Social-Recruiting-Agenturen rechnen auf vier Arten ab: mit einer monatlichen Pauschale (Marktspanne grob 1.000 bis 3.500 € plus Werbebudget), mit einem Preis je qualifizierter Bewerbung (grob 50 bis 300 €), mit einer Erfolgsprovision je Einstellung (Workwise: 14 bis 22 % des Jahresgehalts) oder mit Werbebudget plus prozentualem Aufschlag (Sprad: 10 %). Kaum eine Agentur veröffentlicht Preise, deshalb lautet die entscheidende Frage nicht „Was kostet es?“, sondern „Wer trägt das Risiko?“ und „Wem gehören Werbekonto und Bewerber?“. Alle Preise sind Listenpreise, Stand 03.10.2026.
Vier Preismodelle und wer das Risiko trägt
| Modell | Typischer Preis | Das Risiko trägt | Worauf Sie achten |
|---|---|---|---|
| Monatliche Pauschale (Retainer) | etwa 1.000 bis 3.500 € im Monat, dazu 1.000 bis 3.000 € Setup und 500 bis 1.500 € Werbebudget je Stelle und Monat (Marktspanne) | Sie | die Gebühr fällt an, ob Bewerbungen kommen oder nicht |
| Pauschale je Position | Social Natives: 5.000 € je Position | Sie | was passiert, wenn die Stelle offen bleibt? |
| Preis je qualifizierter Bewerbung | etwa 50 bis 300 € je Bewerbung (Marktspanne) plus Mediabudget; eine US-Agentur für Lkw-Fahrer nennt 40 bis 80 $ je qualifizierter Bewerbung bei 10.000 $ Mindest-Werbebudget | geteilt | alles hängt an der Definition von „qualifiziert“ |
| Erfolgsprovision je Einstellung | Workwise: 14, 18 oder 22 % des Bruttojahresgehalts | der Anbieter | hoher Preis je Einstellung, wenig passend für Volumenrollen |
| Werbebudget plus Aufschlag | Sprad: Werbebudget plus 10 %, ab 1.000 € Budget | Sie, aber die Ausgaben sind sichtbar | der Aufschlag wächst mit dem Budget, vereinbaren Sie eine Obergrenze |
Die Marktspannen stammen aus einem deutschen Agenturvergleich (drweb.de, 2026), der keine Einzelquellen nennt. Nutzen Sie sie, um ein Angebot auf Plausibilität zu prüfen, nicht als Preisliste.
Monatliche Pauschale: planbar, aber vom Ergebnis entkoppelt
Ein Retainer bezahlt Betreuung, Kreation und Reporting. Seine Stärke: Die Agentur hat keinen Grund, Ihre Werbeausgaben hochzutreiben. Seine Schwäche: Die Gebühr bleibt gleich, auch in einem Monat ohne eine einzige Bewerbung. Umfragen unter Werbeagenturen zeigen das gleiche Bild, die Pauschale ist das häufigste Modell, Prozentmodelle gibt es vor allem bei großen Budgets (eine US-Umfrage unter Anbietern von Social Ads von 2022 nannte 10 bis 15 % der Ausgaben ab 10.000 $ im Monat).
Rechnen Sie bei jedem Retainer-Angebot drei Kostenblöcke dazu: ein einmaliges Setup, das Werbebudget, das an Meta geht, und eine Mindestlaufzeit. Candidates Attraction, eine britische Agentur, nennt 347 £ für eine 7-Tage-Kampagne oder 719 £ im Monat plus Werbebudget ab 8 £ am Tag für bis zu 8 Rollen bei drei Monaten Mindestlaufzeit, eines der wenigen öffentlichen Beispiele für eine vollständige Preisliste.
Preis je Bewerbung: fair, wenn „qualifiziert“ definiert ist
Die deutsche Agentur FachkräfteRecruiting berechnet nur Bewerbungen, die ihre Vorqualifizierung bestanden haben, und nennt zusätzlich ein Mediabudget von 1.500 bis 5.000 € im Monat. Das verschiebt Risiko zur Agentur, deshalb zählt die Definition: Welche Fragen müssen beantwortet sein? Zählt ein verpasster Anruf? Wer prüft? Schreiben Sie die Definition vor der Unterschrift in den Vertrag.
Erfolgsprovision: nur wenn jemand eingestellt wird
Die Erfolgsprovision ist für den Arbeitgeber das risikoärmste und je Einstellung teuerste Modell. Bei 14 % eines Gehalts von 36.000 € sind das 5.040 € für eine Einstellung, bei 22 % sind es 7.920 €. Das passt zu seltenen, wertvollen Rollen, nicht zu zehn Lager-Einstellungen im Monat.
Werbebudget plus Aufschlag: die transparente Mitte
Im Aufschlagmodell sehen Sie, wie viel Ihres Geldes zu Werbeausgaben wird. Allgemeine Leitfäden für Werbeagenturen nennen Prozentgebühren von 10 bis 20 % der Ausgaben als üblichen Rahmen (SaaS Hero, September 2026), Sprad liegt bei 10 %. Verhandeln sollten Sie die Bezugsgröße: Aufschlag auf das Budget, das Sie wirklich ausgeben, nicht auf ein vorab vereinbartes Budget, das Sie vielleicht gar nicht abrufen.

Rechenbeispiel: eine Stelle, drei Monate
Angenommen: eine gewerbliche Rolle, drei Monate und 1.000 € Werbeausgaben im Monat. Alle Werte sind Marktspannen oder Listenpreise, keine Angebote.
| Modell | Rechnung | Summe, 3 Monate |
|---|---|---|
| Retainer-Agentur, unteres Ende | 3 × 1.000 € Gebühr + 1.000 € Setup + 3 × 1.000 € Werbebudget | 7.000 € |
| Retainer-Agentur, oberes Ende | 3 × 3.500 € Gebühr + 3.000 € Setup + 3 × 1.000 € Werbebudget | 16.500 € |
| Preis je Bewerbung | 20 qualifizierte Bewerbungen × 50 bis 300 €, plus 3 × 1.000 € Werbebudget | 4.000 bis 9.000 € |
| Pauschale je Position | Social Natives, Werbebudget nicht ausgewiesen | 5.000 € |
| Werbebudget plus Aufschlag | 3 × 1.000 € = 3.000 €, plus 10 % | 3.300 € |
Vergleichen Sie Leistung und Preis: In einem Agentur-Retainer stecken Menschen, die Ihre Kampagnen bauen und betreuen, die Zeile mit Aufschlag deckt nur das Sprad-Produkt ab. Und zwanzig qualifizierte Bewerbungen sind eine Annahme: Kein Anbieter kann sie versprechen, ohne Beruf, Region und Gehalt zu kennen.
Acht Fragen vor der Unterschrift
- Steckt das Werbebudget im Preis oder kommt es obendrauf, und sehe ich die Rechnung von Meta?
- Wem gehört das Werbekonto? Gehört es der Agentur, verlässt Ihre Historie mit ihr das Haus.
- Wem gehören die Bewerberdaten, wenn der Vertrag endet?
- Wie genau ist eine „qualifizierte“ Bewerbung definiert, und wer entscheidet?
- Wie lang ist die Mindestlaufzeit, und was kostet ein vorzeitiger Ausstieg?
- Gibt es Setup- oder Kreationsgebühren, und wem gehören Anzeigen und Videos?
- Welche Zahlen bekomme ich: Ausgaben, Kosten je Bewerbung, Kosten je qualifizierter Bewerbung, Kosten je Einstellung?
- Wer qualifiziert die Bewerber vor, und wie schnell bekommen sie eine Antwort? Per WhatsApp erreichen Sie gewerbliche Kandidaten, doch die Regeln sollten Sie kennen.
Wann sich eine Agentur lohnt und wann Software genügt
Eine Agentur lohnt sich, wenn Sie intern keine Marketing-Kapazität haben und Kreation, Anzeigenaufbau und Optimierung abgeben wollen. Software mit Aufschlagmodell lohnt sich, wenn Sie wiederkehrend dieselben Rollen besetzen, jeden ausgegebenen Euro sehen und Bewerber im eigenen Talent Pool statt bei einem Anbieter behalten wollen.
So rechnet Sprad ab
Sprad Social Recruiting schaltet Stellenanzeigen auf Instagram und Facebook, genau dort, wo Pflegekräfte, Handwerker, Fahrer und andere gewerbliche Fachkräfte jeden Tag sind. Ein KI-Talent-Agent qualifiziert jede Bewerbung per WhatsApp, Telefon oder Web vor. Alle Bewerber landen im eigenen Talent Pool des Arbeitgebers, also bleiben die Kontakte bei Ihnen statt bei einer Plattform. Abgerechnet wird das Werbebudget plus 10 %, ab 1.000 € Budget, das sich auf mehrere Stellen verteilen lässt. Mehr unter Sprad Social Recruiting, auf den Branchenseiten für Gesundheitswesen und Logistik oder in der Preisübersicht.
FAQ
Was kostet eine Social-Recruiting-Agentur?
Marktspannen liegen bei etwa 1.000 bis 3.500 € im Monat für die Gebühr, dazu Werbebudget und oft ein einmaliges Setup von 1.000 bis 3.000 €. Eine Pauschale je Position kann 5.000 € betragen. Fragen Sie immer, was enthalten ist.
Ist der Preis je Bewerbung günstiger als eine Pauschale?
Nicht automatisch. Bei 50 bis 300 € je qualifizierter Bewerbung kosten zwanzig Bewerbungen vor Werbebudget 1.000 bis 6.000 €. Günstiger wird es nur, wenn „qualifiziert“ eng definiert ist und tatsächlich so viele kommen.
Was bedeutet „Werbebudget plus Aufschlag“?
Sie zahlen die echten Werbekosten plus einen festen Prozentsatz. Bei 10 % und 3.000 € Budget sind es 3.300 € insgesamt, und die 3.000 € sehen Sie im Meta-Konto.
Garantieren Agenturen Bewerbungen oder Einstellungen?
Manche bieten Garantien an, meist an eine enge Definition geknüpft. Lesen Sie, was als Bewerbung zählt, wie lange die Garantie gilt und was im Fall der Fälle passiert.
Wem gehört das Werbekonto?
Klären Sie das vor dem Vertrag. Gehören Ihnen Konto und Bewerberdaten, können Sie wechseln, ohne Ihre Historie zu verlieren.


