Spott und Loxo lösen unterschiedliche Probleme in derselben Kategorie. Spott ist ein KI-natives CRM, das aus Kandidaten, die Sie bereits kennen, mehr herausholt — Unified Inbox, automatisch aktualisierte Datensätze, KI-Gesprächsnotizen. Loxo kombiniert ein ähnliches ATS mit einer eigenen Datenbank aus 1,2 Milliarden Profilen. Beide sind nicht günstig, und keines bietet eine deutsche Oberfläche. Wer externes Sourcing UND ein KI-natives CRM braucht, ohne sich an Loxos Jahresbindung zu binden, findet in Sprad eine dritte Option.
Spott vs. Loxo vs. Sprad im Überblick
Alle Preise pro Recruiter-Platz und Monat, Stand September 2026.
| Kategorie | Spott | Loxo | Sprad |
|---|---|---|---|
| Einstiegspreis | 119 $/Monat jährlich (Core), 149 $ monatlich | 149 $/Monat jährlich (Core), nur Jahresabrechnung | 59 €/Monat Basis + Credits nach Nutzung |
| Suche außerhalb der eigenen Datenbank | Kein eingebautes Tool, nur Drittanbieter-Integrationen | Ja — Loxo Source, 1,2 Mrd. gebündelte Profile | Ja — Anforderungssuche über 1 Mrd.+ Profile |
| Eigener Talent-Pool nach Kündigung | Bestehende Daten bleiben, keine gebündelten externen Profile | Eigene Datenbank plus gesourcte Profile bleiben | Einwilligungsbasierter Pool bleibt bei der Agentur |
| KI-Matching | Semantische Suche über eigene Datensätze | Talent-Graph, semantische Suche (Professional-Plan) | Anforderungssuche mit Score und Begründung je Kriterium |
| Ansprache | E-Mail-, LinkedIn-, WhatsApp-, SMS-Sequenzen (Pro-Plan) | E-Mail-Sequenzen; dokumentierte Zustellprobleme | Nur LinkedIn, einwilligungsbasiert |
| Unified Inbox / CRM | Ja, nativ, ab Core | ATS/CRM-Kern, keine dokumentierte Unified Inbox | Auftraggeber-Kontext (Beta), speist nur die KI |
| Voice-/Video-Interview-Screening | Nicht im Angebot | Nicht im Angebot | Ja, 12 Sprachen |
| DACH / Deutsch | Keine deutsche Oberfläche | Keine deutsche Oberfläche, US-fokussiert | Für DACH-Agenturen gebaut, EU-gehostet |
| Migration | White-Glove, laut Case Studies „unter vier Wochen" | Nicht öffentlich dokumentiert | Kostenloser Import des Altbestands (CSV, generischer Import) |
Spott: ein KI-natives CRM für den Bestand, den Sie schon haben
Spott wurde 2024 im belgischen Leuven gegründet. Das Versprechen ist Konsolidierung: eine Unified Inbox für E-Mail, WhatsApp, SMS und Anrufe, ein KI-Notetaker, der Gespräche in unter einer Minute zusammenfasst, und semantische Suche über die eigenen Kandidaten- und Kundennotizen. Die G2-Bewertungen sind fast durchweg begeistert, die Basis ist aber dünn: 11 auf G2, 2 auf Capterra, mindestens eine davon ausdrücklich als „Source: G2 invite" markiert.
Was laut Nutzerstimmen und unabhängigen Redaktionstests durchgängig fehlt: ein eingebauter Weg, Kandidaten zu finden, die noch nicht in der eigenen Datenbank stehen — Spott ist ein Datenbank-Veredler, kein Sourcing-Werkzeug. Nutzer kritisieren zudem einen Notetaker, der bei rund einer Minute endet, sowie fehlende teamweite Sichtbarkeit auf die LinkedIn-Nachrichten von Kollegen.
Loxo: eine Sourcing-Plattform mit angehängtem ATS
Loxo wurde bereits 2012 in Denver gegründet — ein Jahrzehnt bevor es Spott gab. Kernstück ist Loxo Source, eine tatsächlich gebündelte Datenbank aus 1,2 Milliarden Profilen — keine Weiterverkaufs-Integration, wie sie die meisten CRM-first-Tools nutzen. Darauf sitzt ein selbst-aktualisierendes CRM sowie ein KI-Notetaker für Zoom-, Teams- und Google-Meet-Gespräche. Die G2-Bewertungen loben, „alles in einer Oberfläche statt Tool-Wildwuchs" zu haben, mehrere sagen, die Chrome-Erweiterung „halbiere die Rechercheszeit".
Die wiederkehrende Kritik betrifft das Preis-Leistungs-Verhältnis: mehrere Bewertungen bezeichnen den Funktionsumfang als „enttäuschend für den Preis", und sowohl G2 als auch Capterra nennen Ausfälle bei der E-Mail-Automatisierung und Zustellprobleme. Die mobile App wird wiederholt als „furchtbar" beschrieben, und Loxo hat weder eine deutsche Oberfläche noch DACH-spezifische Preise.
Der eigentliche Unterschied: Veredelung gegen Beschaffung
Das ist die Achse, die wirklich entscheidet, welches Tool passt: Spott macht Ihren bestehenden Bestand klüger und schneller bearbeitbar, Loxo hilft Ihnen, Kandidaten zu finden, die Sie noch nicht haben. Eine Capterra-Nutzerin, die von Loxo zu Spott wechselte, brachte es direkt auf den Punkt: „Loxo war nicht nur zu teuer, es hat auch meine Anforderungen beim Kandidaten-Matching nicht erfüllt." Das ist ein echter Trade-off, keine Marketing-Zeile — er läuft nur in die andere Richtung, wenn Ihr Engpass die Suche nach neuen Kandidaten ist statt die Verwaltung bestehender. Eine Agentur mit starkem Netzwerk, die schneller nachfassen will, tendiert zu Spott; eine Agentur, die Reichweite in Märkte oder Nischen aufbauen muss, die sie noch nicht abdeckt, tendiert zu Loxo.
Was fünf Recruiter wirklich zahlen
Auf Spotts Core-Plan kosten fünf Recruiter 5 × 109,50 € = 547,50 €/Monat, also rund 6.570 €/Jahr, bei jährlicher Abrechnung. Auf Loxos Core-Plan zahlt dasselbe Team 5 × 137,08 € = 685,40 €/Monat, also rund 8.225 €/Jahr — und Loxo rechnet ausschließlich jährlich ab, es gibt keine günstigere monatliche Rückfalloption. Beide Zahlen enthalten weder Spotts separate Enrichment-Credits noch die Kosten von Loxos Professional-Tarif, falls das Team die Talent-Graph-KI-Suche braucht (199 $/Platz/Monat jährlich). Details zu Spott stehen im ausführlichen Preisvergleich. Bei Sprad zahlt dasselbe Fünf-Recruiter-Team eine Basis von 295 €/Monat (3.540 €/Jahr) für ATS und Talent-Pool und zahlt dann nur für Suchen, Ansprache und Interviews, die es tatsächlich durchführt — eine vollständige Bewerbungsprüfung kostet rund 3 Credits, eine externe Suche über den Pool mit mehr als 1 Mrd. Profilen kostet 2 Credits je Profil, das die Prüfung besteht (höchstens 100 Credits je Lauf), und jedes Konto bekommt 200 Credits im Monat gratis.

Die dritte Option: Sprad
Sprad verbindet, was Spott und Loxo jeweils getrennt anbieten: eine Anforderungssuche über mehr als eine Milliarde externe Profile — Sie beschreiben die Rolle in eigenen Worten und bekommen einen Score mit Begründung je Kriterium — plus einen Talent-Pool, dem Kandidaten aktiv zustimmen und der bei der Agentur bleibt, auch nach einer Kündigung. In einem Benchmark am 15. August 2026 fand Sprads Sourcing 38 % der Kandidaten, die die anderen Tools zusammen fanden, gegen 9 % beim besten anderen Tool.
Sprad bringt außerdem Voice- und Video-Interview-Screening in 12 Sprachen mit, das weder Spott noch Loxo anbietet, und ist EU-gehostet mit DACH-Agenturen als Startmarkt.
Was passt zu welcher Agentur?
- Sie haben ein starkes bestehendes Netzwerk und wollen schneller nachfassen: Spotts Unified Inbox und Notetaker sparen echte Zeit — akzeptieren Sie, dass externes Sourcing nicht eingebaut ist.
- Sie müssen Kandidaten finden, die in keiner Ihrer bestehenden Datenbanken stehen, und können sich auf Jahresabrechnung einlassen: Loxos gebündelte Suche über 1,2 Mrd. Profile ist die vollständigste eingebaute Sourcing-Engine der drei.
- Sie brauchen beides — Sourcing und eine Datenbank, die bleibt — ohne rein englische Oberfläche oder Jahresvertrag: Sprad ist für genau diese Kombination gebaut, mit Talent-Pool und externer Suche in einer Oberfläche.
- Sie betreiben Zeitarbeit mit Payroll-Bedarf: Keines der drei Tools hat ein Payroll-Modul — schauen Sie sich stattdessen eine Zeitarbeits-spezifische Plattform an.
FAQ
Hat Spott eine eigene Kandidaten-Datenbank wie Loxo?
Nein. Spott reichert Kandidaten an, die Sie bereits haben, und organisiert sie; externes Sourcing läuft nur über Drittanbieter-Integrationen, nicht über eine gebündelte Datenbank. Loxos Loxo Source mit 1,2 Milliarden Profilen ist fest eingebaut.
Ist Loxo günstiger als Spott?
Nicht auf der Einstiegsstufe. Loxos Core-Plan kostet 149 $/Platz/Monat jährlich gegenüber Spotts 119 $, und Loxo bietet nur Jahresabrechnung an — Spott veröffentlicht wenigstens einen (höheren) Monatspreis als Rückfalloption.
Kann eine Agentur Spott und Loxo gleichzeitig nutzen?
Technisch spricht nichts dagegen, aber die meisten Agenturen entscheiden sich für ein System als Datenführer — beide parallel zu betreiben bedeutet, zwei Sitzplatzpreise für überlappende ATS-/CRM-Funktionen zu zahlen.
Was ist für eine DACH-Agentur besser?
Keines der beiden Tools hat, Stand September 2026, eine deutsche Oberfläche oder DACH-spezifische Preise. Sprad ist mit DACH-Agenturen als Startmarkt gebaut und standardmäßig EU-gehostet.
Was kostet Sprad im Vergleich zu Spott und Loxo?
59 € pro Recruiter und Monat für ATS und Talent-Pool, danach Credits nur für tatsächlich durchgeführte Suchen, Ansprache und Interviews — mit 200 Gratis-Credits jeden Monat. Spott und Loxo verlangen beide einen festen Sitzplatzpreis, unabhängig von der Nutzung. Die vollständige Rechnung steht unter sprad.io/pricing.
Ist Loxos mobile App für Recruiter unterwegs brauchbar?
Mehrere G2- und Capterra-Bewertungen beschreiben sie, Stand September 2026, als „furchtbar" — vor dem Kauf selbst testen, wenn Ihr Team viel unterwegs rekrutiert.
Die größere Frage hinter dem Vergleich
Das eigentliche Kapital jeder Personalberatung ist ihr Netzwerk, nicht die Softwarelizenz. Kündigen Sie ein Sitzplatz-CRM, geht in den meisten Fällen die darin aufgebaute Reichweite mit dem Abo verloren. Sprads Ansatz hält einen Talent-Pool, der Ihnen gehört, durchsuchbar zusammen mit einer Anforderungssuche über mehr als eine Milliarde externe Profile — startend mit 200 Gratis-Credits im Monat, ohne Kreditkarte. Was das für Ihre Teamgröße bedeutet, sehen Sie unter sprad.io/industry/recruitment-agencies.



