Lagerkräfte für die Hochsaison finden: Aushilfen und Saisonkräfte in Serie

November 5, 2026
Von Jürgen Ulbrich

Wer Lagerkräfte für die Hochsaison braucht, sucht am besten nicht für jede Stelle neu, sondern baut eine feste Pipeline: ein klares Angebot mit Stundenlohn und Schicht in der ersten Zeile, Anzeigen auf Instagram und Facebook, eine Bewerbung in einer Minute am Handy und eine sofortige Vorqualifizierung, die der Schichtleitung nur Bewerber zeigt, die Ihre Zeiten arbeiten können. Dieser Ratgeber richtet sich an Arbeitgeber in Logistik, Versandhandel und Produktion, nicht an Jobsuchende. Stand Oktober 2026.

Auf einen Blick
Am besten für Die Hochsaison startet in sechs Wochen: Anzeigen auf Instagram und Facebook mit WhatsApp-Vorqualifizierung — in Tagen gestartet, bezahlt wird Reichweite, nur vorqualifizierte Bewerber erreichen die Schichtleitung
Am besten für Es fehlen Leute diese Woche: Zeitarbeit oder Aushilfspool — schnell da, dafür mit Aufschlag auf jede Stunde; die Kräfte gehören dem Verleiher
Am besten für Ein Standort, der ganzjährig einstellt: Sprad Social Recruiting — Werbebudget plus 10 %, ab 1.000 €, Bewerber bleiben im eigenen Talent Pool für die nächste Saison
Stand 3. Oktober 2026. Quellen: Bertelsmann Stiftung, KOFA/IW, Sprad. Budgetangaben sind Richtwerte, keine Bewerbergarantie.

Die Lage in Zahlen

Bei Helfern im Lager gibt es auf dem Papier genug Menschen: Die Bertelsmann Stiftung beziffert die Arbeitslosenquote bei Lager-Helfern auf 15,7 %, bei Fachkräften auf 4,9 %. Laut KOFA/IW standen zwischen Juli 2023 und Juni 2024 rund 235.900 arbeitslose Helfer in Verkehr und Logistik etwa 62.700 offenen Helferstellen gegenüber. Der Engpass ist also selten die reine Zahl, sondern der Zugang: Die meisten dieser Menschen lesen keine Jobbörsen, passen nicht zur Schicht oder erreichen Ihren Standort nicht.

Infografik: Lagerarbeit in Deutschland, drei Zahlen zur Lage
Helferlage in Deutschland. Quellen: Bertelsmann Stiftung, KOFA/IW, gesetzlicher Mindestlohn, Stand Oktober 2026.

Hinzu kommt der Mindestlohn von 13,90 € je Stunde seit Januar 2026. Er setzt die Untergrenze, aber nicht den Wettbewerb: Wer in der Spitzenzeit nur den Mindestlohn bietet, konkurriert mit jedem Versandzentrum der Region.

Für Volumen planen statt für einzelne Stellen

Bei einer einzelnen Stelle zählt die beste Anzeige. Bei Volumen zählt das beste System. Drei Gewohnheiten unterscheiden Standorte, die 20 Stellen in zwei Wochen füllen, von solchen, die improvisieren:

  1. Vom Starttermin rückwärts planen. Sollen 20 Leute am 1. November anfangen, müssen die Bewerbungen Anfang Oktober da sein. Vorqualifizierung, Unterlagen, Unterweisung und Einarbeitung brauchen vier bis sechs Wochen.
  2. Mit der eigenen Quote rechnen. Benötigte Einstellungen geteilt durch den Anteil der Vorqualifizierten, die am ersten Tag erscheinen, ergibt die Zahl der Gespräche. Erscheint, als Annahme, die Sie durch eigene Daten ersetzen, jeder Vierte, brauchen 20 Einstellungen rund 80 Gespräche.
  3. Den Pool behalten. Die Saisonkraft vom Vorjahr, der Bewerber, den Sie im Frühjahr nicht brauchten, und der zuverlässige Absager sind im Herbst Ihre günstigsten Kandidaten. Das klappt nur, wenn deren Kontaktdaten bei Ihnen liegen und nicht bei einer Jobbörse.

Wo Lagerkräfte sind und was Meta erlaubt

Lagerkräfte sind zwischen den Schichten am Handy. Anzeigen im Feed von Instagram und Facebook erreichen sie beim Scrollen, nicht erst bei der Suche. Drei praktische Punkte:

  • Stellenanzeigen sind bei Meta eine Sonderkategorie („Beschäftigung“). Das Targeting nach Alter, Geschlecht und Postleitzahl ist dort eingeschränkt, Lookalike-Zielgruppen sind nicht verfügbar. Prüfen Sie den aktuellen Stand im Ads Manager und bauen Sie Ihren Plan nicht auf demografisches Targeting.
  • Der Text übernimmt das Targeting. Lohn, Schicht und Standort in der ersten Zeile ziehen die Richtigen stärker an als jede Zielgruppeneinstellung. Der Umkreis um den Standort erledigt den Rest.
  • Die Bewerbung muss am Handy funktionieren. Ein Sofortformular oder ein WhatsApp-Link schlägt jedes Karriereportal mit Lebenslauf-Pflicht. Mehr dazu in unserem Beitrag Kandidaten per WhatsApp kontaktieren: Was ist erlaubt?

Eine Anzeige, die funktioniert: ein Beispiel

Beantworten Sie in den ersten drei Zeilen: was, wo, wann, wie viel. Das ist eine Vorlage mit Platzhaltern, keine echte Anzeige:

Lagermitarbeiter (m/w/d), Spätschicht (14 bis 22:30 Uhr)
[Betrag] € pro Stunde, Zuschläge für Nacht und Sonntag laut Vertrag. 15 Minuten von [Ort], kostenloser Parkplatz, Staplerunterweisung bei uns. In 60 Sekunden am Handy bewerben, ohne Lebenslauf.

Nehmen Sie ein echtes Foto Ihrer Rampe oder Ihres Pausenraums statt Stockbildern und testen Sie zwei bis drei Varianten mit verschiedenen Einstiegszeilen, etwa Lohn, Schicht und Einarbeitung. Tauschen Sie das Motiv nach zwei bis drei Wochen aus, weil dieselbe Zielgruppe dieselbe Anzeige irgendwann übersieht.

Lagerpersonal finden mit Sprad

Sprad schaltet Ihre Lagerstellen auf Instagram und Facebook, wo Kommissionierer und Staplerfahrer zwischen den Schichten unterwegs sind. Der Talent Agent klärt Schichten, Starttermin und Staplerschein per WhatsApp, Telefon oder Web, und jede Bewerbung landet in Ihrem eigenen Talentpool für die nächste Hochsaison. Sie zahlen Werbebudget plus 10 %, ab 1.000 € Budget. So funktioniert Sprad Social Recruiting.

Vorqualifizierung: fünf Fragen, bevor die Schichtleitung Zeit investiert

Die Schichtleitung sollte keine 300 Formulare lesen. Ein Talent Agent stellt fünf Fragen auf einmal, zu jeder Uhrzeit, per WhatsApp, Telefon oder Web, und übergibt eine Zusammenfassung aller, die passen.

Infografik: fünf Vorqualifizierungs-Fragen für Lagerkräfte
Fünf Fragen, die der Talent Agent zuerst stellt. Quelle: Sprad, Stand Oktober 2026.

Halten Sie jede Frage berufsbezogen. Für Flurförderzeuge gilt: Unterweisung und schriftliche Beauftragung liegen beim Arbeitgeber. Fragen Sie deshalb nach Erfahrung, nicht nach einem Schein, und lassen Sie Arbeitserlaubnis und Unterlagen von einer Person prüfen. Das ist keine Rechtsberatung.

Zeitarbeit oder eigene Pipeline?

WegTempoKostenWem gehört der Kontakt
Zeitarbeit oder AushilfspoolTageAufschlag auf jede Stunde, Preis beim Anbieter anfragendem Verleiher
JobbörseWochenpro Anzeige oder pro Klickder Börse
MitarbeiterempfehlungWochen, schwer planbarPrämie je EinstellungIhnen
Social-Media-Anzeigen mit Vorqualifizierungin Tagen gestartetWerbebudget plus Plattform- oder Tool-GebührIhnen, wenn das Tool Bewerber in Ihrem Pool speichert

Die meisten Standorte mischen: Zeitarbeit für die laufende Woche, eine Pipeline für Stammbelegschaft und Saisonkern. Die letzte Spalte verändert sich mit der Zeit. Jeder Bewerber in einem Pool, der Ihnen gehört, senkt die Kosten der nächsten Saison.

Sprad Social Recruiting für Logistik und Lager

sprad.io
Produktseite Sprad Social Recruiting
Sprad Social Recruiting, Stand Oktober 2026

Sprad Social Recruiting schaltet Stellenanzeigen auf Instagram und Facebook, genau dort, wo Pflegekräfte, Handwerker, Fahrer und andere gewerbliche Fachkräfte jeden Tag sind. Ein KI-Talent-Agent qualifiziert jede Bewerbung per WhatsApp, Telefon oder Web vor. Alle Bewerber landen im eigenen Talent Pool des Arbeitgebers, also bleiben die Kontakte beim Kunden statt bei einer Plattform. Abgerechnet wird das Werbebudget plus 10 %, ab 1.000 € Budget, das sich auf mehrere Stellen verteilen lässt.

Sprad Social Recruiting
Stellenanzeigen auf Instagram und Facebook mit KI-Talent-Agent
Preis
Werbebudget plus 10 %, ab 1.000 € Budget, auf mehrere Stellen verteilbar
Am besten für
Gewerbliche Fachkräfte und Schichtberufe (Pflege, Handwerk, Logistik), wenn Sie vorqualifizierte Bewerber und einen eigenen Talent Pool wollen.
Grenzen
Heute Instagram und Facebook, Google und TikTok folgen. Budgetempfehlungen sind Richtwerte, keine Bewerbergarantie.

Für Lagerstandorte heißt das: Die Saisonkraft, die im Januar aufgehört hat, ist im September noch in Ihrem Talent Pool. Mehr zu Recruiting in der Logistik und zum Volumen-Recruiting in Logistik und Produktion.

Budget-Beispiel

Sprad rechnet Werbebudget plus 10 %, ab 1.000 € Budget, das Sie auf mehrere Stellen verteilen können; empfohlen sind drei Monate. Die Zahlen sind reine Arithmetik, kein Bewerberversprechen:

BeispielWerbebudget (3 Monate)10 % AufschlagGesamt
Ein Standort, laufender Ersatzbedarf1.000 €100 €1.100 €
Ein Standort, Saisonspitze mit drei Rollen3.000 €300 €3.300 €
Drei Standorte in einer Region6.000 €600 €6.600 €

Wie viele Bewerbungen daraus entstehen, hängt von Region, Anzeige und Lohn ab. Zur Orientierung: Der Boostpoint-Benchmark 2026 nennt für Meta-Kampagnen in den USA einen Median von 13,88 $ je Bewerbung, für Lager und Produktion etwa 9,83 $. Das sind US-Werte und keine Prognose für Ihren Standort. Teilen Sie Ihr Budget durch Ihre eigenen Kosten je qualifizierter Bewerbung, um die Zahl der Gespräche zu schätzen.

Regionen: was Sie anpassen

Im Lager entscheidet die Anfahrt. Schalten Sie im Umkreis um den Standort und passen Sie die Botschaft an. Das sind Ausgangspunkte, keine Messwerte:

  • Leipzig und Halle: große Versandzentren dicht beieinander, viele Arbeitgeber werben um dieselben Schichten. Lohn und Einarbeitung nach vorn.
  • Ruhrgebiet: dichtes Netz an Logistikflächen und viele Pendler. Nennen Sie die Anbindung an Bahn und Autobahn.
  • Region Nürnberg: starker Logistikstandort mit Schichtbetrieb. Zeigen Sie planbare Schichtmodelle.
  • Österreich und Schweiz: Löhne und Zuschläge unterscheiden sich stark vom deutschen Mindestlohn. Nennen Sie das Entgelt konkret, in Franken oder Euro.

Häufige Fragen

Wie finde ich schnell Lagermitarbeiter für die Hochsaison?

Überbrücken Sie die laufende Woche mit Zeitarbeit oder einem Aushilfspool und schalten Sie für die Saisonkräfte Anzeigen auf Instagram und Facebook mit Lohn und Schicht in der ersten Zeile. Qualifizieren Sie jeden Bewerber per WhatsApp, Telefon oder Web vor.

Wie viel Vorlauf braucht eine Saisonkampagne?

Planen Sie vier bis sechs Wochen vom Anzeigenstart bis zum ersten Arbeitstag. Das ist eine Planungsregel, kein Messwert. Unterweisung und Unterlagen kosten Zeit.

Was kostet es, Lagerkräfte zu gewinnen?

Das hängt von Region, Lohn und Kanal ab. Zeitarbeit rechnet mit Aufschlag je Stunde, Jobbörsen je Anzeige oder Klick. Bei Sprad zahlen Sie Werbebudget plus 10 %, ein Budget von 1.000 € kostet also 1.100 €. Vergleichen Sie die Kosten je qualifizierter Bewerbung, nicht je Klick.

Wie bleiben Saisonkräfte für das nächste Jahr erreichbar?

Speichern Sie jeden Bewerber mit Einwilligung in einem eigenen Talent Pool, statt ihn bei einer Jobbörse zu lassen. Beachten Sie die Löschfristen der DSGVO. Das ist keine Rechtsberatung.

Geht es hier um die Suche nach einem Lagerjob?

Nein. Dieser Ratgeber richtet sich an Arbeitgeber, die Lagerpersonal einstellen wollen. Jobsuchende sind bei einer Jobbörse oder der Karriereseite des Arbeitgebers besser aufgehoben.

Jürgen Ulbrich

CEO & Co-Founder of Sprad

Jürgen Ulbrich verfügt über mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung in der Entwicklung und Führung leistungsstarker Teams und Unternehmen. Als Experte für Mitarbeiterempfehlungsprogramme sowie Feedback- und Performance-Prozesse hat Jürgen über 100 Organisationen dabei unterstützt, ihre Talent Acquisition und Devlopment Strategie zu optimieren.

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