Eine Stellenanzeige kostet in Deutschland zwischen 0 € und rund 1.500 € je Stelle, je nachdem, ob Sie einen Festpreis, Klicks, einen Erfolgsanteil oder Werbebudget bezahlen. Kostenlose Möglichkeiten gibt es (Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, die erste Anzeige bei Kleinanzeigen, drei Anzeigen im Monat bei Indeed). Entscheidend ist aber nicht der Preis der Anzeige, sondern der Preis je Einstellung. Alle Preise unten sind Listenpreise, Stand 3. Oktober 2026.
Die sechs Wege, eine Stellenanzeige zu bezahlen
Angebote lassen sich schwer vergleichen, weil Anbieter Verschiedenes verkaufen: einen Platz auf einer Seite für 30 Tage, Klicks oder eine Einstellung. Ordnen Sie jedes Angebot deshalb zuerst einem dieser Modelle zu.
| Modell | Beispiele (Listenpreis) | Sie zahlen für | Das Risiko liegt bei |
|---|---|---|---|
| Kostenlose Anzeige | Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit (kostenlos) · Kleinanzeigen: erste Jobanzeige je 30 Tage kostenlos, danach 12,99 bis 14,99 € · Indeed: bis zu drei kostenlose Anzeigen im Monat · LinkedIn: ein kostenloser Job gleichzeitig | eine einfache Anzeige ohne Bewerbung | Ihnen, bei wenig Reichweite und Steuerung |
| Festpreis je Anzeige | Fachbörsen 89 bis 199 € · stellenanzeigen.de 290 € (Einstieg) bis über 920 € · jobs.de 979 bis 1.485 € · karriere.at 949 bis 1.599 € · Jobware 1.150 bis 1.850 € · StepStone ab 199 €, Standardanzeige 1.449 € | einen Platz auf der Börse für etwa 30 Tage | Ihnen, der Preis hängt nicht vom Ergebnis ab |
| Abo | StepStone-Paket ab 249 € im Monat bei 12 Monaten Laufzeit (für Neukunden) | eine Anzahl aktiver Stellen über einen Zeitraum | Ihnen, auch wenn die Stelle früh besetzt ist |
| Pay per Click oder Bewerbung | Indeed Sponsored Jobs, Tagesbudget frei wählbar, Abrechnung je Klick oder begonnener Bewerbung | Interaktionen mit Ihrer Anzeige | geteilt, aber Klicks sind keine Bewerber |
| Erfolgsanteil | Workwise 14 / 18 / 22 % des Bruttojahresgehalts je Einstellung · Instaffo 12 bis 15 % | eine Einstellung | dem Anbieter, bei hoher Gebühr je Einstellung |
| Werbebudget plus Aufschlag | Sprad: Werbebudget plus 10 %, ab 1.000 € Budget · HeyJobs HIRE ab 400 € im Monat · TalentBait ab 700 € je 30 Tage | Social-Media-Anzeigen auf Instagram und Facebook | Ihnen, aber jeder ausgegebene Euro ist sichtbar |
Jobbörsen: Was eine Anzeige kostet
Deutsche Börsen bilden drei Preisstufen. Fachbörsen kosten etwa 90 bis 200 € je Anzeige (stellenwerk 89 €, greenjobs 98 €, heise Jobs 129 €, medi-jobs 199 €). Generalisten verlangen rund 900 bis 1.900 € (jobs.de, karriere.at, Jobware). StepStone liegt dazwischen, mit Einstiegspaketen ab 199 € und einer Standardanzeige für 1.449 €. Unser Ratgeber zu den StepStone-Kosten schlüsselt das auf, deshalb wiederholen wir es hier nicht.
Kostenlos sind die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit und bei Kleinanzeigen für Gewerbetreibende seit dem 3. März 2025 eine Jobanzeige je 30 Tage. Indeed erlaubt bis zu drei kostenlose Anzeigen im Monat, bezahlt wird nur für Hervorhebungen, je Klick oder je begonnener Bewerbung, mit frei wählbarem Tagesbudget. Auf LinkedIn ist eine einfache Anzeige kostenlos, die bezahlte Variante beginnt bei etwa 5 bis 10 € am Tag.
Social-Media-Anzeigen: Was sich auf der Rechnung ändert
Bei Social Recruiting läuft es umgekehrt. Sie mieten keinen Platz, an dem Menschen suchen, sondern bezahlen Meta dafür, die Anzeige Menschen zu zeigen, die zur Rolle passen, ob sie gerade suchen oder nicht. Die Rechnung besteht deshalb aus Werbebudget plus Gebühr des Anbieters. Die Gebühr kann ein Paket sein, ein Anteil am Gehalt oder ein Aufschlag.
HeyJobs verkauft Pakete: HIRE beginnt bei 400 € je Stelle und Monat mit 1.200 € Mindestbudget, der Kandidatenpool gehört dem Anbieter.
TalentBait rechnet je Kampagne ab: ab 700 € je 30 Tage. Ob das Mediabudget darin steckt, nennt der Anbieter nicht.
Workwise ist der Sonderfall mit Erfolgsanteil: Sie zahlen 14, 18 oder 22 % des Bruttojahresgehalts, aber nur bei einer Einstellung.
Für die reinen Anzeigenkosten gibt es einen offenen Benchmark 2026 mit echter Stichprobe: 891 betreute Meta-Kampagnen, Median 13,88 $ je Bewerbung, von rund 3 $ am günstigen bis 66 $ am teuren Ende (Boostpoint, USA). Er zählt Bewerbungen, keine Einstellungen, und für Deutschland haben wir keinen vergleichbaren gefunden.

Rechenbeispiel: eine Stelle und fünf Stellen
Eine Stelle, 30 Tage. Eine StepStone-Standardanzeige kostet 1.449 €. Eine Fachbörse kostet etwa 129 €, wenn es für Ihren Beruf eine gibt. Eine kostenlose Anzeige kostet 0 €. Eine Sprad-Kampagne mit dem Mindestbudget von 1.000 € kostet 1.100 € (Budget plus 10 %).
Fünf Stellen, 30 Tage. Fünf StepStone-Anzeigen kosten 7.245 €. Fünf Anzeigen bei jobs.de zum niedrigsten Preis kosten 4.895 €. Ein Social-Budget von 5.000 € kostet mit dem Sprad-Aufschlag insgesamt 5.500 € und lässt sich frei auf die fünf Stellen verteilen. Workwise berechnet nur bei Einstellung, 14 % eines angenommenen Gehalts von 36.000 € sind 5.040 € je Einstellung.
Der Preis der Anzeige sagt nichts darüber, was Sie dafür bekommen. Die nächste Tabelle rechnet deshalb dieselben Ausgaben in Kosten je Einstellung um, abhängig davon, wie viele Ihrer fünf Stellen Sie tatsächlich besetzen.
| Fünf Stellen, 30 Tage | Gebühren gesamt | Kosten je Einstellung bei 5 Einstellungen | bei 3 | bei 1 |
|---|---|---|---|---|
| StepStone-Standardanzeigen (5 × 1.449 €) | 7.245 € | 1.449 € | 2.415 € | 7.245 € |
| Sprad Social Recruiting (5.000 € Budget + 10 %) | 5.500 € | 1.100 € | 1.833 € | 5.500 € |
| Workwise (14 % von 36.000 €) | 5.040 € je Einstellung | 5.040 € | 5.040 € | 5.040 € |
Das ist Rechnung mit Listenpreisen, kein Ergebnis. Sie zeigt die Form der Entscheidung: Bei Festpreisen steigen die Kosten je Einstellung steil, wenn wenige Stellen besetzt werden, ein Erfolgsanteil bleibt flach, beginnt aber hoch. Ihre eigene Arbeitszeit kommt obendrauf. Branchenquellen nennen für Deutschland durchschnittlich 3.500 bis 5.000 € je Einstellung bei Fachkräften, das schließt mehr als Anzeigengebühren ein. Nutzen Sie die Zahl als Plausibilitätscheck, nicht als Ziel.
Versteckte Kosten, die das Ergebnis ändern
- Laufzeit und Verlängerung. 30 Tage sind üblich. Eine Stelle, die drei Monate offen bleibt, kostet drei Anzeigen statt einer.
- Mindestbudget oder Mindestlaufzeit. HeyJobs HIRE hat 1.200 € Mindestbudget, andere Anbieter empfehlen drei Monate. Prüfen Sie, wozu Sie sich verpflichten.
- Wem die Bewerber gehören. Bei Börsen und Plattform-Pools bleiben die Kontakte bei der Plattform. Wenn Sie nicht mehr zahlen, ist die Reichweite weg.
- Ihre eigene Zeit. Jede unpassende Bewerbung kostet Minuten. Vorqualifizierung per Chat oder Telefon, wie in unserem Beitrag zu WhatsApp als Kontaktweg beschrieben, nimmt diesen Aufwand von Ihrem Team.
- Klicks sind keine Bewerber. Ein Klick für 1 € ist nur günstig, wenn daraus eine passende Bewerbung wird.
Was lohnt sich wann?
- Büro- und Fachrollen mit aktiv Suchenden: eine Börsenanzeige, am besten auf einer Fachbörse, plus die kostenlosen Wege.
- Gewerbliche Rollen und Schichtberufe in Pflege, Handwerk oder Logistik: Wer im Job ist, schaut selten auf Jobbörsen, Social-Anzeigen erreichen mehr dieser Menschen. Mehr dazu in unserem Beitrag zum Screening gewerblicher und kaufmännischer Bewerber.
- Eine oder zwei wertvolle Besetzungen: Ein Erfolgsanteil begrenzt Ihr Risiko.
- Dauerhafter Bedarf: Bevorzugen Sie ein Modell, bei dem Bewerber in einem Pool landen, der Ihnen gehört, damit die nächste Stelle nicht bei null beginnt.
So rechnet Sprad Social Recruiting ab
Sprad Social Recruiting schaltet Stellenanzeigen auf Instagram und Facebook, genau dort, wo Pflegekräfte, Handwerker, Fahrer und andere gewerbliche Fachkräfte jeden Tag sind. Ein KI-Talent-Agent qualifiziert jede Bewerbung per WhatsApp, Telefon oder Web vor. Alle Bewerber landen im eigenen Talent Pool des Arbeitgebers, also bleiben die Kontakte bei Ihnen statt bei einer Plattform. Abgerechnet wird das Werbebudget plus 10 %, ab 1.000 € Budget, das sich auf mehrere Stellen verteilen lässt, empfohlen sind drei Monate. Mehr unter Sprad Social Recruiting oder auf den Seiten für Gesundheitswesen und Logistik.
FAQ
Was kostet eine Stellenanzeige?
Von 0 € bei kostenlosen Anzeigen über 89 bis 199 € bei Fachbörsen bis 900 bis 1.900 € bei Generalisten. StepStone liegt mit einer Standardanzeige bei 1.449 €. Social-Media-Anzeigen beginnen bei etwa 1.000 € Werbebudget im Monat.
Lohnen sich kostenlose Stellenanzeigen?
Sie kosten nichts und sind einen Versuch wert, etwa die Bundesagentur für Arbeit oder die erste Anzeige bei Kleinanzeigen. Reichweite und Steuerung sind begrenzt, deshalb kombinieren die meisten Arbeitgeber sie mit einem bezahlten Kanal.
Ist Social Media günstiger als eine Jobbörse?
Das hängt von Rolle und Bewerberquote ab. Bei gewerblichen Rollen erreichen Social-Anzeigen oft Menschen, die nie auf Börsen suchen. Vergleichen Sie die Kosten je Einstellung, nicht den Preis der Anzeige.
Wie berechnet man die Kosten je Einstellung?
Addieren Sie alle Gebühren, das Werbebudget und Ihre interne Arbeitszeit für eine Stelle und teilen Sie durch die Zahl der Einstellungen. Die Tabelle oben zeigt, wie dieselben Ausgaben bei fünf, drei oder einer Einstellung ganz unterschiedlich ausfallen.
Garantieren Jobbörsen Bewerbungen?
Nein. Anzeigen-, Klick- und Abopreise kaufen Sichtbarkeit, keine Bewerber. Auch Sprad garantiert keine Bewerberzahl, sondern gibt Budget-Orientierung je Rolle.
- Was kostet Social Recruiting? Budgets, Kosten pro Bewerbung, Rechenbeispiele
- Social-Recruiting-Agentur: Preismodelle im Vergleich (Pauschale, pro Bewerbung, Budget + Aufschlag)
- Indeed Kosten 2026: Was eine Stellenanzeige wirklich kostet
- Social-Recruiting-Anbieter: alle Preise im Vergleich (2026)
- Der komplette Social-Recruiting-Leitfaden




