Manatal kostet laut eigener Preisseite ab 15 US-Dollar pro Recruiter und Monat im Plan „Professional" bei jährlicher Abrechnung (19 US-Dollar bei monatlicher Zahlung) — Stand September 2026. Damit gehört Manatal zu den günstigsten vollwertigen ATS/CRM-Lösungen für Personalberatungen überhaupt. Der Einstiegsplan deckelt jedoch Stellen und Kandidaten, und genau die Funktionen, die beim Wachsen wichtig werden, liegen zwei Stufen höher.
Die Pläne von Manatal im Detail
Manatal verkauft drei veröffentlichte Stufen pro Recruiter-Sitzplatz sowie einen individuell verhandelten Custom-Plan für größere Integrationen.
| Plan | Preis (jährlich) | Preis (monatlich) | Enthalten |
|---|---|---|---|
| Professional | 15 $/User/Monat | 19 $/User/Monat | Bis zu 15 Stellen, 10.000 Kandidaten, KI-Kandidatenempfehlungen, Lebenslauf-Parsing, LinkedIn-Sourcing-Erweiterung, Karriereseite |
| Enterprise | 35 $/User/Monat | 39 $/User/Monat | Unbegrenzte Stellen und Kandidaten, Workflow-Automatisierung, erweiterte Auswertungen |
| Enterprise Plus | 55 $/User/Monat | 59 $/User/Monat | Alles aus Enterprise, plus API-Zugang, SSO, individuelle Berechtigungen, priorisierter Support |
| Custom | Auf Anfrage | Auf Anfrage | Spezialisierte Integrationen, verhandelte Konditionen |
Zum aktuellen Wechselkurs sind das rund 13,80 € pro User und Monat für Professional, 32,20 € für Enterprise und 50,60 € für Enterprise Plus bei jährlicher Abrechnung. Jede Stufe bringt eine 14-tägige kostenlose Testphase mit, und für Kunden, die aus Singapur abgerechnet werden, kommen 9 % GST hinzu — für eine DACH- oder EU-Agentur meist irrelevant, aber einen Blick auf die erste Rechnung wert.
Was der Plan-Preis nicht zeigt
- Die Deckelung auf 15 Stellen und 10.000 Kandidaten im Professional-Plan. Wer mehr offene Positionen gleichzeitig betreut, muss auf Enterprise wechseln, bevor es hart wird — ein Sprung von 15 auf 35 US-Dollar, also mehr als das Doppelte des Einstiegspreises.
- Workflow-Automatisierung gibt es nur in Enterprise. Wer automatische Statuswechsel oder ausgelöste E-Mails zwischen Pipeline-Stufen möchte, bekommt das im Professional-Plan unabhängig von der Teamgröße nicht.
- API-Zugang und SSO stecken hinter Enterprise Plus. Jede Agentur, die Manatal an andere Systeme anbinden will oder aus Sicherheitsgründen Single Sign-on braucht, zahlt die oberste veröffentlichte Stufe — 55 US-Dollar pro User und Monat, mehr als das 3,5-Fache des Einstiegspreises.
- Support-Zeiten im Einstiegsplan. Der Professional-Plan läuft über Chat und E-Mail zu Geschäftszeiten (24/5), nicht rund um die Uhr — ein Punkt, den Agenturen mit Teams in mehreren Zeitzonen vor einer Jahresbindung einplanen sollten.
- ChatGPT-/Claude-Integrationen sind individuelle Enterprise-Plus-Arbeit, kein Standardfeature — der Preis dafür ist nicht veröffentlicht und wird einzeln verhandelt.
Was 5 und 15 Recruiter wirklich zahlen
Ein Team von 5, im Professional-Plan
Bei jährlicher Abrechnung kosten 5 Recruiter × 15 $ zusammen 75 $/Monat bzw. 900 $/Jahr (rund 828 €). Bei monatlicher Zahlung sind es 5 × 19 $ = 95 $/Monat bzw. 1.140 $/Jahr — die Jahresabrechnung spart bei dieser Teamgröße rund 220 € pro Jahr. Betreut die Agentur mehr als 15 offene Stellen gleichzeitig und braucht Enterprise, steigt die Jahresrechnung auf 5 × 35 $ = 175 $/Monat bzw. 2.100 $/Jahr (rund 1.932 €).
Ein Team von 15, im Professional-Plan
Die Rechnung skaliert linear: 15 × 15 $ = 225 $/Monat bzw. 2.700 $/Jahr (rund 2.484 €) bei jährlicher Abrechnung. Bei 15 Sitzplätzen betreuen die meisten Agenturen in der Praxis schon deutlich mehr als 15 offene Rollen gleichzeitig, was faktisch zu Enterprise zwingt: 15 × 35 $ = 525 $/Monat bzw. 6.300 $/Jahr (rund 5.796 €). Kommen API-Zugang oder SSO dazu, steigt Enterprise Plus auf 15 × 55 $ = 825 $/Monat bzw. 9.900 $/Jahr (rund 9.108 €).
Lohnt sich Manatal?
Für eine kleine Agentur mit 1 bis 15 Recruitern, die vor allem ein sauberes ATS mit KI-gestützter Kandidatenanreicherung und einer LinkedIn-Sourcing-Erweiterung sucht, ist der Einstiegspreis von Manatal kaum zu unterbieten — Bewertungen auf Capterra nennen ihn „insanely good", und neue Mitarbeitende sind laut Nutzern binnen Tagen produktiv. Dieses Preis-Leistungs-Verhältnis hält, solange die Stellen- und Kandidatengrenze kein Problem ist und das Team weder tiefes Reporting noch 24/7-Support braucht.
Unattraktiv wird es genau an dem Punkt, den die meisten wachsenden Agenturen irgendwann erreichen: Mehr als 15 gleichzeitig laufende Stellen erzwingen den Wechsel zu Enterprise und mehr als verdoppeln den Preis pro Sitzplatz. Selbst dann bemängeln mehrere Capterra-Reviewer, dass die „AI suggestions often miss the mark" bei differenzierteren Personalentscheidungen, und Karriereseiten-Anpassung sowie Recruiter-Performance-Reporting bleiben unabhängig von der Stufe schmal. Manatal ist ein ATS mit aufgesetzten KI-Funktionen für Kandidaten, die bereits in der Pipeline sind — eine eigene Suche außerhalb der eigenen Datenbank gibt es nicht, nur die LinkedIn-Chrome-Erweiterung.
Agenturen, die aktiv neue Kandidaten finden müssen, brauchen also weiterhin ein zweites Werkzeug.
Ein anderer Blick auf die Kosten
Sprad: pro Sitzplatz zahlen, dann nur für das, was passiert
Sprad verlangt 59 € pro Recruiter und Monat für das ATS und den eigenen Talent-Pool der Agentur, danach werden Suchen, Ansprache und Interviews per Credit abgerechnet — nur wenn sie tatsächlich stattfinden, aussortierte Profile kosten nichts. Ein 5-köpfiges Team zahlt als Basis 295 €/Monat (3.540 €/Jahr), ein 15-köpfiges 885 €/Monat (10.620 €/Jahr) — mehr als Manatals Professional-Stufe, aber ohne Stellen- oder Kandidatendeckel und mit einer Anforderungssuche über mehr als 1 Milliarde externe Profile fest eingebaut statt einer Chrome-Erweiterung. Jedes Konto bekommt zudem 200 Credits im Monat gratis, keine Kreditkarte nötig, und eine vollständige Bewerbungsprüfung kostet rund 3 Credits.
Vollständige Zahlen: sprad.io/industry/recruitment-agencies.
Eine weitere Option, die einen Blick wert ist
Zoho Recruit startet in der Staffing-Agency-Edition mit seinem Standard-Plan sogar günstiger als Manatal, ab 25 US-Dollar pro User und Monat bei jährlicher Abrechnung (rund 23 €), plus einer kostenlosen Stufe für eine einzelne offene Stelle — eine vernünftige Alternative, wenn allein das Budget zählt. Es bündelt von Haus aus mehr Jobbörsen- und Social-Recruiting-Reichweite als Manatal, aber die KI-gestützte Zuordnung gibt es erst ab der Professional-Stufe (rund 36 €/User/Monat), und Bewertungen beschreiben sie als „basic" im Vergleich zu neueren, KI-nativen Tools. Ausführlicher Vergleich: Manatal vs. Zoho Recruit.
FAQ
Wie viel kostet Manatal pro Recruiter?
15 US-Dollar pro User und Monat im Professional-Plan bei jährlicher Abrechnung (19 $ bei monatlicher Zahlung), Stand September 2026. Enterprise kostet 35 $ im Monat bei Jahresabrechnung, Enterprise Plus 55 $.
Gibt es eine kostenlose Testphase bei Manatal?
Ja, jede Stufe bringt 14 Tage kostenlose Testphase mit, ohne dass vorher ein Demo-Gespräch nötig ist.
Berechnet Manatal Aufpreise für KI-Funktionen?
Nein — KI-Kandidatenempfehlungen und Lebenslauf-Parsing sind schon ab Professional enthalten. Extra kosten dagegen Workflow-Automatisierung und API-/SSO-Zugang, die hinter Enterprise beziehungsweise Enterprise Plus liegen.
Was passiert, wenn meine Agentur über die 15-Stellen-Grenze wächst?
Dann ist ein Upgrade auf Enterprise nötig, das die Stellen- und Kandidatengrenze aufhebt, aber den Preis pro Sitzplatz von 15 auf 35 US-Dollar mehr als verdoppelt.
Gibt es eine günstigere Alternative zu Manatal?
Zoho Recruit startet in der Staffing-Agency-Edition niedriger, bei rund 23 € pro User und Monat, und hat sogar eine kostenlose Stufe für eine einzelne Stelle. Sprad kostet pro Sitzplatz mehr (59 €), bringt dafür externe Suche über mehr als 1 Milliarde Profile und einen Talent-Pool mit, der bei der Agentur bleibt — beides bietet Manatal in keiner Stufe.
Unterstützt Manatal deutschsprachige Teams?
Ja — die Oberfläche gibt es neben Englisch auch auf Deutsch, Spanisch und Französisch, und Karriereseiten unterstützen noch weitere Sprachen.
Die eigentliche Frage hinter dem Preis
Ein niedriger Preis pro Sitzplatz lässt sich leicht vergleichen, deckt aber nur die ATS-Ebene ab — die Verwaltung von Kandidaten, die schon in Ihrer Pipeline stehen. Er sagt nichts darüber, wie diese Kandidaten überhaupt dorthin kommen, oder was mit dem aufgebauten Netzwerk passiert, sobald ein Abo endet. Sprads Preismodell ist auf eine andere Frage ausgerichtet: Das Netzwerk Ihrer Agentur wird zu einem Talent-Pool, der bei Ihnen bleibt, durchsuchbar über mehr als eine Milliarde externe Profile, in derselben Oberfläche wie ATS, Screening und Ansprache — mit 200 Gratis-Credits im Monat, ohne Kreditkarte.
Was das für Ihre Teamgröße bedeutet, sehen Sie unter sprad.io/industry/recruitment-agencies.


