Bullhorn kostet laut eigener Preisseite ab 99 US-Dollar pro Nutzer und Monat im Starter-Plan, im Core-Plan sind es 165 US-Dollar. Beide Pläne werden monatlich abgerechnet, ein Jahresrabatt ist nirgends ausgewiesen. Stand ist September 2026, Quelle die Preisseite von Bullhorn. KI-Suche, Automatisierung und Analytics sind in beiden Stufen nicht enthalten: Sie stecken erst in Pro und Max, und die gibt es nur nach einem Vertriebsgespräch.
Die vier Pläne von Bullhorn im Detail
Bullhorn verkauft vier Stufen. Nur die unteren zwei haben einen öffentlichen Preis, die oberen zwei laufen über „Talk to us".
| Plan | Preis | Was enthalten ist |
|---|---|---|
| Starter | 99 $/Nutzer/Monat (~91 €) | ATS, Lebenslauf-Parsing, Kunden-Management, Job-Posting, Karriereportal, Standard-Support |
| Core | 165 $/Nutzer/Monat (~152 €) | Alles aus Starter, dazu App Marketplace mit 300+ Partnern, Custom Fields, LinkedIn-Integration, Email-Sidebar |
| Pro | Individuelles Angebot | Alles aus Core, dazu KI-Suche/-Matching, Amplify-Chat-LLM, Data Enrichment, Automatisierungen, Call-Transkription, Analytics, ein fester Account Manager |
| Max | Individuelles Angebot | Alles aus Pro, dazu agentenbasierte Workflows, Omni-Channel-Ansprache, autonomes Screening, ein Website-Chatbot |
Die entscheidende Grenze liegt zwischen Core und Pro: Alles, was auf Bullhorns Marketing-Seiten nach KI aussieht, steht oberhalb dieser Linie. Wer Starter oder Core bucht, betreibt eine Kandidatendatenbank mit E-Mail-Anbindung, kein KI-gestütztes ATS.
Ein Hinweis für alle, die noch mit einer älteren Quelle vergleichen: Manche Verzeichnisse (etwa eine OMR-Reviews-Liste mit Stand August 2022) führen noch Bullhorns frühere Tarifnamen — Team, Corporate, Enterprise, Enterprise Plus. Bullhorn hat die Reihe seither auf Starter/Core/Pro/Max umbenannt. Steht irgendwo ein Preis neben einem der alten Namen, ist er veraltet.
Versteckte Kosten
- Der KI-Sprung zu Pro oder Max. Weil Bullhorn keinen Preis für Pro oder Max veröffentlicht, lässt sich das im Voraus nicht budgetieren. Den tatsächlichen Preis nennt erst ein Vertriebsgespräch, individuell je Konto verhandelt.
- Das Automatisierungs-Add-on, schon unterhalb von Pro. Bullhorn Automation (aufgebaut auf der zugekauften Herefish-Plattform) ist nicht in Starter oder Core enthalten. Auf der Preisseite steht dazu ebenfalls nichts, Schätzungen von Drittanbietern nennen aber rund 750 $/Monat (etwa 690 €) als Pauschale, nicht pro Sitz gestaffelt — was ein 5er-Team pro Kopf deutlich stärker trifft als ein 25er-Team.
- Enrichment-Zusatzkosten. Data Enrichment steckt zwar in Pro/Max, viele Agenturen kombinieren Bullhorn trotzdem mit einem Drittanbieter wie Kaspr oder Lusha für Kontaktanreicherung, ein eigener Posten komplett außerhalb von Bullhorn.
- Implementierungsgebühren — und keine Quelle nennt dieselbe Spanne. Nutzer auf Capterra berichten von Einführungskosten „im vierstelligen Bereich", andere öffentliche Kostenschätzer nennen Spannen von rund 1.000 $ bis 50.000+ $ (etwa 920 € bis 46.000+ €), je nach Migrationsaufwand und Teamgröße. Genau diese Streuung ist die ehrlichste Antwort: Bullhorn veröffentlicht keine Zahl, also kennt sie außerhalb eines echten Angebots niemand verlässlich.
- Jährliche Preisanpassung bei Vertragsverlängerung. Dieselben Capterra-Bewertungen nennen eine jährliche Preisindexierung bei Renewal, öffentliche Schätzungen beziffern die übliche Erhöhung auf rund 20 %, auf der Preisseite selbst steht davon nichts.
- Keine kostenlose Testphase auf keiner Stufe; der Zugang beginnt mit einem Vertriebsgespräch. Auch eine Mindestlaufzeit oder Mindest-Seatzahl ist auf der Preisseite selbst nicht sichtbar, beides wird erst im Vertriebsprozess festgelegt.
Für eine Agentur, die vergleicht, heißt das in der Praxis: Der Preis, den man auf der Website liest, ist der Einstiegspreis für eine Kandidatendatenbank mit Basisfunktionen, nicht der Preis für das Produkt, das in Bullhorns eigenem Marketing beworben wird. Wer wegen KI-Suche oder Automatisierung anfragt, bekommt zuerst ein Vertriebsgespräch und erst danach eine Zahl.
Was 5 und 15 Recruiter wirklich zahlen
Team mit 5 Recruitern, im Starter-Plan
Fünf Recruiter im Starter-Plan kosten 5 × 99 $ = 495 $/Monat, also 5.940 $/Jahr (umgerechnet rund 5.460 € beim Kurs 0,92). Wechselt dasselbe Team ohne jede KI-Funktion in den Core-Plan, sind es 5 × 165 $ = 825 $/Monat, 9.900 $/Jahr (rund 9.110 €). Kommt Pro für KI-Suche oder Automatisierung dazu, gilt der Preis, den Bullhorn nennt. Eine Orientierungsgröße gibt es dafür nicht.
Team mit 15 Recruitern, im Core-Plan
Fünfzehn Recruiter im Core-Plan skalieren linear auf 15 × 165 $ = 2.475 $/Monat, 29.700 $/Jahr (rund 27.320 €). Im Starter-Plan sind es 15 × 99 $ = 1.485 $/Monat, 17.820 $/Jahr (rund 16.400 €). Beide Zahlen enthalten weder Implementierungsgebühren noch die KI-Stufe, und auch nicht das, was ein zusätzliches Enrichment-Tool kosten würde, falls die Lücken der Basispläne geschlossen werden sollen.
Was Core wirklich kostet, sobald Automatisierung dazukommt
Nimmt man dasselbe 5er-Team im Core-Plan und rechnet das Automatisierungs-Add-on von rund 750 $/Monat dazu — damit ist erst das drin, was Bullhorns eigene Marketing-Seiten zeigen —, kommen 5 × 165 $ + 750 $ = 1.575 $/Monat heraus, 18.900 $/Jahr (rund 17.390 €). Das ergibt reale Kosten von 315 $ pro Recruiter und Monat, fast das Doppelte des 165-$-Listenpreises. Genau diese Lücke zwischen beworbenem Sitzplatz-Preis und dem, was ein Team tatsächlich zahlt, sobald es die in Bullhorns eigenen Screenshots gezeigte Automatisierung will, lassen die meisten Rechenbeispiele aus.

Lohnt sich Bullhorn?
Für eine große, etablierte Agentur, deren Arbeitsabläufe längst auf Bullhorns Ökosystem aufgebaut sind (über 300 Integrationen, Payroll- und Vertragsmodule über das Heidrick-&-Struggles-Netzwerk, eingearbeitete Mitarbeiter), ist der Wechselaufwand meist höher als die Kosten des Bleibens, selbst bei individuell verhandeltem Pro- oder Max-Preis. Bewertungen auf G2 loben durchgehend die Breite der Integrationen und die Analytics-Funktionen, sobald eine Agentur auf Pro oder Max ist, und Bullhorn steht dort solide bei 4,2 von 5 über 1.242 Bewertungen — die ausführliche Einordnung steht in unserem Bullhorn-Erfahrungsbericht.
Dieselben G2-Bewertungen beschreiben aber auch eine in die Jahre gekommene Oberfläche: langsame Ladezeiten, dichte Bildschirme, eine steile Einarbeitungskurve für neue Mitarbeiter. Daran ändert ein größeres Budget nichts. Pro und Max legen KI und Automatisierung auf dieselbe Plattform, nicht auf eine neu gebaute.
Schwächer wird das Preis-Leistungs-Argument für eine kleinere oder mittlere Agentur, die Bullhorn 2026 frisch bewertet. Capterras eigene Kategorie-Bewertung vergibt für Bullhorns Preis-Leistungs-Verhältnis nur 3,7 von 5, deutlich unter Benutzerfreundlichkeit (4,1) und Kundenservice (4,0). Eine solche Lücke bedeutet meist, dass Preis und wahrgenommener Nutzen auseinanderlaufen. Wenn die beworbenen KI-Funktionen der Kaufgrund sind, bleibt deren tatsächlicher Preis unbekannt, bis ein Vertriebsmitarbeiter eine Zahl nennt.
Ein günstigerer Weg zum selben Ergebnis
Sprad: pro Sitz zahlen, dann nur für das, was passiert
Ein 5-köpfiges Team zahlt als Basis 295 €/Monat (3.540 €/Jahr), ein 15-köpfiges Team 885 €/Monat (10.620 €/Jahr). Die KI-gestützte Suche über den Pool von 1 Mrd.+ Profilen ist keine separate Stufe hinter einem Vertriebsgespräch: Eine externe Suche kostet 2 Credits je Profil, das die Prüfung besteht (höchstens 100 Credits je Lauf), eine vollständige Bewerbungsprüfung rund 3 Credits.
In einem Test mit 3 realen Rollen in 3 Märkten am 15. August 2026 fand die Sprad-Suche 38 % der Funde, die andere Tools zusammen fanden, gegen 9 % beim besten anderen Tool. Details im Sourcing-Benchmark. Genaue Zahlen für Ihre Teamgröße: sprad.io/industry/recruitment-agencies.
Zwei weitere Optionen, die einen Blick wert sind
Geht es nur darum, Bullhorns KI-Lücke in Starter/Core zu umgehen: Loxo bündelt KI-gestütztes Sourcing und einen selbstaktualisierenden Talent-Graphen von Anfang an in seinen eigenen Preis, statt sie hinter einem individuellen Angebot zu verstecken, lesenswert, wenn KI-Suche das entscheidende Kriterium ist. Vincere steht Bullhorns eigener Positionierung näher (etabliertes ATS/CRM für Zeitarbeit und Personalvermittlung) und ist der direktere Vergleich für Agenturen, die in derselben Werkzeugkategorie bleiben wollen statt zu einem Sourcing-first-Tool zu wechseln.
FAQ
Wie viel kostet Bullhorn pro Recruiter?
99 $/Nutzer/Monat im Starter-Plan, 165 $/Nutzer/Monat im Core-Plan, beide monatlich abgerechnet, Stand September 2026. Pro und Max werden individuell verhandelt und nicht veröffentlicht.
Berechnet Bullhorn Aufpreise für KI-Funktionen?
Ja. KI-Suche und -Matching, der Amplify-Chat-Assistent, Automatisierungen und Analytics gibt es nur in Pro und Max, beide individuell je Konto bepreist statt öffentlich gelistet.
Was kostet das Bullhorn-Automatisierungs-Add-on?
Bullhorn veröffentlicht dazu keinen Preis, Schätzungen von Drittanbietern liegen aber bei rund 750 $/Monat als Pauschale, nicht pro Sitz gestaffelt — für ein kleines Team damit anteilig deutlich teurer als für ein großes.
Gibt es eine kostenlose Testphase bei Bullhorn?
Bullhorn nennt auf der Preisseite keine Selbstbedienungs-Testphase; der Zugang beginnt mit einem Vertriebsgespräch.
Warum liegt Bullhorns Preis-Leistungs-Wert unter den anderen Bewertungen?
Capterra-Nutzer bewerten Bullhorns Preis-Leistungs-Verhältnis mit 3,7 von 5, spürbar unter Benutzerfreundlichkeit (4,1) und Kundenservice (4,0), vor allem wegen Zusatzkosten und Implementierungsgebühren außerhalb des veröffentlichten Sitzplatzpreises.
Was ist die günstigste echte Alternative zu Bullhorn?
Sprads Basis von 59 €/Monat plus Pay-per-Use-Credits kommt insgesamt meist günstiger als Bullhorn Core, besonders wenn Implementierungsgebühren und ein mögliches Pro/Max-Angebot eingerechnet werden, weil ein Sprad-Team nur für Suchen und Interviews zahlt, die tatsächlich stattfinden.
Bietet Bullhorn DACH- oder deutsche Preise an?
Nein. Bullhorns veröffentlichte Preise stehen in US-Dollar, ohne DACH-spezifischen Plan oder deutschsprachige Preisseite.
Was kostet der Umstieg von Starter oder Core auf Pro?
Bullhorn nennt keinen festen Aufpreis. Da Pro individuell verhandelt wird, hängt die Differenz von Teamgröße, Vertragslaufzeit und Verhandlungsposition ab. Ein Budget dafür lässt sich vor dem Gespräch nicht seriös planen.
Die größere Frage hinter dem Preisschild
Ein Preis pro Sitz erzählt nur die halbe Geschichte, wenn das verglichene Tool seine KI-Funktionen hinter einem zweiten, unveröffentlichten Preis versteckt. Wird ein Bullhorn-Vertrag gekündigt, bleiben die Kandidatendatenbank, die Integrationen und die darum gebauten Abläufe bei Bullhorns System, nicht bei der Agentur. Sprads Modell setzt auf das Gegenteil: Das eigene Netzwerk wird zu einem Talent-Pool, der bleibt, durchsuchbar über mehr als eine Milliarde externe Profile, in derselben Oberfläche wie ATS, Screening und Ansprache, mit 200 gratis Credits im Monat und ohne Kreditkarte zum Start. Wie sich das für Ihr Team rechnet: sprad.io/industry/recruitment-agencies. Einen direkten Funktionsvergleich beider Tools finden Sie unter Sprad vs. Bullhorn.


