Metaview

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Metaview ist eine Recruiting-Plattform mit mehreren KI-Agenten; der stärkste und am längsten ausgebaute Einstiegspunkt bleibt die Dokumentation von Recruiting-Gesprächen. Die Plattform verbindet Gesprächsnotizen und Transkripte mit Bewerbungsprüfung, Sourcing, Outreach und Auswertung. Das ist für Teams interessant, die die Informationen aus Intake, Recruiter Screen, Fachinterview und Debrief nicht in individuellen Mitschriften oder nur in freien ATS-Feldern verlieren wollen. Metaview nennt diesen Ansatz „Agentic Recruiting Platform“. Für die Beschaffung ist das kein Qualitätsurteil, sondern ein Hinweis auf den Umfang: Entscheidend ist, welche Module ein Team wirklich aktivieren möchte und welche Daten zwischen ihnen fließen sollen. Quellen: Metaview Pricing und Metaview Help Center, Stand 20. August 2026.

KriteriumEinordnung zu Metaview
KategorieKI-gestützte Recruiting-Plattform; im Schwerpunkt Interviewnotizen und Gesprächsdokumentation, zusätzlich Sourcing, Application Review, Outreach und Reports.
ZielmarktRecruiter, Hiring Manager, Executive-Search-Partner, Agenturen, wachsende Unternehmen und große Recruiting-Organisationen. Eine Mindestzahl an Mitarbeitenden veröffentlicht Metaview nicht.
PreismodellModulabhängig: monatliche Nutzerlizenzen für Notetaker und Sourcing, volumenbasierter Tarif für Application Review, individuelle Enterprise-Angebote; Reports als kostenpflichtiges Add-on mit Pauschalpreis, dessen Höhe nicht öffentlich genannt wird.
Öffentliche PreiseNotetaker: Free 0 US-Dollar und Pro 60 US-Dollar je Nutzer/Monat. Sourcing: Free 0, Pro 100 und Max 300 US-Dollar je Nutzer/Monat. Application Review: Free 0, Pro 150 US-Dollar/Monat für 500 Reviews. Enterprise und die komplette Plattform: nicht öffentlich. Quelle: Metaview Pricing, Stand 20. August 2026.
SprachabdeckungLaut Anbieter mehr als 50 gesprochene Sprachen für Transkription, einschließlich Deutsch; mehrsprachige Transkription in einem Gespräch ist nur für bestimmte Kombinationen dokumentiert.
Hosting und DatenschutzLaut Anbieter Speicherung auf AWS im Vereinigten Königreich, Verschlüsselung bei Übertragung und Speicherung, DPA sowie DSGVO-Compliance-Aussage. Eine Aussage zu ausschließlich EU-basiertem Hosting wurde in den geprüften öffentlichen Quellen nicht gefunden.
IntegrationenATS/CRM, Kalender-, Telefon- und Videokonferenzwerkzeuge; öffentlich genannt werden unter anderem Ashby, Greenhouse, Lever, Gem und SmartRecruiters. Umfang und Schreibrechte sind integrationsabhängig.
Passende UnternehmensgrößeSchon für einzelne Recruiter per Self-Service testbar; wirtschaftlich und organisatorisch besonders naheliegend bei mehreren Interviewern, wiederkehrenden Rollen oder nennenswertem Bewerbungsvolumen. Das ist eine Einordnung, keine veröffentlichte Mindestgröße.

Was Metaview technisch macht

Im Notetaker-Modul wird ein Gespräch zunächst per Speech-to-Text transkribiert. Als Quellen für die daraus erzeugten Notizen nennt Metaview nicht nur das Gesprochene, sondern auch Meeting-Chat, bei Bildschirmfreigaben verfügbaren Kontext wie Code, Demos oder Präsentationen sowie optional hochgeladene Dateien und frühere Gespräche. Auf dieser Grundlage erzeugt das System eine Zusammenfassung nach einer gewählten Vorlage. Die Notizen bleiben editierbar; an einer Notizsektion lässt sich zum entsprechenden Abschnitt des Transkripts und der Aufzeichnung springen. Für auditierbare Nacharbeit sind Versionen vorhanden; Schwärzungen gelten laut Dokumentation irreversibel für Transkript, Recording, Notizen und abgeleitete Inhalte. Quelle: Metaview AI Notes, Stand 20. August 2026.

Die Vorlagen bilden nicht bloß ein generisches Gesprächsprotokoll ab. Dokumentiert sind etwa Recruiter Screen, Rollen-Intake, Candidate Pack, Coding- und System-Design-Interview sowie mehrere Debrief-Formate. Eigene Templates können sich an vorhandenen Scorecards oder Feedbackformularen orientieren. Dadurch kann ein Team die dokumentierte Evidenz stärker vereinheitlichen; es wird aber nicht automatisch ein gutes Interviewdesign erzeugt. Die Qualität hängt weiter davon ab, ob Fragen, Beurteilungskriterien und Rollenkennzeichnung sauber eingerichtet sind. Eine konkrete strukturelle Grenze nennt Metaview selbst: Die Frage-Antwort-Vorlage ist bei langen Gesprächen mit vielen kurzen Fragen nicht geeignet, weil das System sie dann nicht ausreichend zusammenfassen kann. Quelle: Metaview AI Notes, Stand 20. August 2026.

Die Automatisierung reicht im Notetaker bis zur Erstellung und Speicherung der Notizen, nicht bis zu einer automatischen Einstellungsentscheidung. Notizen können zwar in ein angebundenes ATS übertragen und dort gegebenenfalls mit einer Scorecard verknüpft werden; die Gesprächsinhalte, Auswahl der Vorlage und finale Bewertung bleiben jedoch Aufgaben des Teams. Falsch erkannte Sprache, Eigennamen oder sehr rollenspezifischer Kontext können weiterhin manuelle Korrektur verlangen. Diese Grenze ist für einen fairen Pilot wichtiger als eine reine Demo mit Standardinterview.

Bewerbungsprüfung, Sourcing und Outreach: welche Daten und Automatisierung einbezogen werden

Application Review startet bei einer Rolle und einer Pipeline-Stufe im angebundenen ATS. Aus Stellenausschreibung, optionalen Rollendokumenten und den vom Team ergänzten Kriterien erzeugt Metaview ein „Ideal Candidate Profile“ mit Erfahrungen, Fähigkeiten, Ausbildung, positiven Signalen und Warnhinweisen. Nach der Freigabe prüft das System die Kandidaten dieser Stufe einzeln gegen dieses Profil und liefert eine begründete Zuordnung von Strong Match bis Inconclusive. Ein beschädigter oder nicht parsbarer Lebenslauf kann beispielsweise zu „Inconclusive“ führen. Neue Bewerbungen werden anschließend gegen die aktuelle Profilversion eingeordnet. Quelle: Application Review Overview, Stand 20. August 2026.

Die Grenzen dieses Moduls sind wesentlich: Die Kategorien sind Unterstützung für die Sichtung, nicht der Beweis für Eignung. Metaview beschreibt, dass Nutzer das Profil bearbeiten, Feedback geben und Ergebnisse neu bewerten können. Das Produkt soll niemanden automatisch ablehnen oder zurückstufen; die endgültige Weiterleitung oder Ablehnung wird von einem Menschen ausgelöst. Wer eine vollautomatische Vorauswahl ohne individuelle Prüfung sucht, sollte Metaview daher nicht anhand der Marketingbezeichnung „agentic“ bewerten, sondern diesen konkreten Freigabeschritt testen. Auch Datenlücken aus dem ATS bleiben sichtbar: anonymisierte, vertrauliche oder eingeschränkte Kandidaten werden laut Dokumentation nicht synchronisiert; neue Änderungen können bis zu etwa 30 Minuten benötigen. Quelle: Application Review Overview, Stand 20. August 2026.

AI Sourcing nimmt einen Freitextauftrag, manuelle Filter und bei Bedarf Stellenbeschreibung oder weitere Dokumente entgegen. Daraus wird zunächst ein editierbares Ideal Candidate Profile erzeugt. Nach dessen Freigabe erscheinen erste „Instant Matches“, während die tiefergehende Suche im Hintergrund läuft; das Ergebnis ist ein Kandidatenpaket mit externen Berufsprofilen, soweit vorhanden. Yes-, Maybe- und No-Feedback wird verwendet, um die Suche zu verfeinern. Rollen-Intakes und bereits erfasste Interviews können zudem Ausgangspunkte für eine Suche sein; auf Max- und Enterprise-Plänen sind Wiederholungen einer Suche zeitgesteuert möglich. Quelle: Sourcing Overview, Stand 20. August 2026.

Aus gefundenen Profilen werden nicht automatisch kontaktierbare Personen. E-Mail- und Telefonnummern sind eine optionale Anreicherung über Drittanbieter. Diese verwendet eigene Credits; Metaview zeigt den Preis vor dem Auslösen im Produkt an, veröffentlicht aber keinen allgemeinen Preis je Anreicherung auf der Preisseite. Ein Treffer kann außerdem veraltet, doppelt, falsch zugeordnet oder für die Rolle ungeeignet sein; Metaview weist selbst darauf hin, dass eingesetzte Sourcing-Credits deshalb nicht erstattbar sind. Für rechtmäßiges Active Sourcing empfiehlt der Anbieter eine passende Rechtsgrundlage, einen Hinweis in der Datenschutzerklärung und Transparenz in der Erstansprache. Quelle: Sourcing Overview, Stand 20. August 2026.

Das Outreach-Modul kann nach einer bewussten Aktivierung mehrstufige Sequenzen über das verbundene E-Mail-Konto versenden, KI-personalisierte Texte erzeugen und Antworten erkennen. Automatische E-Mail- und WhatsApp-Schritte sind möglich; LinkedIn-Nachrichten, Anfragen, Telefon- und SMS-Schritte können als manuelle Erinnerungen angelegt werden. Bei Antwort, gebuchtem Calendly-Termin, einer Metaview-Sitzung oder bestimmten ATS-Ereignissen kann die Sequenz automatisch stoppen. Der Versand selbst wird laut Hilfe nicht extra berechnet, aber Kandidatensuche und Kontaktdatenanreicherung verbrauchen weiterhin Credits. Metriken wie Öffnungen sind kein verlässliches Erfolgssignal, weil beispielsweise Privacy-Einstellungen und Sicherheitsscanner sie verfälschen können. Quelle: Sequences Overview, Stand 20. August 2026.

Reports machen Gesprächsdaten gemeinsam mit Kalender-, ATS- und konfigurierten Eigenschaften durchsuchbar. KI-Spalten können aus jeder Unterhaltung eines gefilterten Reports strukturierte Felder wie Ja/Nein, Währung, Zahl oder Text extrahieren; ein Assistant beantwortet breitere Fragen über die im Report enthaltenen Gespräche. Das ist sinnvoll für wiederkehrende Auswertungen, etwa zu Erwartungen, Absagegründen oder Interviewthemen. Es ersetzt jedoch keine Datenqualitätskontrolle: Ein Report kann nur auswerten, was aufgezeichnet wurde und worauf der jeweilige Nutzer Zugriff hat. Quelle: Reports Overview, Stand 20. August 2026.

Preis, enthaltene Nutzung und wirtschaftliche Einordnung

Die öffentliche Preisseite trennt drei Produkte. Beim Notetaker enthält Free 25 Gespräche pro Nutzer und Monat sowie einfache Transkription; die Hilfedokumentation nennt zusätzlich ein organisationsweites Free-Limit von 60 Gesprächs-Credits und Zugriff nur auf die letzten 14 Tage. Pro kostet 60 US-Dollar je Nutzer und Monat und enthält unbegrenzte Gespräche sowie priorisierte Verarbeitung. Beim Sourcing enthält Free die ersten 100 gesourcten Profile, Pro für 100 US-Dollar 200 Profile je Nutzer und Monat und Max für 300 US-Dollar unbegrenzte Profile. Beim Application Review enthält Free 50 Bewerbungen pro Monat; Pro kostet 150 US-Dollar monatlich für 500 Reviews und unbegrenzte Nutzer. Enterprise ist für alle drei Bereiche individuell bepreist. Quellen: Metaview Pricing und Managing Subscriptions, Stand 20. August 2026.

Was die veröffentlichten Tarife nicht vollständig beantworten: der Preis zusätzlicher Anreicherungs-Credits, der Preis von Reports als Add-on, mögliche Implementierungs- oder Servicesätze, die Laufzeit von gekauften Application-Review-Top-ups sowie Enterprise-Konditionen. Application-Review-Credits werden pro geprüfter Bewerbung verwendet; monatliche Credits verfallen laut Dokumentation, bezahlte Top-ups sind nur begrenzt gültig und nicht erstattbar. Wird eine pausierte Review mit vielen zwischenzeitlich eingegangenen Bewerbungen fortgesetzt, können für alle aufgelaufenen neuen Kandidaten Credits anfallen. Genau diesen Fall sollte ein Einkauf in der Kostenprognose abbilden. Quelle: Application Review Overview, Stand 20. August 2026.

Für die Self-Service-Tarife nennt Metaview keine Mindestvertragslaufzeit: Kreditkartentarife können laut Hilfedokumentation monatlich gebucht und zur Beendigung der automatischen Verlängerung jederzeit gekündigt werden; die Kündigung greift zum Ende der laufenden Periode. Team- und Enterprise-Verträge sind davon ausdrücklich ausgenommen und müssen individuell geprüft werden. Nutzerlizenzen sind für individuelle Nutzung gedacht, nicht für ein dauerhaftes Rotieren unter mehreren Personen; eine Sitz-Neuzuweisung ist laut Anbieter nur einmal pro Kalendermonat möglich. Quelle: Managing Subscriptions, Stand 20. August 2026.

Eine einfache, eigene Orientierungsrechnung zeigt, worauf es ankommt: Bei vollständiger Nutzung des Application-Review-Pro-Tarifs entsprechen 150 US-Dollar für 500 Reviews rechnerisch 0,30 US-Dollar pro bewerteter Bewerbung. Sourcing Pro entspricht bei Ausschöpfung von 200 Profilen 0,50 US-Dollar pro Profil. Das sind keine vollständigen Kosten pro Einstellung, denn Anreicherung, eventuell weitere Agenten und interne Prüfzeit fehlen. Für Notizen kostet ein Team mit fünf tatsächlich aufzeichnenden Personen 300 US-Dollar pro Monat. Bei einem angenommenen internen Vollkostenstundensatz von 60 US-Dollar wäre diese Lizenzsumme nach fünf eingesparten Teamstunden pro Monat gedeckt; die Annahme ist nur eine Rechenhilfe, keine ROI-Zusage des Anbieters.

Damit ist nicht die Kopfzahl der Firma ausschlaggebend, sondern die Nutzungsdichte. Ein einzelner Recruiter mit wenigen Gesprächen bleibt meist zunächst im Free-Rahmen. Ab mehreren regelmäßig interviewenden Personen, wiederkehrenden Scorecards oder hohem Bewerbungsvolumen können gemeinsame Notizen und die Verringerung nachträglicher Dokumentation sinnvoller sein als uneinheitliche Einzeltools. Umgekehrt kann ein Pro-Tarif unwirtschaftlich werden, wenn nur ein kleiner Teil der lizenzierten Nutzer Gespräche führt oder die 500 Application Reviews deutlich unterschritten werden. Vor einem Jahresvertrag sollte deshalb ein Monats-Pilot mit echten Gesprächs- und Bewerbungszahlen erfolgen.

AnwendungsfallWann Metaview eine gute Wahl istWann es weniger passtDann eher diese Alternativ-Kategorie prüfen
Strukturierte InterviewsMehrere Interviewer brauchen editierbare, nachvollziehbare Notizen nach denselben Scorecards und möchten Transkriptstellen wiederfinden.Es werden kaum Videogespräche geführt oder eine reine Meeting-Transkription ohne Recruiting-Kontext genügt.Allgemeines Meeting-Transkriptions- oder Collaboration-Tool.
Bewerbungsflut im angebundenen ATSEin Team will Kandidaten gegen ein gemeinsam bearbeitbares Rollenprofil sichten, Begründungen lesen und Entscheidungen selbst auslösen.Der wichtigste Bedarf ist ein vollständiges Bewerbermanagement inklusive Karriereseite, Stellenposting und Stammdatenführung.ATS oder Recruiting-Suite mit nativem Bewerbungsmanagement.
Active Sourcing mit gemeinsamer RollenlogikSuchauftrag, Interviewwissen, Kandidatenbewertung und Outreach sollen in einem Recruiting-Arbeitsbereich verbunden sein.Der Fokus liegt ausschließlich auf maximaler Reichweite in einer bestimmten Talentdatenbank oder auf hochspezialisierter Marktanalyse.Spezialisiertes Talent-Intelligence-, Talent-Mapping- oder Sourcing-Tool.
Recruiting-Analytics aus GesprächsinhaltenLeitungsteams wollen Interviewthemen und ATS-Merkmale zusammen filtern, strukturieren und als CSV exportieren.Es werden unternehmensweite People-Analytics, Vergütungsdaten oder ein frei modellierbares BI-Data-Warehouse benötigt.HR-Analytics-, BI- oder Data-Warehouse-Lösung.
EU-Datenresidenz als harte VorgabeUK-Hosting ist nach eigener rechtlicher und vertraglicher Prüfung akzeptabel und die DPA-/Subprozessorenprüfung genügt.Es ist vertraglich ausschließliches Hosting in einer EU-Region vorgeschrieben.Recruiting- oder Interviewsoftware mit ausdrücklich zugesicherter EU-Datenresidenz.

Was Nutzer berichten

Das belegte Lob ist recht konsistent: In der auf G2 einsehbaren Zusammenfassung loben Rezensenten die einfache Nutzung, automatisierte Transkription und strukturierte Zusammenfassungen. Der praktische Nutzen besteht laut diesen Berichten darin, weniger parallel mitzuschreiben und im Gespräch präsenter zu bleiben; ein dort veröffentlichter Erfahrungsbericht hebt zudem die asynchrone Prüfung der Intervieweinblicke und die ATS-Anbindung hervor. Das ist Fremderfahrung, keine unabhängige Leistungszusage für jedes Team. Quelle: G2 Reviews zu Metaview, Stand 20. August 2026.

Die belegte Kritik betrifft vor allem Anpassbarkeit und Genauigkeit im Randfall. G2 fasst Verbesserungswünsche bei Interviewvorlagen zusammen; einzelne geprüfte Rezensionen berichten, dass Zusammenfassungen bei nicht standardisierten oder sehr technischen Gesprächen zu allgemein sein können und dann manuell angepasst werden müssen. Eine aktuelle G2-Rezension nennt außerdem fehlende API-Anbindung als Einschränkung. Diese Kritik deckt sich mit der eigenen Produktdokumentation, die Fehltranskriptionen bei falsch erkannter Sprache und Grenzen einzelner Templates beschreibt. Ein Pilot sollte daher nicht nur mit Standard-Recruiter-Screens, sondern auch mit Fachvokabular, Deutsch, Akzenten und einem echten ATS-Writeback durchgeführt werden. Quellen: G2 Reviews zu Metaview und Metaview AI Notes, Stand 20. August 2026.

DACH, EU und Governance

Für deutschsprachige Teams ist die dokumentierte Sprachabdeckung grundsätzlich positiv: Metaview nennt mehr als 50 Sprachen, darunter Deutsch, und erlaubt die Übersetzung von Notizen. Spricht ein Gespräch mehrere Sprachen, ist die kombinierte Transkription laut Anbieter aber derzeit nur für Kombinationen aus Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Deutsch und Italienisch vorgesehen; für andere Kombinationen wird nur die gewählte Primärsprache transkribiert. Wird die Sprache falsch erkannt, kann sie nachträglich geändert und das Gespräch erneut transkribiert werden. Das macht einen DACH-Pilot mit regionalen Akzenten und Fachbegriffen zwingend, statt Deutsch nur als Checklistenpunkt abzuhaken. Quelle: Metaview AI Notes, Stand 20. August 2026.

Metaview erklärt öffentlich, Kundendaten auf AWS im Vereinigten Königreich zu speichern und bei Übertragung sowie Speicherung zu verschlüsseln. Der Anbieter bezeichnet sich als DSGVO-konformen Auftragsverarbeiter, verweist auf einen Auftragsverarbeitungsvertrag, nennt SOC 2 Type II und stellt eine Subprozessorenliste im Trust Center in Aussicht. Außerdem erklärt Metaview, Kundendaten nicht zum Training seiner KI-Modelle zu verwenden. Das Vereinigte Königreich ist kein physisches EU-Hosting. Wer EU-only-Datenresidenz, bestimmte Unterauftragsverarbeiter oder spezielle Löschfristen braucht, sollte die Region, den konkreten Datenfluss, DPA und Trust-Center-Unterlagen vertraglich prüfen; eine weitergehende öffentliche Zusage zu EU-only-Hosting wurde nicht gefunden. Quelle: Privacy & Security Overview, Stand 20. August 2026.

Zum EU AI Act macht der Anbieter eine spezifische Aussage nur zum AI Notetaker: Metaview ordnet ihn unter Berufung auf Artikel 6 Absatz 3 als nicht hochriskant ein und begründet dies damit, dass der Notetaker keine Kandidatenentscheidungen, Bewertungen oder Empfehlungen abgebe. Das ist eine Anbieterposition, keine Rechtsberatung. Für Application Review, Sourcing und Outreach wurde in den geprüften öffentlichen Quellen keine gleich detaillierte, produktbezogene AI-Act-Einordnung gefunden. Gerade weil Application Review Bewerbungen klassifiziert, sollten DACH-Teams für den konkreten Einsatzfall menschliche Kontrolle, Freigaben, Protokollierung, Begründungen, Testunterlagen und gegebenenfalls Betriebsrats- oder Datenschutzanforderungen vor Einführung prüfen. Quelle: Privacy & Security Overview, Stand 20. August 2026.

Acht Prüffragen für das Auswahlgespräch

  1. Welche Metaview-Module sind für unseren beabsichtigten Prozess tatsächlich erforderlich? Bitten Sie um ein Angebot, das Notes, Sourcing, Application Review, Reports, Anreicherung und gegebenenfalls Services getrennt ausweist. So wird aus „Pay for what you use“ eine überprüfbare Kostenannahme.
  2. Welche konkreten Daten werden aus unserem ATS gelesen und welche Felder, Notizen, Scorecards, Stufen oder Absagegründe werden zurückgeschrieben? Lassen Sie dies für Ihre ATS-Version und Rollenrechte demonstrieren, nicht nur auf einer Integrationsfolie bestätigen.
  3. Wie funktionieren deutsche und gemischtsprachige Interviews mit unseren Akzenten, Eigennamen und Fachbegriffen? Testen Sie mindestens einen Recruiter Screen, ein Fachinterview und einen Debrief; bewerten Sie Transkript, Zusammenfassung und Korrekturaufwand getrennt.
  4. Welche menschlichen Freigaben erzwingt Application Review vor Fortschritt oder Absage? Klären Sie zugleich, wie Begründungen, Änderungen am Ideal Candidate Profile und einzelne Übersteuerungen nachvollziehbar protokolliert werden.
  5. Wie hoch sind alle variablen Kosten bei unserem Volumen? Fragen Sie nach Preis und Gültigkeit von Enrichment- und Application-Review-Top-ups, Umgang mit pausierten Reviews, Credits ohne Übertrag und möglichen Team- oder Enterprise-Mindestabnahmen.
  6. Wo liegen Transkript, Aufzeichnung, Notizen und abgeleitete KI-Ausgaben genau? Fordern Sie DPA, aktuelle Subprozessoren, Aufbewahrungs- und Löschoptionen, Sicherheitsunterlagen sowie eine klare Aussage dazu an, ob UK-Hosting für Ihre Vorgaben ausreicht.
  7. Welche AI-Act- und Governance-Unterlagen gelten für genau die von uns aktivierten Module? Die Notetaker-Aussage sollte nicht unbesehen auf Application Review oder Sourcing übertragen werden; fragen Sie nach Rollenverteilung, Human Oversight, Testnachweisen und vertraglicher Unterstützung.
  8. Wie lässt sich ein Pilot objektiv entscheiden? Vereinbaren Sie vorab Messwerte wie Korrekturzeit pro Interview, Akzeptanz der Fachbereiche, ATS-Writeback-Erfolg, Quote sinnvoller Bewerbungspriorisierungen und tatsächlich verbrauchte Credits.
Anbieter ist in folgenden Kategorien gelistet:
Weitere Informationen
Stand 20. August 2026: Notetaker Free 0 US-Dollar bzw. Pro 60 US-Dollar je Nutzer/Monat; Sourcing Free 0, Pro 100 und Max 300 US-Dollar je Nutzer/Monat; Application Review Free 0 bzw. Pro 150 US-Dollar/Monat für 500 Reviews. Enterprise, Komplettplattform, Reports-Add-on und Anreicherung sind nicht vollständig öffentlich bepreist.
Bewertung

Benutzerfreundlichkeit

Erfüllung der Anforderungen

Support

Einfache Einrichtung

Quelle:
Features
Pros & Cons

Vorteile / Stärken von

Metaview

  • Verbindet Gesprächsnotizen, Bewerbungsprüfung, Sourcing, Outreach und Reports in einem Recruiting-Arbeitsbereich.
  • Notizen sind editierbar, mit Transkriptstellen verknüpfbar, versionierbar und laut Anbieter irreversibel schwärzbar.
  • Öffentliche modulare Einstiegspreise für Notetaker, Sourcing und Application Review ermöglichen einen begrenzten Self-Service-Test.
  • Unterstützt laut Anbieter mehr als 50 gesprochene Sprachen, einschließlich Deutsch, und dokumentiert eine nachträgliche Sprachkorrektur.
  • Der Anbieter dokumentiert AWS-Hosting im Vereinigten Königreich, Verschlüsselung, DPA, SOC 2 Type II und die Aussage, Kundendaten nicht für KI-Training zu verwenden.

Nachteile / Schwächen von

Metaview

  • Gesamtplattform, Enterprise, Reports-Add-on, Anreicherungs-Credits und manche Top-up-Konditionen sind nicht vollständig öffentlich bepreist.
  • Falsch erkannte Sprache, Eigennamen, Fachvokabular und nicht standardisierte Interviews können Transkript und Zusammenfassung beeinträchtigen und erfordern einen echten Pilot.
  • Mehrsprachige Transkription in einem Gespräch ist laut Dokumentation auf bestimmte Sprachkombinationen beschränkt.
  • Application Review ist auf ATS-Daten, parsbare Unterlagen und die gewählte Pipeline-Stufe angewiesen; nicht synchronisierte oder eingeschränkte Datensätze fehlen.
  • Öffentlich detailliert ist die AI-Act-Einordnung nur für den Notetaker; für andere aktivierte Module muss der konkrete Governance- und Rechtsrahmen geprüft werden.
Alternative Anbieter

HireVue

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Micro1

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Ribbon

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Apriora

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HeyMilo

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