie tatsächlich stattfinden. Eine Anforderungssuche prüft bis zu 50 Profile pro Lauf und kostet 2 Credits je Profil, das die Prüfung besteht – im ungünstigsten Fall also 100 Credits, üblicherweise deutlich weniger, weil aussortierte Profile nichts kosten. Eine vollständige Lebenslauf-Bewertung kostet 3 Credits, ein Voice-Interview über 5 Minuten 30 Credits, und 1 Credit liegt bei 6 bis 8 Cent. Jedes Konto bekommt 200 Credits im Monat gratis, ohne Kreditkarte. Ein Team mit 5 Recruitern zahlt damit 295 € im Monat als Basis (3.540 € im Jahr), ein Team mit 15 Recruitern 885 € im Monat (10.620 € im Jahr) – dazu kommt ausschließlich, was tatsächlich gesucht, geprüft und interviewt wird. Die vollständige Rechnung: sprad.io/industry/recruitment-agencies.
Coveto: die DACH-Alternative mit echten Zahlen
Wer ausdrücklich ein deutsches Bewerbermanagement-System vergleichen will, findet bei Coveto tatsächlich veröffentlichte Preise: 119 € im Monat im Starter-Paket (bis 10 Stellen, 100 Kandidaten), 218 € im Large-Paket (unbegrenzt, inklusive KI-Assistent und CRM) und 340 € im Professional-Paket mit Premium-Support, laut eigener Preisseite. Coveto ist wie Perbility kein Sourcing-Werkzeug – Kandidaten kommen aus eingehenden Bewerbungen und dem eigenen Talentpool, nicht aus einer externen Suche –, aber im Gegensatz zu Perbility transparent bepreist und ausdrücklich auch für Personalvermittler positioniert.
Lohnt sich Perbility?
Für ein mittelständisches oder großes Unternehmen, das seine eigene Belegschaft von der digitalen Personalakte bis zur Leistungsbeurteilung zentral verwalten will, kann sich der Aufwand lohnen – die OMR-Bewertungen (4,6/5 aus 50 Bewertungen) und ein eKomi-Score von 4,8/5 aus 4.700 Bewertungen laut Anbieter-Übersicht sprechen für zufriedene Nutzer in genau diesem Segment, überwiegend im Bankwesen. Für eine Personalberatung oder Zeitarbeitsfirma lohnt sich die Preisfrage dagegen kaum: Es fehlt jedes Modul für Mandate, Disposition oder externe Kandidatensuche, und selbst ein günstiges Angebot würde die eigentliche Arbeit einer Agentur nicht abbilden. Die Frage, die eine Agentur eigentlich stellen sollte, ist nicht „was kostet Perbility", sondern „welches Tool bildet Mandate, Sourcing und Kandidatenpflege ab" – und die Antwort darauf liegt außerhalb von Helix.
FAQ
Was kostet Perbility pro Monat?
Perbility nennt keinen öffentlichen Preis. Beide Abrechnungsmodelle – modular oder pro Lizenz – laufen über ein individuelles Angebot nach Kontakt zum Vertrieb, Stand September 2026.
Gibt es eine kostenlose Testversion von Perbility?
Nein. Perbility bietet eine kostenlose Live-Demo an, aber keine selbstständig startbare Testphase.
Ist Perbility für eine Personalvermittlung oder Zeitarbeitsfirma geeignet?
Kaum. Helix hat keine AÜG-Konformität, keine Disposition und keine Tarifberechnung – die Kernfunktionen, die eine Zeitarbeitsfirma braucht. Es ist für die interne Personalverwaltung von Unternehmen mit eigenen Mitarbeitenden gebaut, nicht für Mandate mit wechselnden Kunden.
Was ist die günstigste Alternative mit echten, öffentlichen Preisen?
Coveto nennt öffentlich ab 119 € im Monat für ein Basis-ATS. Sprad hat mit 59 € pro Recruiter die niedrigste Grundgebühr in diesem Vergleich, danach zahlen Sie nur für tatsächliche Nutzung.
Wie viele Kunden hat Perbility?
Laut eigenen Angaben und unabhängigen Übersichten mehr als 2.700 Kunden und über 600.000 aktive Nutzer insgesamt, Stand September 2026.
Gibt es Perbility-Preise speziell für Personaldienstleister?
Nein. Perbility unterscheidet öffentlich nicht nach Branche, sondern nur nach Modulkombination und Mitarbeiterzahl der Organisation – ein eigenes Preismodell für Personaldienstleister gibt es nicht, weil das Produkt nicht auf diese Zielgruppe zugeschnitten ist.
Der Kern der Sache
Die großen Plattformen werden jedes Jahr teurer, und wer kündigt, verliert seine Reichweite – Sprad macht aus dem Netzwerk einer Agentur eine eigene Kandidatenquelle, die bleibt, auch nach einer Kündigung. Die Anforderungssuche läuft über mehr als 1 Milliarde öffentliche Profile und den eigenen Pool in einem Lauf, mit einem Score samt Begründung je Kriterium, dazu ATS, Talent-Pool, Ansprache über LinkedIn und Voice-Vorqualifizierung in 12 Sprachen – alles in einem Tool, mit 200 Credits im Monat gratis und ohne Kreditkarte. Was das für Ihre Teamgröße bedeutet: sprad.io/industry/recruitment-agencies.



