Eine Stellenanzeige kostenlos schalten ist möglich: Indeed erlaubt seit dem 10.12.2025 bis zu drei kostenlose Anzeigen im Monat, die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ist kostenfrei, und über Google for Jobs erscheint Ihre Stelle ohne Gebühr, wenn Ihre Karriereseite sauber ausgezeichnet ist. Die Grenze liegt nicht im Preis, sondern in der Reichweite: Kostenlose Anzeigen erreichen nur Menschen, die ohnehin suchen, und sie verlieren mit der Zeit an Sichtbarkeit. Für Pflege, Handwerk, Logistik oder Gastro, wo kaum jemand aktiv sucht, brauchen Sie meist zusätzlich ein kleines Werbebudget. Stand: Oktober 2026.
Wie wir die Wege geprüft haben
Wir haben die Konditionen der Anbieter am 03.10.2026 gelesen und gegen die Hilfeseiten und Presseberichte geprüft. Als kostenlos gilt ein Weg hier, wenn Sie ohne Gebühr eine Stelle veröffentlichen können. Als Grenze zählen Mengenlimits, Laufzeit, Sichtbarkeit und der Aufwand, den Sie selbst tragen. Konditionen ändern sich schnell, prüfen Sie sie vor dem Einstellen noch einmal beim Anbieter.
Die 9 Wege im Überblick
| # | Weg | Kosten | Grenze | Passt für |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Indeed, direkt eingestellt | 0 € | 3 Anzeigen im Monat, je 30 Tage, Sichtbarkeit sinkt | fast alle Rollen, vor allem aktive Jobsuchende |
| 2 | Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit | 0 € | Konto-Freischaltung kann bis zu zwei Wochen dauern | gewerbliche Rollen, Quereinsteiger, regionale Besetzung |
| 3 | Google for Jobs über die eigene Karriereseite | 0 € | braucht strukturierte Daten (JobPosting), keine Garantie auf Platzierung | Betriebe mit eigener Website |
| 4 | Kostenlose Jobbörsen und Aggregatoren | 0 € | kleine Reichweite, teils Nischen, Limits je Monat | Zusatzkanal, wenig Aufwand |
| 5 | Kammern, Innungen, Schulen und Hochschulen | meist 0 € | regional, oft nur für Azubis oder Absolventen | Handwerk, Ausbildung, Berufseinsteiger |
| 6 | Aushang, Schaufenster, Fahrzeug, QR-Code | wenige Euro | nur lokal, nur Laufpublikum | Handel, Gastro, Handwerk vor Ort |
| 7 | Organische Beiträge auf Instagram, Facebook, LinkedIn | 0 € | erreicht fast nur Ihre bestehenden Follower | Betriebe mit aktiver Community |
| 8 | Mitarbeiterempfehlung und Netzwerk | 0 € bis Prämie | skaliert nicht, hängt von Ihrem Team ab | jeder Betrieb, als erster Hebel |
| 9 | Bezahltes Social mit kleinem Budget | ab etwa 1.000 € | kostet Budget, braucht Anzeige und Vorqualifizierung | Rollen, bei denen niemand aktiv sucht |
1. Indeed: drei kostenlose Anzeigen im Monat
Arbeitgeber, die direkt bei Indeed veröffentlichen, können seit dem 10.12.2025 bis zu drei kostenlose Anzeigen pro Kalendermonat schalten. Jede läuft bis zu 30 Tage. Die Regel gilt laut Indeed in Deutschland, den USA, Kanada, den Niederlanden und Großbritannien. Jobbörsen und Personaldienstleister sind von der kostenlosen Variante ausgenommen.
Die Grenze steht auf der Seite des Anbieters selbst: Kostenlose Anzeigen verlieren mit der Zeit an Sichtbarkeit, und Indeed verkauft dafür gesponserte Anzeigen, die nach eigener Angabe etwa 50 % mehr Bewerbungen bringen. In Deutschland rechnet Indeed gesponserte Anzeigen seit März 2024 je begonnener Bewerbung ab. Zu bezahlten Anzeigenpreisen finden Sie Orientierung in unserem Beitrag StepStone Kosten und Preise.
2. Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit
Die Veröffentlichung in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ist kostenfrei. Mit einem Arbeitgeberkonto erhalten Sie zusätzlich Zugang zur Bewerberdatenbank und können selbst nach Profilen suchen. Planen Sie Zeit ein: Die Freischaltung des Kontos kann bis zu zwei Wochen dauern.
Für gewerbliche Rollen, regionale Besetzungen und Quereinsteiger ist die BA-Jobbörse oft der erste Kanal, der sich lohnt. Die Arbeitgeber-Services der Agenturen helfen außerdem bei Anforderungsprofil und Vorauswahl. Die Grenze: Wer eine Fachkraft sucht, die gerade einen sicheren Job hat, erreicht sie hier selten.
3. Google for Jobs über die eigene Karriereseite
Google zeigt Stellen direkt in der Suche an, kostenlos. Voraussetzung ist, dass Ihre Stellenseite die strukturierten Daten für JobPosting enthält. Alternativ erscheinen Ihre Stellen in Google for Jobs, wenn Sie sie über Jobbörsen veröffentlichen, die Google bereits indexiert.
Das ist der günstigste dauerhafte Weg, weil die Anzeige bei Ihnen liegt und nicht nach 30 Tagen verschwindet. Die Grenze: Google garantiert keine Platzierung, und eine Karriereseite ohne Besucher erzeugt auch in Google for Jobs wenige Bewerbungen.
4. Kostenlose Jobbörsen und Aggregatoren
Daneben gibt es eine lange Liste kostenloser Börsen. Eine Übersicht von Februar 2025 nennt 20 Anbieter, darunter allgemeine Portale mit Monatslimit (zum Beispiel bis zu zehn Anzeigen im Monat bei einem Kleinanzeigenportal), Einsteigerbörsen mit drei Monaten Laufzeit und Nischenbörsen für IT, Marketing oder Nachhaltigkeit. Einzelne Aggregatoren veröffentlichen unbegrenzt viele Anzeigen für 30 Tage.
Das lohnt sich als Zusatzkanal mit wenig Aufwand. Rechnen Sie nicht mit Masse: Die Reichweite ist klein, und passende Branchenbörsen für Medizin, Handwerk oder Logistik fehlen in vielen Listen. Prüfen Sie Konditionen für gewerbliche Anbieter, sie unterscheiden sich von denen für Privatpersonen.
5. Kammern, Innungen, Schulen und Hochschulen
Viele Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und Innungen betreiben eigene Stellen- und Lehrstellenbörsen, ebenso Hochschulen und Schulen für ihre Absolventen. Diese Wege sind meist kostenfrei oder im Mitgliedsbeitrag enthalten. Sie sind regional und eignen sich vor allem für Ausbildung und Berufseinstieg. Mehr dazu in unserem Beitrag zum Azubi-Recruiting.
6. Aushang, Schaufenster, Fahrzeug und QR-Code
Für Handel, Gastro und Handwerk vor Ort wirkt das Analoge besser als sein Ruf. Ein Schild im Schaufenster oder auf dem Firmenfahrzeug mit QR-Code erreicht Menschen, die Ihren Betrieb ohnehin kennen. Der Code sollte direkt auf eine mobile Bewerbung führen, ohne Lebenslauf. Die Grenze liegt auf der Hand: Nur wer vorbeikommt, sieht es.
7. Organische Beiträge auf Instagram, Facebook und LinkedIn
Ein Beitrag auf Ihrer Unternehmensseite kostet nichts. Er erreicht aber vor allem Ihre bestehenden Follower, und das sind meist Kunden, keine Bewerber. Facebook-Gruppen vor Ort und Instagram-Stories mit echten Einblicken in den Alltag funktionieren besser als eine reine Anzeigengrafik. Rechnen Sie mit wenigen Bewerbungen, aber mit Glaubwürdigkeit.
8. Mitarbeiterempfehlung und Netzwerk
Der unterschätzte Weg: Nach einer Auswertung der IAB-Stellenerhebung, über die die Deutsche Handwerks-Zeitung berichtet, führt die Suche über persönliche Kontakte in 62,7 % der Fälle zu einer Besetzung, bei Betrieben unter zehn Beschäftigten kommen 46,6 % der Einstellungen so zustande. Die Erhebung ist älter, das Muster gilt bis heute. Fragen Sie Ihr Team, Lieferanten und Kunden aktiv, und machen Sie es einfach: ein Link, eine Nachricht, eine kleine Prämie für die Empfehlung.
9. Bezahltes Social mit kleinem Budget: die Brücke
Wenn die kostenlosen Wege keine Bewerber bringen, ist das selten ein Qualitätsproblem Ihrer Anzeige. Es liegt oft daran, dass Ihre Zielgruppe nicht sucht. Eine Pflegekraft, ein Fahrer oder eine Elektrikerin scrollt abends durch Instagram und Facebook, aber nicht durch Jobbörsen. Dort erreicht eine bezahlte Anzeige sie.
Für Anzeigen mit Stellenbezug gelten bei Meta Einschränkungen: Sie müssen die Werbekategorie „Beschäftigung“ wählen, Alter und Geschlecht sind nicht frei wählbar, und Orte lassen sich nur mit einem Radius von mindestens 25 km eingrenzen. Technisch genügen wenige Euro am Tag, für einen aussagekräftigen Test nennen Praxisquellen etwa 18 bis 45 € am Tag über sieben bis vierzehn Tage. Als Rechenbeispiel mit 30 € am Tag über 30 Tage landen Sie bei 900 €. Daran sehen Sie, warum ab etwa 1.000 € Budget planbar gearbeitet werden kann. Das Ergebnis hängt stark von Beruf, Region und Gehalt ab, eine Zahl an Bewerbungen kann niemand seriös zusagen.

Was „kostenlos“ wirklich kostet
Kostenlos heißt ohne Gebühr, nicht ohne Aufwand. Als Rechenbeispiel, mit einer Annahme von fünf Stunden je Stelle für Anzeige, Pflege, Antworten und Sichtung bei 40 € interner Stundenkosten: 200 € Arbeitszeit je Stelle, und zwar auch dann, wenn keine passende Bewerbung eintrifft. Bei drei offenen Stellen sind es 600 €. Die Zahlen sind Annahmen, setzen Sie Ihre eigenen ein.
Das größere Risiko liegt woanders: Jede Bewerbung, die von Hand sortiert wird, bindet Zeit, und viele Bewerber melden sich nie zurück. Bei gewerblichen Rollen kommt hinzu, dass viele nur kurz per Handy antworten möchten, nicht per Formular. Wie sich das lösen lässt, beschreibt unser Beitrag Frontline-Recruiting per Telefon und WhatsApp, zu den rechtlichen Fragen lesen Sie Kandidaten per WhatsApp kontaktieren: erlaubt?
Welche Reihenfolge sich bewährt
- Karriereseite und Google for Jobs einrichten. Das ist die Basis, die bleibt.
- BA-Jobbörse und Indeed nutzen. Beide kosten nichts und brauchen eine halbe Stunde.
- Empfehlungen aktiv einholen. Ein Link, eine Prämie, eine Erinnerung im Teammeeting.
- Nach zwei bis drei Wochen auswerten. Kommen weniger Bewerbungen als geplant, ergänzen Sie ein kleines Social-Budget.
- Bewerber vorqualifizieren und im Pool halten. Auch Absagen von heute sind die Bewerber von morgen.
Wo Sprad ansetzt
Sprad Social Recruiting schaltet Stellenanzeigen auf Instagram und Facebook, genau dort, wo Pflegekräfte, Handwerker, Fahrer und andere gewerbliche Fachkräfte jeden Tag sind. Ein KI-Talent-Agent qualifiziert jede Bewerbung per WhatsApp, Telefon oder Web vor. Alle Bewerber landen im eigenen Talent Pool des Arbeitgebers, also bleiben die Kontakte bei Ihnen statt bei einer Plattform. Abgerechnet wird das Werbebudget plus 10 %, ab 1.000 € Budget, das sich auf mehrere Stellen verteilen lässt, empfohlen sind drei Monate. Mehr unter Sprad Social Recruiting, passende Branchen finden Sie unter Handwerk, und der eigene Pool ist in der Talent Base beschrieben.
FAQ
Kann ich eine Stellenanzeige wirklich komplett kostenlos schalten?
Ja, ohne Gebühr geht das bei Indeed (bis zu drei Anzeigen im Monat), in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, über Google for Jobs und in vielen kleineren Börsen. Ihr Aufwand und die begrenzte Reichweite bleiben.
Wo schalte ich eine Stellenanzeige am besten kostenlos?
Für die meisten Betriebe lohnt sich die Kombination aus eigener Karriereseite mit Google for Jobs, BA-Jobbörse und Indeed. Für Ausbildung kommen Kammern und Schulen dazu.
Wie lange läuft eine kostenlose Anzeige?
Bei Indeed bis zu 30 Tage je Anzeige. Die BA-Jobbörse veröffentlicht nach Angaben von Ratgebern zeitlich unbegrenzt, andere Börsen setzen eigene Fristen, zum Beispiel drei Monate.
Warum bekomme ich auf kostenlose Anzeigen kaum Bewerbungen?
Häufige Gründe sind fehlende Sichtbarkeit, ein unklarer Titel, kein Gehalt in der Anzeige und ein zu langer Bewerbungsweg. Bei Berufen mit wenig aktiver Suche hilft zusätzlich bezahlte Reichweite auf Social Media.
Ab wann lohnt sich bezahltes Social Recruiting?
Wenn die kostenlosen Wege nach zwei bis drei Wochen zu wenige passende Bewerber bringen oder Ihre Zielgruppe kaum Jobbörsen nutzt. Ab etwa 1.000 € Budget lässt sich eine Stelle planbar testen.
Darf ich Bewerber über WhatsApp ansprechen?
Ja, wenn der Bewerber die Nachricht selbst angestoßen hat oder eingewilligt hat. Die Einzelheiten stehen in unserem Beitrag zu WhatsApp und Kandidatenansprache.

