Eine Stellenanzeige auf LinkedIn kostet nichts, solange nur eine kostenlose Anzeige offen ist; eine beworbene Anzeige hat keinen Festpreis, Sie legen ein Tages- oder Gesamtbudget fest und zahlen pro Klick. LinkedIns eigenes Beispiel sind 10 Euro am Tag über 30 Tage, also höchstens 300 Euro je Stelle, ein Mindestbudget nennt LinkedIn nicht. Ein Team mit drei offenen Stellen plant bei diesem Beispielbudget deshalb mit rund 900 Euro im Monat, zuzüglich der Zeit für die Sichtung, die keine Variante abdeckt (LinkedIn-Preisseite und Abrechnungshilfe, geprüft am 30.10.2026).
Was kostet eine LinkedIn-Stellenanzeige? Die Übersicht (Stand Oktober 2026)
LinkedIn veröffentlicht keine Preisliste für beworbene Anzeigen. Die Tabelle nennt deshalb, was LinkedIn selbst angibt, und kennzeichnet alles andere als fremde Angabe.
| Variante | Preis | So funktioniert es | Quelle und Stand |
|---|---|---|---|
| Kostenlose Anzeige | 0 € | Eine kostenlose Anzeige gleichzeitig; erscheint in den Suchergebnissen und bei Ihren Kontakten; einfaches Targeting. LinkedIn Help (Stand 09/2026) nennt zudem 14 Tage Laufzeit. | LinkedIn-Preisseite, 30.10.2026 |
| Beworbene Anzeige | Ihr Budget. Kein Festpreis, kein Mindestbetrag genannt. Beispiel: 10 €/Tag über 30 Tage = höchstens 300 € | Setzt Hiring Pro voraus. Abrechnung pro Klick (Ausgaben geteilt durch Aufrufe). Tages- oder Gesamtbudget; ein Gesamtbudget pausiert die Anzeige, sobald es aufgebraucht ist. Laufzeit bis zu sechs Monate. | LinkedIn-Preisseite + Abrechnungshilfe, 30.10.2026 |
| Job Slots | Kein öffentlicher Preis | Vertrag für Einstellungen in größerem Umfang, Zahlung im Voraus, quartalsweise oder monatlich gegen ein vorab gesetztes Jobs-Budget. Marktberichte nennen grob 200 bis 1.000 $ je Slot und Monat; das ist eine fremde Angabe, kein LinkedIn-Preis. | LinkedIn-Preisseite; Marktberichte |
| Sprad (zum Vergleich) | Gratis-Konto; Recruiter Lite 79 €/Seat/Monat; Atlas Recruiter 299 €/Seat/Monat | Das Gratis-Konto sucht über 100 Credits im Monat; Lite enthält 500 Profile sowie Schnell- und Normal-Suchen; Atlas Recruiter alle Suchstufen (Fair Use). | Sprad-Preisseite, 30.10.2026 |
So funktioniert die Abrechnung der beworbenen Anzeige
Sie legen ein Tages- oder Gesamtbudget fest. LinkedIn empfiehlt einen Wert nach Jobtitel, Region und Marktaktivität; Sie können darunter bleiben und nehmen weniger Reichweite in Kauf. Der Klickpreis ist schlicht Gesamtausgabe geteilt durch die Aufrufe von Kandidat:innen und steht erst fest, wenn die Anzeige läuft; er schwankt täglich mit der Nachfrage, deshalb rechnen zwei ähnliche Anzeigen unterschiedlich ab. LinkedIn berechnet nie mehr als Ihr Budget (zuzüglich Steuern), nicht verbrauchtes Tagesbudget wandert in den nächsten Tag.
- Nicht berechnet: eigene Aufrufe, Mehrfachaufrufe derselben Person, Aufrufe von Nutzer:innen ohne Anmeldung und von LinkedIn-Mitarbeitenden.
- Wann abgebucht wird: alle 30 Tage ab der ersten Anzeige, sobald das Guthaben 500 $ erreicht, und nach dem Schließen. Die Preisseite nennt 48 Stunden nach dem Schließen, die Abrechnungshilfe 24 Stunden; planen Sie mit der kürzeren Frist.
- Tagesbudget läuft weiter: eine Anzeige mit Tagesbudget endet nicht von selbst, sie kostet, bis Sie sie schließen; spätestens nach sechs Monaten schließt jede beworbene Anzeige.
- Kein Weg zurück: eine beworbene Anzeige lässt sich nicht in eine kostenlose umwandeln. Dieselbe Stelle mit gleichem Titel innerhalb von sieben Tagen erneut zu schalten, geht nur beworben.
- Zahlung scheitert: alle betroffenen Anzeigen stoppen, Sie müssen neu schalten.
Rechenbeispiel: Team mit drei Recruiter:innen und drei offenen Stellen
Annahmen (ersetzen Sie sie nach der ersten Woche durch Ihre Werte): drei Stellen, jede mit LinkedIns Beispielbudget von 10 Euro am Tag über 30 Tage, also 300 Euro je Stelle und 900 Euro gesamt. Ein Klickpreis von 3 Euro, das ist unsere Annahme, weil LinkedIn keinen nennt, ergibt rund 100 Klicks je Stelle. Jeder zwölfte Klick wird zur Bewerbung, etwa 8 je Stelle, und ein Viertel davon ist qualifiziert, etwa 2 je Stelle.
| Schritt | Je Stelle | Team mit drei Stellen |
|---|---|---|
| Budget | 300 € | 900 € |
| Klicks bei 3 € | etwa 100 | etwa 300 |
| Bewerbungen (1 von 12) | etwa 8 | etwa 25 |
| Qualifiziert (1 von 4) | etwa 2 | etwa 6 |
| Kosten je qualifizierte Bewerbung | etwa 150 € | etwa 150 € |
| Gleiches Budget bei 6 € je Klick | etwa 300 € je qualifizierte Bewerbung | etwa 300 € |
Die Anzeigenkosten sind nur ein Teil. 25 Bewerbungen zu sichten, eine Auswahl zu treffen und zu interviewen ist Arbeitszeit Ihres Teams, die keine der drei LinkedIn-Varianten abdeckt. Verschiebt sich eine Annahme, verschiebt sich das Ergebnis mit: Ein doppelt so hoher Klickpreis halbiert bei gleichem Geld die Bewerbungen.

Was die Anzeige nicht enthält: Zusatzkosten
- Recruiter und InMail. Im Anzeigenpreis steckt weder ein Recruiter-Seat noch InMail; das sind eigene Verträge. Marktberichte nennen für Recruiter Lite grob 140 bis 170 $ je Seat und Monat, siehe unseren Ratgeber zu LinkedIn-Recruiter-Preisen.
- Sichtung und ATS. Bewerbungen kommen als Stapel, nicht als Auswahl. Die Zeit je Bewerbung ist Ihr größter versteckter Posten.
- Job Slots. Werden als Vertrag verkauft; fragen Sie vor der Unterschrift nach Preis je Slot und Verlängerungsbedingungen.
- Umsatzsteuer. LinkedIn nennt Budgets ohne Steuern; auf der Rechnung kommt die Umsatzsteuer dazu, wo sie anfällt.
Wann Suchen günstiger ist als Werben
Eine Anzeige erreicht Menschen, die suchen oder denen sie ausgespielt wird. Bei einer engen Rolle suchen die passenden Menschen meist nicht, deshalb kauft dasselbe Geld wenig. Sprad dreht das um: Sie beschreiben die gesuchte Person in eigenen Worten, und Atlas prüft jedes Profil einzeln gegen Ihre Anforderungen statt Keywords abzugleichen; darum kommt die Quick Search in Sekunden und die tiefe Suche braucht einige Minuten. Eine Suche deckt LinkedIn, XING, GitHub und Ihren eigenen Talent-Pool ab, die Ansprache über LinkedIn und E-Mail läuft aus einem Postfach, niemand wird doppelt angeschrieben.

Dasselbe Team mit Sprad: Eine Websuche kostet 2 Credits je angezeigtem Profil und nie mehr als das Budget des Laufs. Ein Normal-Lauf sind 100 Credits für bis zu 50 qualifizierte Profile, beim Base-Preis von 0,09 € je Credit etwa 9 €. Zwölf Normal-Läufe im Monat für drei Recruiter:innen sind 1.200 Credits, rund 108 €, für bis zu 600 Profile. Oder drei Recruiter-Lite-Seats für 237 € im Monat mit je 500 Profilen. Das sind Profile, keine Antworten: Sie schreiben die Personen noch an, und der Outreach-Agent ist bei Lite ein Add-on mit 2.000 Credits je Konto (rund 180 € im Monat), bei Atlas Recruiter für ein Konto je Seat enthalten. Im Bereich Recruiting des PeopleSearchBench liegt Atlas auf Platz 1 (73,5 von 100), vor Juicebox mit 65,7 (veröffentlicht von Lessie, Oktober 2026; Werte der anderen Systeme wie im Benchmark veröffentlicht, Atlas mit dem offenen Testverfahren des Benchmarks gemessen).
Fair gesagt: Sprad hat keinen KI-Notetaker für Calls und kein Placement-Reporting, die tiefe Suche dauert einige Minuten, und Atlas Recruiter kostet mit 299 € je Seat mehr als manche Seat-Tools. Gegenüber getrennten Recruiter-Lizenzen bei LinkedIn und XING liegen die Kosten mit Sprad 30 bis 80 Prozent niedriger, je nachdem, wie viele Lizenzen Sie noch führen. Mehr zur Personensuche und zu den Preismodellen für Sourcing-Software.
Wann die Anzeige die günstigere Wahl bleibt
Bei Volumenrollen im Einzelhandel, in der Logistik oder bei Einstiegspositionen kommen aktiv Suchende von selbst, ein Gesamtbudget deckelt die Ausgaben, und oft reicht schon die kostenlose Anzeige. Bekommt eine Stelle mehr Bewerbungen, als Ihr Team lesen kann, bringt zusätzliche Ansprache Aufwand statt Ergebnis. Zugunsten der direkten Suche verschiebt sich die Rechnung, wenn das Profil eng ist und die Menschen passiv sind. Der Vergleich von KI-Recruiting-Tools zeigt, welches Werkzeug zu welchem Teil des Trichters passt.
Häufige Fragen
Ist eine Stellenanzeige auf LinkedIn kostenlos?
Ja, für eine offene Anzeige gleichzeitig mit einfachem Targeting. Eine beworbene Anzeige wird pro Klick gegen Ihr Budget abgerechnet (LinkedIn-Preisseite, 30.10.2026).
Was kostet eine beworbene LinkedIn-Anzeige?
Es gibt keine Preisliste. LinkedIns Beispiel sind 10 Euro am Tag über 30 Tage, also höchstens 300 Euro, ein Mindestbudget nennt LinkedIn nicht. Ihren tatsächlichen Klickpreis kennen Sie erst, wenn die Anzeige läuft.
Wann bucht LinkedIn von meiner Karte ab?
Alle 30 Tage ab der ersten Anzeige, sobald das Guthaben 500 $ erreicht, und nach dem Schließen der Anzeige (LinkedIn-Abrechnungshilfe, 30.10.2026).
Kann ich eine beworbene Anzeige wieder kostenlos machen?
Nein. Schließen Sie sie und schalten Sie eine neue kostenlose; derselbe Titel innerhalb von sieben Tagen geht nur wieder beworben.
Welche Zusatzkosten gibt es neben der Anzeige?
Recruiter-Seats und InMails, Job Slots per Vertrag, Umsatzsteuer und vor allem die Zeit für die Sichtung. Bei Sprad sind es Credits über die 100 kostenlosen im Monat hinaus und das Outreach-Add-on mit 2.000 Credits je Konto bei Lite.
Gibt es für ein Team von drei Personen einen günstigeren Weg?
Für Volumenrollen ist eine gedeckelte Anzeige oder eine kostenlose Anzeige oft am günstigsten. Für enge Rollen kosten drei Recruiter-Lite-Seats mit 237 € im Monat oder einige Credit-Suchen meist weniger als drei beworbene Anzeigen im Beispielbudget, sofern Sie den Aufwand für die Ansprache einrechnen.
Was sind Job Slots?
Ein Vertrag, mit dem Sie mehrere Stellen dauerhaft offen halten, abgerechnet im Voraus, quartalsweise oder monatlich. LinkedIn zeigt dafür keinen öffentlichen Preis.

